Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  2. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  3. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  4. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  5. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  6. „Warum bin ich Christ“
  7. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  8. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  9. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  10. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  11. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  12. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  13. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  14. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  15. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“

Polen: 24. Tag des Judentums in der katholischen Kirche

15. Jänner 2021 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Oberrabbiner von Polen, Michael Schudrich: „Für mich ist es sehr wichtig, zu dem zurückzukehren, der in der katholischen Kirche in Polen für den [Dialog-]Beginn mit dem Judentum steht, denn natürlich war es Johannes Paul II., der dies 1998 wollte.“


Warschau (kath.net/Polnische Bischofskonferenz/pl) „Der Tag des Judentums in der Kirche ist für mich als Rabbi ein heiliger Tag.“ Das sagte Rabbi Michael Schudrich während der Pressekonferenz über die Vorstellung des 24. Tages des Judentums in der katholischen Kirche mit dem Titel „Siehe, hiermit lege ich dir heute das Leben und das Glück, den Tod und das Unglück vor“ (Dtn 30,15), der am 17. Januar stattfinden wird.

Der Tag des Judentums ist der Beginn einer ökumenisch-interreligiösen Woche, die mit dem Tag des Islam in der katholischen Kirche endet. Der Dialog der katholischen Kirche entwickelt sich auf drei Ebenen: ökumenisch, interreligiös und mit der modernen Welt, das erläuterte Bischof Rafał Markowski, Weihbischof von Warschau und seit 2016 Präsident des Rates der polnischen Bischofskonferenz für religiösen Dialog und des Ausschusses für Dialog mit dem Judentum. Dies bedeutet nicht, dass der Dialog einfach sei – fuhr der Prälat fort –, aber darin suchen wir jene Werte, die gemeinsam sind und für die es sich lohnt, gemeinsam zu kämpfen.


„Für mich ist es sehr wichtig, zu dem zurückzukehren, der in der katholischen Kirche in Polen für den [Dialog-]Beginn mit dem Judentum steht“, – erinnerte Michael Schudrich, Oberrabbiner von Polen, „denn natürlich war es Johannes Paul II., der dies 1998 wollte. Es ist wichtig, dass die katholische Kirche im Laufe des Jahres eine besondere Zeit hat, ihre Wurzeln zu vertiefen. Eines der wichtigsten Dinge, die ich von Johannes Paul II. gelernt habe, ist: Wenn ich weiß, wer ich im Sinne des Glaubens bin, je stabiler ich in meiner Eigenwahrnehmung meines Glaubens bin, desto mehr bereichert das Kennenlernen anderer Glaubensrichtungen mich und die anderen.“

Laut Bischof Romuald Kamiński aus Warschau-Prag sollten wir uns mit einigen wichtigen Themen befassen, beispielsweise dem Glauben unserer jüdischen Brüder an Gott, und uns fragen, wer sie wirklich sind und welche Schwierigkeiten sie haben. Deshalb ermöglicht uns der Tag, anzuhalten und uns kennenzulernen, zu diskutieren, zu fragen und für viele Dinge zu danken.

Der Prälat erinnerte an einige herausragende Stufen der wichtigen und kreativen Präsenz von Juden in der Geschichte von Warschau-Prag, die bis ins Jahr 1775 zurückreicht, als sie das Recht erhielten, sich am rechten Warschauer Ufer niederzulassen und bis in die Zeit der Nazis reichten, die die meisten von ihnen im deutschen Vernichtungslager Treblinka ermordeten und als in der kommunistischen Zeit die 1836 errichtete Synagoge der jüdischen Gemeinde Warschau-Prag abgerissen wurde.

Bischof Kamiński schloss seine Rede mit der Hinweis, dass es unsere Verantwortung sei, dafür zu sorgen, dass dieser enorme Reichtum nicht verloren geht und an die nächsten Generationen weitergegeben werden kann.

Das Hauptprogramm für den 24. Tag des Judentums in der katholischen Kirche in Polen wird in der Diözese Warschau-Prag gefeiert und sieht Treffen am 17. und 19. Januar vor. Am 17. gibt es einen Moment des Gebets auf dem jüdischen Friedhof, die Liturgie des Wortes mit Kommentaren von Katholiken und Juden, und endet mit einem Konzert jüdischer Musik. Andere polnische Diözesen haben ein eigenes lokales Programm entwickelt.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. 'The Chosen': Sechste Staffel ab Dezember auf Netflix
  3. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  4. Kanadas führende Tageszeitung verlangt Euthanasie in katholischen Krankenhäusern
  5. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  6. Ermittlungsverfahren gegen christliche YouTuber eingestellt
  7. Grünwidl bei Medjugorje-Friedensgebet: Beten und Frieden stiften
  8. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  9. „Warum bin ich Christ“
  10. Erneut ruhige Spitalnacht für Papst nach Krebs-Operation
  11. Mit dem Rosenkranz im Gym
  12. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  13. 'Wenn ich zurückkönnte, würde ich sie wieder wählen – genau wie sie sind'
  14. 'Jeden Tag sprach ich mit Gott und mit meiner Mutter'
  15. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz