Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Ludger Schepers wirre Osterbotschaft
  2. ACH TONI - hat der Wiener Dompfarrer ein Zölibatsproblem?
  3. König Charles - Eine Botschaft zum Ramadan - Schweigen zum Osterfest der Christen!
  4. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt
  5. Johannes Hartl: „Junge Menschen fragen wieder nach Gott! Atheismus ist eher für ältere Generation“
  6. „Kein bloßer Verein“: Kardinal Woelki betont die Kirche als „Leib Christi“
  7. Missio-Nationaldirektor P. Wallner sieht Renaissance des Glaubens
  8. „Die Bibel steht eindeutig im Visier der Regierung“
  9. 'Um die Auferstehung Jesu Christi zu feiern'
  10. Erzbischof van Megen wird neuer Papst-Botschafter in Deutschland
  11. Radikale Feministin Michelle Bachelet könnte nächste UN-Generalsekretärin werden
  12. Die Kraft der Auferstehung, der Wille zum Frieden und der Weg der Menschheit
  13. „Junge Menschen, die zum Glauben zurückkehren, wollen den ‚vollen fetten Glauben‘“
  14. Propst Höslinger: Papst Leo hat Ruhe in die Kirche gebracht
  15. Ostern – oder die Frage, die wir vermeiden

Sieben Ordensleute in Haiti entführt

14. April 2021 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Entführungen mit Lösegeld-Forderungen gehören in ärmstem Land Amerikas mittlerweile zur Tagesordnung


Port-au-Prince (kath.net/KAP) Sieben katholische Ordensleute sowie weitere Personen sind am Sonntag in Haiti entführt worden. Das hat P. Loudger Mazile, der Sprecher der Bischofskonferenz des karibischen Inselstaates, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP bestätigt. Die aus zwei Ordensleuten aus Frankreich, sowie vier Priester und eine Ordensfrau aus Haiti bestehende Gruppe befand sich auf dem Weg zu einer Priesterweihe nahe der Hauptstadt Port-au-Prince. Die Entführer hätten eine Million Dollar Lösegeld gefordert, teilte Mazile mit. Die Polizei vermutet eine bewaffnete Bande als Täter.

Wie die Konferenz der Ordensleute von Haiti angab, wurden gleichzeitig auch drei weitere Personen, Verwandte eines nicht entführten Priesters, ebenfalls entführt. Man bedaure die Situation zutiefst und sei wütend über die "unmenschliche Situation, die wir seit mehr als einem Jahrzehnt durchleben", so die Ordenskonferenz. Die Menschen lebten in ständiger Angst vor der vorherrschenden Gewalt, doch sei die politische Führung dagegen "zunehmend ohnmächtig" und nur um den eigenen Machterhalt besorgt. Entführungen gegen Lösegeld seien mittlerweile an der Tagesordnung.


Haiti ist das ärmste Land des amerikanischen Doppelkontinents und befindet sich seit mehreren Monaten in einer tiefen politischen Krise. Im März hatte die Regierung in bestimmten Bezirken der Hauptstadt und einer Region im Landesinneren einen einmonatigen Ausnahmezustand verhängt, um die Kontrolle über die von Kartellen kontrollierten Gebiete wiederzuerlangen. Anlass waren die zahlreichen Entführungen, Raubüberfälle und Plünderungen, die zunehmend zu Proteste auf den Straßen der Hauptstadt geführt hatten. Darunter war auch ein gegen die Bandengewalt gerichteter Protestmarsch von mehrerer hundert Frauen am Karsamstag.

Dazu kommt auch eine seit dem Vorjahr andauernde politische Krise: Staatspräsident Jovenel Moise regiert derzeit nur per Dekret und sagt von sich aus, dass seine Amtszeit noch bis 7. Februar 2022 andauert, während die Opposition und Teile der Zivilgesellschaft deren Ende schon am vergangenen 7. Februar gekommen sahen. Grund für die Unstimmigkeit ist, dass Moise in einer aufgrund von Wahlbetrug annullierten Wahl gewählt wurde und ein Jahr später wiedergewählt wurde. Aufgrund der Turbulenzen setzte Moise für Juni ein Verfassungsreferendum an.

Die Haitianische Bischofskonferenz hatte erst im Februar davor gewarnt, dass die politischen Spannungen, gepaart mit extremer Not, Armut, Gewalt, Unsicherheit und Straflosigkeit, zu einer "Explosion" führen könnten. Die Haitianer müssten sich solidarisch mit allen Notleidenden zeigen. Zugleich riefen die Bischöfe zu einem sozialen und institutionellen Dialog auf.

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  3. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt
  4. ACH TONI - hat der Wiener Dompfarrer ein Zölibatsproblem?
  5. König Charles - Eine Botschaft zum Ramadan - Schweigen zum Osterfest der Christen!
  6. Papstsekretär: Leo XIV. bleibt "Padre Roberto"
  7. Der Kreuzweg mit Papst Leo
  8. Ludger Schepers wirre Osterbotschaft
  9. Missio-Nationaldirektor P. Wallner sieht Renaissance des Glaubens
  10. Hab Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt
  11. Die Kraft der Auferstehung, der Wille zum Frieden und der Weg der Menschheit
  12. 'Um die Auferstehung Jesu Christi zu feiern'
  13. Britisches Innenministerium stoppt Ermittlungen gegen legale Online-Posts
  14. Terror-Warnung zu Ostern: ISIS ruft zu Anschlägen auf Kirchen und Synagogen auf
  15. 'Tödliche Bedrohung': Bischof Barron warnt vor Kollaps der westlichen Zivilisation

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz