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US-Bischof Olmsted: Katholische Pro-Abtreibungs-Politiker sollen auf Kommunion verzichten

9. April 2021 in Aktuelles, 4 Lesermeinungen
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Olmsted: „Von katholische Verantwortungsträgern, die öffentlich Gesetze wie Abtreibung und Euthanasie unterstützt haben, verlangt die Kirche, dass sie sich des Kommunionempfangs enthalten, bis sie öffentlich bereut und Bußsakrament empfangen haben.“


Arizona (kath.net/pl) „Von katholische Verantwortungsträgern, die öffentlich schwerwiegende unmoralische Gesetze wie Abtreibung und Euthanasie unterstützt haben, verlangt die Kirche, dass sie sich des Empfangs der Hl. Kommunion enthalten, bis sie öffentlich bereut und das Bußsakrament empfangen haben. Nicht alle moralischen Fragen haben dasselbe Gewicht wie Abtreibung und Sterbehilfe. Die Kirche lehrt, dass Abtreibung und Euthanasie eine in sich schwere Sünde ist und dass es eine schwerwiegende und klare Verpflichtung für alle Katholiken ist, ihnen durch gewissenhafte Einwände zu widersprechen. ‚Es ist daher niemals erlaubt, sich einem in sich ungerechten Gesetz, wie jenem, das Abtreibung und Euthanasie zuläßt, anzupassen, »weder durch Beteiligung an einer Meinungskampagne für ein solches Gesetz noch dadurch, daß man bei der Abstimmung dafür stimmt« (Evangelium Vitae 73).“ Das erläutert der Bischof von Phoenix (US-Bundesstaat Arizona), Thomas Olmsted, in seiner ausführlichen Exhortation „Veneremur Cernui“ über das Sakrament der Hl. Eucharistie. Die 30 Seiten Ausführungen sind auf den 1. April 2021 datiert, den Gründonnerstag.


In dieser beständigen Lehre der Kirche, „die biblisch und klar ist, soll die heilige Kommunion die Vollendung der liebevollen Vereinigung zwischen Jesus dem Bräutigam und seiner Braut der Kirche, zwischen ihm und jedem Gläubigen sein“, führt Olmsted weiter aus. „Die Kirche lädt alle zum Hochzeitsbankett ein und verpflichtet sich gleichzeitig verpflichtet dazu, allen zu helfen, in einem gereinigten Taufgewand angemessen bekleidet dazuzukommen, damit das größte Geschenk – die Eucharistie – nicht zu seiner oder ihrer geistlichen Zerstörung führt.“

Es gebe aber auch „Situationen, in denen wir Gott mehr ehren können, indem wir uns der heiligen Kommunion enthalten, als indem wir uns den persönlichen Wunsch erfüllen, ihn sakramental in der Kommunion zu empfangen. Ich kenne eine katholische Mutter, die, weil sie keine Respektlosigkeit oder Verachtung zeigen wollte für das, was der Leib und das Blut Christi wirklich ist, sich mehrere Jahre lang der heiligen Kommunion enthielt, da sie in einer irregulären Ehe lebte. Obendrein kam sie dennoch jede Woche treu mit ihren Kindern zur Messe und war aufgrund ihres tiefen Glaubens und ihrer Hingabe an Christus, der in der Eucharistie gegenwärtig ist, eine regelmäßige Teilnehmerin eucharistischer Anbetungen in ihrer Gemeinde. Trotzdem kam sie nicht zum Empfang der Hl. Kommunion. Sie war so erzogen worden, dass sie verstand, dass es christliche Gläubige vermeiden sollten, die heilige Kommunion unwürdig zu empfangen. Sie war sich der Ermahnungen der Schrift und der Lehren der Kirche bewusst und opferte ihre sakramentale Begegnung mit dem Herrn auf, stattdessen machte sie jeden Sonntag eine geistliche Kommunion. Ihr kleiner Sohn wurde durch ihr stilles Beispiel des Glaubens und der Treue so sehr gestärkt, dass er Moraltheologe wurde und jetzt Moraltheologie an einem katholischen Seminar lehrt.“

Olmsted wies außerdem darauf hin, dass die Gläubigen den Besuch der Sonntagsmesse bewusst „freudig und festlich“ gestalten sollten. Außerdem empfahl er, möglichst täglich die Hl. Messe zu besuchen, oder eine Stunde der stillen Eucharistischen Anbetung zu halten oder zu einem kurzen Besuch beim Allerheiligsten in der Kirche vorbeizuschauen.

Link zur Apostolischen Exhortation in voller Länge: „Veneremur cernui“
Archivfoto Bischof Olmsted © Bistum Phoenix

 


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