Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  2. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  3. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  4. Katholische Kirche in Island hilft Menschen mit homosexuellen Neigungen enthaltsam zu leben
  5. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  6. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  7. Niedersachsen plant Religionsunterricht ohne Gott!
  8. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  9. Beschließen ohne zu entscheiden?
  10. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  11. Exorzismus-Experte: Aktuelle Weltlage nicht nur Werk des Bösen
  12. "Herr Kardinal Parolin, wieviele zehntausende Tote brauchen Sie noch im Iran, bis Sie aufwachen?"
  13. Die Nazi-Projektion
  14. Frankreich: Neues Gesetz bestraft Versuch, von Suizidhilfe abzuhalten
  15. Abtreibungs-Aktivisten greifen Profemina-Beratungszentrum an

Kirche in Polen gedenkt der Aufständischen des Warschauer Ghettos

20. April 2021 in Chronik, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


78. Jahrestag des größten jüdischen Aufstands gegen die NS-Besatzer in Europa - Vorsitzender des Bischöflichen Komitees für den Dialog mit dem Judentum, Weihbischof Markowsk, betont: Antisemitismus ist eine Sünde


Warschau (kath.net/KAP) "Im Licht des Evangeliums ist jede Äußerung von Hass und Aggression, einschließlich des Antisemitismus, eine Sünde": Das hat der Warschauer Weihbischof Rafal Markowski zum 78. Jahrestag des Aufstands im Warschauer Ghetto am Montag erklärt. Mit der Erinnerung an die Ereignisse von 1943 gehe ein Appell zu Nächstenliebe und zur Achtung der Würde eines jeden Menschen einher, betonte der Vorsitzende des Komitees der Polnischen Bischofskonferenz für den Dialog mit dem Judentum. Die "heldenhaften" jüdischen Ghetto-Aufständischen bezeichnete Markowski als "Symbol für den Kampf um die Freiheit".

Am 19. April 1943 hatte sich die jüdische Widerstandsorganisation ZOB gegen die Nationalsozialisten erhoben, um die verbliebenen gut 56.000 der einst rund 300.000 Bewohner des Judenghettos in Warschau zu befreien. Es war der größte jüdische Aufstand gegen die Besatzer in Europa. Die deutschen Soldaten töteten während der vier Wochen andauernden Kämpfe rund 6.000 Aufständische. Die übrigen Juden wurden in Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert. Nur wenige überlebten.


Man erinnere sich heute "an unsere Brüder und Schwestern, die im Ghetto unter schockierenden Umständen starben" und gedenke "all derer, die in die Vernichtungslager, in die Gaskammern in Treblinka, Majdanek und an andere Orte deportiert wurden", so Weihbischof Markowski. Der Aufstand im Warschauer Ghetto sei ein heldenhafter Versuch gewesen, "den teuflischen Plan zur Ausrottung des gesamten jüdischen Volkes zu vereiteln", hielt Markowski fest. Ausdrücklich erinnerte er, dass der Aufstand am Vorabend des jüdischen Pessachfestes begann und mit der Sprengung der Großen Warschauer Synagoge durch die Nationalsozialisten endete.

Die Aufständischen im Ghetto hätten "Heldentum, großen Lebenswillen und Tapferkeit" gezeigt. "Wenn wir überleben, dann nur als freie Menschen; und wenn das unmöglich ist, dann werden wir als freie Menschen sterben", zitierte der Weihbischof eine der damaligen Parolen. Die Aufständischen seien in diesem Sinn ein Symbol des Kampfes für die Freiheit.

Der Vorsitzende des Bischöflichen Komitees für den Dialog mit dem Judentum erinnerte zudem an die Worte des heiligen Papst Johannes Paul II. (1978-2005) in Yad Vashem. "Die Kirche verwirft jede Form von Rassismus als ein Leugnen des Abbildes des Schöpfers, das jedem Menschenwesen innewohnt", betonte der aus Polen stammende Papst im März 2000 bei einem Besuch der Jerusalemer Shoah-Gedenkstätte.

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

Foto (c) Wikipedia/gemeinfrei


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDUNG nur mehr bis 25. MÄRZ möglich!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Vier von sieben: Die unglaubliche Berufungs-Geschichte der Familie Morrison
  4. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  5. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  6. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  7. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  8. "Herr Kardinal Parolin, wieviele zehntausende Tote brauchen Sie noch im Iran, bis Sie aufwachen?"
  9. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  10. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  11. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  12. Die Nazi-Projektion
  13. Abtreibungs-Aktivisten greifen Profemina-Beratungszentrum an
  14. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  15. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz