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„Ist Gott nicht ganz gescheit?“

4. Dezember 2020 in Kommentar, 27 Lesermeinungen
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„Diesen Eindruck wird man nicht los, wenn die Überlegungen der Münsteraner Dogmatikerin Dorothea Sattler, Gott sei Mensch geworden und nicht Mann, konsequent zu Ende gedacht werden.“ Gastkommentar von Helmut Müller


Vallendar (kath.net) Vor 2000 Jahren wäre es nämlich unklug gewesen, den Messias weiblich zur Welt kommen zu lassen, da er einer patriarchalen Gesellschaft zur Zeitenwende nicht zuzumuten gewesen wäre. Gott sei Mensch geworden und nicht Mann. Letzteres sei unwesentlich gewesen. Immerhin haben sich dieser Auffassung auch einige Bischöfe angeschlossen.

   
Wenn die Überlegungen Sattlers zutreffen, darf doch nachgefragt werden: War Gott vielleicht nicht ganz gescheit gewesen bei folgenden „Zumutungen“: (Man vergebe mir meinen Zynismus, er ist nur methodisch, um die Konsequenzen solchen Denkens drastisch aufzuzeigen.)

•    Denn es ist eine Zumutung den Messias am Kreuz, dem Galgen der Antike sterben zu lassen. Selbst seine Jünger verlassen daraufhin in Panik Jerusalem und verdrücken sich nach Galiläa. Paulus hat wohl als erster diese Zumutung glasklar fest gehalten: für Juden ein Ärgernis, für die Griechen eine Torheit (1 Kor 1,23), also eine Dummheit sondergleichen sich gerade in den beiden Kulturen in die das Christentum räumlich und zeitlich alsbald hineinwachsen sollte, sich jedes Verständnis zu verbauen. Ein antikes Graffiti, eingeritzt in die Wand einer römischen Kaserne, bestätigt diese Dummheit. Ein Soldat wird verhöhnt, weil er Christ ist und einen Eselskopf anbetet.

•    Und ist das eine gute Idee diese Torheit dann durch ein Mirakel zu beseitigen? Drei Tage später nach diesem Ereignis kommt die nächste Zumutung: Er bleibt einfach nicht im Grab liegen und läuft wieder mit sämtlichen unheilen Knochen rum. Das ist selbst kritischen Jüngern wie Thomas zu viel des Guten. Auch alle anderen schütteln die Köpfe, die damit zu tun haben. Der französische Autor Eric-Emmanuel Schmitt hat das in seinem Roman das Evangelium nach Pilatus in brillanter Weise als wahrhaftiges Lesevergnügen dargestellt.


•    Aber es fing ja schon mit einer Zumutung an: Eine Frau wird ohne Mitwirkung eines Mannes schwanger (Das ist eine solche Zumutung, dass das bis heute immer weniger glauben, auch Dorothea Sattler?)

•    Und dann geht`s im selben Stil weiter: Er läuft übers Wasser, heilt ohne Aspirin, Impfung, Quarantäne, mit Lehm, klarer Ansage, quasi per Mausklick Kranke dutzendweise, holt Tote aus dem Bett, von der Bahre und aus dem Grab, versenkt 2000 Schweine im See, feiert mit 5 Broten und zwei Fischen ein Festmahl in der Wüste und legt sich mit beinahe jedem an, der was zu sagen hat. Geht´s noch, fragt man sich da? Mit Analphabeten und kleinen Leuten versteht er sich aber gut. Kein Wunder, dass er das nicht lange überlebt hat, vielleicht ein Jahr, maximal 3 Jahre. Flavius Josephus, ein kluger zeitgenössischer Historiker, erwähnt ihn nicht mal, vermutlich weil er ihn für einen Spinner gehalten hat oder wenigstens die Leute, die solches erzählen.

•    Klar, diese Geschichte lässt sich so schlecht verkaufen wie Dick und Doof einmal Weihnachtsbäume im August verkaufen wollten. Paulus hatte das schon richtig erkannt. Sicherlich lässt sich auch einiges noch gerade rücken. Aber insgesamt war der Nazarener – was wir über ihn wissen – eine einzige Zumutung für den damals herrschenden Mainstream.

•    Im Laufe der weiteren Geschichte haben diese Zumutungen nicht abgenommen, sofern nicht Vorteile mit der Annahme der Botschaft verbunden waren. Nehmen wir nur einmal unsere kriegerischen Vorfahren und überlegen wie diese Geschichte bei ihnen angekommen ist. In anderen Kulturen wird es wohl nicht leichter gewesen sein und in unserer heutigen ebenfalls nicht, wenn wir noch einmal von vorne anfangen müssten. Und das müssen wir denke ich. Vielleicht so wie Sattler? Aber zurück zu unseren kriegerischen Vorfahren. Im 9. Jahrhundert wird im Heliand die Botschaft von diesem - mittlerweile als friedfertig verkündeten – Nazarener, in altsächsisch zu verkaufen versucht. Da wird jedes Ereignis, das mit Waffen zu tun hatte, richtig ausgeschlachtet. Eine Kostprobe: „Da erboste mächtig der schnelle Krieger Simon Petrus, wild walt der Mut ihm, kein Wort da sprach er, so voll Harm ward sein Herz, als sie den Herrn hier zu greifen begehrten. Blitzschnell zog er das Schwert von der Seite und schlug und traf den vordersten Feind mit voller Kraft.“ Wer erkennt nicht die Szene mit Malchus im Garten Gethsemani als mächtigen Theaterdonner?

•    Bei all diesen Dummheiten und Unklugheiten hätte sich Gott bei seiner Menschwerdung sicherlich auch eine ebensolche mehr durchaus erlauben können, nämlich als Frau in jener Zeit auf die Welt zu kommen. Oder aber auch warten können, bis das keine Dummheit mehr war? Auf ein paar tausend Jahre kommt es bei diesen katastrophischen Verläufen in seiner Schöpfung doch wirklich nicht mehr an! Vielleicht bis 1781 warten auf Kants Kritik der reinen Vernunft? Oder bis zu Judith Butlers Gender Trouble 1990 ? Aber nein. Den, die (?), das und uns, und alles was wir kennen, gäbe es ja gar nicht!

War Gott vielleicht doch (historisch) so gescheit wie Dorothea Sattler annimmt? Sollten wir dann wie die karolingischen Missionare der Sachsen alles so umschreiben, dass heute Klugheiten daraus werden? Sollen wir das? Andererseits müssen wir ja das Rad nicht neu erfinden. Wir könnten z. B. (unhistorisch) dem Rat eines Kirchenvaters folgen, der vor ähnlichen Problemen stand: „Wenn du in den Evangelien nur das glaubst, was du magst, und das ablehnst, was du nicht magst, dann glaubst du nicht an das Evangelium, sondern nur an dich selbst.“ (Augustinus)

kath.net-Buchtipp:
Zeitgerecht statt zeitgemäß
Spurensuche nach dem Geist der Zeit im Zeitgeist
Von Helmut Müller
Hardcover, 244 Seiten 2018 Bonifatius-Verlag ISBN 978-3-89710-790-8
Preis Österreich: 15.40 EUR
 

 


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Lesermeinungen

 lakota 7. Dezember 2020 
 

@FedericoR.

"die Hl. Messe noch zelebrieren dürfen..."

Anscheinend haben diese Ordensfrauen die Hl. Messe nicht nötig und ich hoffe doch, daß sich die Priester, sollte das mit dem Gruß wahr sein (oder werden)sich weigern, dort die Hl.Messe zu feiern.

Es gibt viele Gemeinden die so einen Priester sehr schätzen würden.


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 Federico R. 7. Dezember 2020 
 

Bloß ein Gerücht?

Geistliche, also männliche Priester, die bei den Franziskanerinnen im Kloster Oberzell bei Würzburg für die dortigen Ordensfrauen die Hl. Messe noch zelebrieren dürfen, fürchten bereits, dass sie demnächst dieselbe Grußformel verwenden müssen, wie von @SalvatoreMio gepostet: "Ich wünsche Euch die Gnade der heiligen GEISTIN!". Die Frau Generaloberin Dr. Katharina Ganz könnte das so anordnen, so die Befürchtung. Sie ist Mitarbeiterin beim „Synodalen Weg“ und wurde von p.Franziskus nach eigenem Verständnis ermuntert, sich eine neue Kirche zu schaffen. So jedenfalls will sie die an sie persönlich gerichteten Papstworte bei einer Audienz für Ordensoberinnen in Rom vor ca. zwei Jahren verstanden haben. – Oder ist das wieder mal nur ein böswilliges Gerücht???


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 stephanus2 5. Dezember 2020 
 

Ich lese..

..kein Wort, keine Zeile von Frau Sattler &Co. Ich weiß, woher der Wind weht, ich weiß, wohin die schrecklich falsche Reise gehen soll. Ich kann es schlechterdings nicht (mehr)ertragen, solches Zeug zu lesen, mir ist, als sähe ich förmlich die falschen Bausteine, aus denen sich das Geschwurbel zusammensetzt,plus der psychologisch gestörten Ausgangslage, aus der heraus vor allem leider besonders Frauen sich Sachen wie "Maria 2.0" ausdenken. Es ist falsch, aber sie wissen es nicht. Kann man nur ins Gebet mit nehmen. Diskussionen sind sinnlos.


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 Aschermittwoch 5. Dezember 2020 
 

Beruf und Berufung

Frau Sattler nennt sich zwar katholische Theologin, ist aber gar nicht fest im Sattel der Lehre der katholischen Kirche.


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 lesa 4. Dezember 2020 

Da sind nicht die guten Engel am Werk. Hl. Erzengel Gabriel und Michael, helft!

@Hildegardis: Das Schlimme an der Sache ist, dass nichts zu dumm ist, als dass der "stream" (wir wissen aus der Offenbarung des Johannes, woher der kommt), diesen Wahnsinn plausibel macht und ausbreitet. Deswegen hilft bei der Gendersprache nur: Ganz klare Distanzierung. Sich nicht gelgentlich dazu herbeilassen. Fest bleiben im Sinne der geoffenbarten Wirklichkeit, damit die Menschen Orientierung haben. Aber es handelt sich um eine Verblendung von der gnostischen Sorte ist und eine Versuchung darstellt. Da sind nicht die Engel am Werk Engel der guten Botschaft im Sinne des "Eu - angelisasthai", sondern andere ...
Man mag gar nicht daran denken, was da Heranwachsenden zugefügt wird, die mit so einem Widersinn angefüllt werden, anstatt in der gesunden Sprachwelt, die der Schöpfung entspricht und ihnen einen selbstverständlichen Raum der Identifikation bietet, aufwachsen zu dürfen.
Großen Dank Herrn Müller und den Postern hier! Sie bringen sicher einige zum Nachdenken!


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 Chris2 4. Dezember 2020 
 

Alle diese Debatten vergessen die Gretchenfrage:

Wer hat die Kirche gegründet und warum? Würde dies den Linken in der Kirche klar sein, würden Sie sich bekehren und den Willen des Herrn in seiner göttlichen Stiftung umsetzen, sich zurückziehen oder eben ganz bewusst den breiten Weg des Verderbens wählen. Aber seit der hysterisch-kritischen Methode kann sich eh jeder herauspicken, was zu seinem Leben passt: Begründen lässt sich fast alles: Jesus konnte gar nicht wissen, dass der Tempel zerstört werden würde, also ist das Zitat nicht echt. Ein anderes ist unecht, weil es den damaligen Vorstellungen völlig widersprach, ein anderes wiederum, weil es zur Zeit Jesu Mainstream war. Und alles ist eh nur symbolisch gemeint, sogar das Gras, auf das die Leute sich setzten. So meinte ein Theologe am Ende einer langen Debatte unter Kollegen darüber: "Vielleicht steht es ja deswegen da, weil es dort wirklich viel Gras gab?"


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 St. Hildegard 4. Dezember 2020 
 

@SalvatoreMio: Heilige Geistin! - mit solchen Äußerungen macht man sich bestenfalls lächerlich.
@Montfort: Danke für Ihre erklärenden Worte.

"Ruach" mag weiblich sein, aber "spiritus" ist männlich. Ja, was denn nun?
Solche Feministinnen bringen sich doch selbst in Erklärungsnot ...


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 SalvatoreMio 4. Dezember 2020 
 

sexuelle Geschlechterdifferenzierung

@Danke, lieber Montfort! Eine wertvolle Bereicherung, und gesegneten Abend!


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 Montfort 4. Dezember 2020 

Ja, werte @SalvatoreMio...

"Im Gruß der Gemeindereferentin stand: "Ich wünsche Euch die Gnade der heiligen GEISTIN!""

Solche "Gender-Feministinnen" sind wohl von allen guten Geistern (grammatikalisches Maskuinum im Plural, aber ohne Geschlecht, da ohne Körper/Leib!) VERLASSEN!

Was diese Damen zudem ignorieren: Auch im Hebräischen gibt das grammatikalische Geschlecht eines Wortes nicht notwendig die sexuelle Geschlechterdifferenzierung an.

Würde man das grammatikalische Geschlecht der Bezeichnung einer Person IMMER auf das tatsächliche Geschlecht einer Person beziehen, so wären Mädchen nicht weiblich, sondern auch geschlechtlich Neutra. Der "Leib" wäre auch bei Frauen männlich. Engel gäbe es nur als maskuline Wesen, obwohl sie keinen Körper und damit auch kein Geschlecht haben. Etc., etc.

Gott bewahre uns vor solchem Un-Sinn!


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 SalvatoreMio 4. Dezember 2020 
 

Gott, DIE du uns immer wieder überraschst ...

@St.Hildegard: noch vor dem Jahr 2000 übergab ich wegen Umzugs meine Frauengruppe an eine hauptamtliche Dame der Kirchengemeinde. Zum Pfingstfest wurde dann nicht Gott überrascht, sondern diese Frauen. Im Gruß der Gemeindereferentin stand: "Ich wünsche Euch die Gnade der heiligen GEISTIN!" (Hl. Geist ist ja in hebräisch weiblich).


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 Montfort 4. Dezember 2020 

Ja, die zweite göttliche Person, der "Sohn" ist "den Menschen gleich geworden" (Phil 2,7)

Der Johannesprolog sagt: "und das Wort ist Fleisch geworden"...

Menschwerdung, In-karnation ereignet sich in nur der Geschlechterdifferenz - so wie auch die Zeugung eines Menschen (pro-creatio) nach dem Willen des Schöpfers (in der creatio) als Mann oder Frau erfolgt.

Oder wollen die modernen Gender-Theologen und Gender-Theoginnen behaupten, sie selbst seien wesentlich nur "Mensch" - und nur "unwesentlich" Mann oder Frau?

Heilige Maria Muttergottes, bitte für uns!


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 Salvian 4. Dezember 2020 

Der "Heliand" ist nicht so!

Herr Müller, Sie zeigen sehr gut, dass der Christenglaube schon vor 2000 Jahren eine Provokation für den Mainstream gewesen ist. Aber dem Verfasser des "Heliand" tun Sie schwer Unrecht. Dieser hat zwar die altsächsische Dichtersprache benutzt und musste an die Vorstellungswelt der Germanen anknüpfen, aber den Inhalt der christlichen Botschaft hat er keineswegs verfälscht. Die Szene, wie Petrus dem Malchus das Ohr abschlägt, wird genau beschrieben, aber anschließend folgt ebenso deutlich die Zurechtweisung des Petrus durch Christus. Man kann den Heiland-Autor gar nicht genug bewundern, dass es ihm gelungen ist, in einer Sprache, die bis dahin keine Schriftsprache war und für viele christliche Vorstellungen gar keine Begriffe hatte, den Inhalt der Evangelien adäquat wiedergegeben zu haben. Der "Heliand" ist ein ganz großer Schatz der deutschen Literatur. Ihn mit den verqueren Thesen verwirrter Feministinnen in einen Topf zu werfen, geht völlig in die Irre.


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 St. Hildegard 4. Dezember 2020 
 

"Gott ist Mensch geworden und nicht Mann ..."

Bei den Protestanten greift das wohl ebenfalls um sich (sehen wir mal von den Freikirchlern und von Pfarrern wie Olaf Latzel ab), und da ist zu befürchten, dass "fortschrittliche" Katholiken solche Ansichten übernehmen.
Interessehalber sah ich kürzlich in der ZDF-Mediathek den Gottesdienst zur Eröffnung der EKD-Synode, unter dem Motto: "Kirche von morgen". Es war zwar nach wie vor von Gott, dem Vater die Rede. Doch in einem frei formulierten Gebet der Pastorin hörte ich plötzlich: "Gott, DIE Du uns immer wieder überraschst ..." Ich dachte erst an ein Versehen. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass sich jetzt auch Gott im Sinne der politischen Korrektheit dem neuen Gender-Sprech unterziehen muss...


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 lesa 4. Dezember 2020 

Kehrt um und glaubt an das Evangelium (Mk)

"Die Kirche braucht nichts nötiger als eine neue, leidenschaftliche Hinwendung zum Willen Gottes, eine einseitige Hingabe an Gott allein und eine allseitige Absage an den Geist der Welt. Zu dieser dringend nötigen Anerkennung der Herrschaft Gottes gehört ganz wesentlich die Bejahung und Verwirklichung der göttlichen Zuordnung der Geschlechter. Eine Christenheit, die an dieser zentralen Stelle Gott den Gehorsam verweigert, riskiert ihre Vollmacht."(W. Neuer)
Darum gehört zur Anerkennung der Herrschaft Gottes und dem Dienst an Seinem Wort, dass wenigsten Christen und erst recht in der Verkündigung stehende Menschen auf jegliche sprachliche Geschlechterverdrehung ein für allemal verzichten. Sie festigt eine Bedeutungsverdrehung, die nicht dem Wort Gottes entspricht und den Frauen nicht hilft, sondern SCHADET! Nur Wahrheit macht frei.


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 lesa 4. Dezember 2020 

Frau Sattler bedient das NICHTS anstelle von THEO-LOGIE

Jesus sagt, "im Himmel heiraten Menschen nicht mehr", aber in dieser Welt "heiraten sie". Mannsein und Frau sein ist keine Rolle, keine Attrappe, sondern hat mit dem innersten Wesen des Menschseins zu tun, mit dem der Mensch ans Ziel kommt. "Als Mann und Frau schuf er sie, in dieser Vorgabe des Schöpfers dem Zueinander von Mann und Frau sind sie Abbild Gottes, nicht anders. Das Wort Gottes in dieser elementaren Frage nicht WAHRNEHMEN führt zu Abfall, zu geistigem, seelischem und körperlichen Zerfall der Gesellschaft. @Kant 1: Wir sind instinktlos geworden u. verstehen nur noch "Funktionen". Ja, es braucht echte Männer, die stark, aber nicht unterdrückend sind - und dazu braucht es selbstbewusste Frauen im Sinne von Eph 5., die das Zueinander von Mann und Frau als Abbild des Bundes von Christus als Haupt und der Kirche als Braut wieder erfassen.
@athanasius: Diese äußeren Zeichen braucht es, die das Wesentliche ausdrücken und schützen. Zuerst in der unverdrehten Sprache!


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 Montfort 4. Dezember 2020 

Vielen Dank!

Ein wichtiger Beitrag!

Eine ganz kleine Änderung wäre vonnöten: "Er bleibt einfach nicht im Grab liegen und läuft wieder mit sämtlichen unheilen Knochen rum." Ja, er blieb nicht im Grab und "lief herum", begegeteals Auferstandener seinen Jüngern und Jüngerinnen - ABER: Seine Knochen waren HEIL, da sie Ihm nicht zerschlagen wurden!

Zur Münsteraner "Dogmatikerin" Dorothea Sattler:

Nach ihrer Argumentation muss es dann auch als "unwesentlich" gelten, dass SIE eine Frau ist! Warum also masst sie sich an, dass IHR Frausein etwas "Wesentliches" wäre?!


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 galil?a! 4. Dezember 2020 
 

SalvatoreMio ja sehr schön von ihnen

Mir viel dazu noch an wie Adam und Eva ein Mensch wurden. Das Geschlecht bleibt in der Ehe ja aufrecht. Die Eva wurde aus der Seite des Mannes gemacht.

So wurde Christus auch in die Seite gestochen und heraus kam Blut und Wasser. Man kann hier das Sakrament der Kirche erkennen. Die Kirche ist ja die Frau des Herrn. Eine innige liebe ist zwischen ihnen. Aber die Geschlechter in der Kirche bleiben aufrecht. Die Kirche schafft Kinder durch den Glauben. Die Ehe Kinder aus der Geschlechtlichkeit. Hier geistige Kinder dort fleischliche Kinder. Die Höchste Liebe ob in Ehe oder Kirche gehört immer Gott!

Ich wolle nur nochmal auf die neue Einheitsübersetzung zurückkommen, weil manche glauben es wäre eine schlechte Übersetzung wegen der Brüder und Schwestern. Jeder weiß, dass ich das Gegenteil denke. Auch hier bildet sich das später ab. Es ist keine Verfälschung, sondern eine wirklich hervorragende Übersetzung der kath. Kirche.


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 SalvatoreMio 4. Dezember 2020 
 

Wie wird es nach der Auferstehung der Leiber sein?

@galil?a! Ja, so muss man es verstehen und könnte noch etwas ergänzen: Ich lernte, dass der auferstandene Christus in der ewigen Herrlichkeit noch an seinen Wundmalen zu erkennen ist! - Das würde für unsere Auferweckung heißen: "wir haben nicht mal eben hier unser Leben verbracht mit Freude und Leid; mit Schmerzen und Wunden", und dann in der Ewigkeit spielt unser irdisches Leben absolut keine Rolle mehr. Dann wären im Himmel ja so eine Art "Fließband-Mensch"- alle gleich. Nein, unser Pilgerleben macht unsere Persönlichkeit aus, und dazu gehört das Mann- oder Frausein. Nur, dass die Schmerzen und Leiden usw. uns nicht mehr belasten werden.


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 athanasius1957 4. Dezember 2020 
 

Mann Frau

Wer erinnert sich noch an Geschlechter getrennte Bänke und die unterschiedliche Tracht von Jungfrauen, verheirateten Frauen und Witwen? Frauen saßen mit Blick zum Hochaltar links, Männer rechts.
Der Grund: im Zivilleben geht Frau rechts vom Mann, da er im hochmittelalter links Schwert und Schild getragen hat. So konnte er sie im Notfall schnell verteidigen. Mann mußte aber vor der Kirche die Waffen abgeben und die Frau kam unter den Schutz des Allerhöchsten. Zusätzlich war sie auf der Evangelienseite, womit sich die eigentliche Aufgabe der Frau bzgl des fleischgewordenen Logos erschloß. Frau und Priester haben gemeinsam das schaffen von Leben: sie mit ihrem Gatten und der Hilfe Gottes in der Empfängnis, er als Alter Christus bei der Konsekration und Wandlung von Brot zu Fleisch und Wein zu Blut.


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 galil?a! 4. Dezember 2020 
 

Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt

Das heißt alle Brüder und Schwestern. Mit dem Ausdruck Mensch wird also nicht aufgelöst, sondern beides bezeichnet.

Folgende Frage: Wie wird es nach der Auferstehung der Leiber sein? Wird es da noch Frau und Mann geben. Ich denke ja! Den der Herr spricht so!
Denn nach der Auferstehung heiratet man nicht, noch wird man geheiratet, sondern die Menschen sind wie Engel im Himmel.

Auferstehen werden wir als Menschen aber mit unsterblichen Körpern so wie der Herr so wie auch die Engel unsterblich sind. Wenn der Herr aber sagt nachher wird man nicht heiraten, gibt er zu verstehen das es Mann und Frau noch geben wird. Aber es wird so sein wie im Paradies. Es wird keine Begierlichkeit geben daher wird man nicht mehr heiraten. So war es auch im Paradies Adam und Eva waren nackt. Es gab keine Begierlichkeit. Nach dem Sündenfall gab es Begierlichkeit und sie empfanden darum Scham und bedeckten sich. Dieser Urzustand wird wieder hergestellt der Unterschied Mann und Frau bleiben aber aufrecht.


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 wedlerg 4. Dezember 2020 
 

Dorothea Sattler ist einfach schon weiter

Man darf nicht vergessen, dass Frau Dorothea Sattler eben schon 2000 Jahre Wissensvorsprung mitbringt. GOtt konnte vor 2000 JAhren noch nichts von Diskriminierung und Antidiskriominierung wissen. Der Durchbruch gelang ja erst 1900 Jahre nach Christus. Und dann dauerte es nochmal 100 JAhre bis eine Spitzentheologin wie Frau Dorothea Sattler endlich sagen konnte, was Sache ist.

Ich verstehe Frau Dorothea Sattler sehr gut. Sie muss sich mit einem sperrig rückständigen Gott beruflich rumschlagen und dann sind die Studenten, die die neue Botschaft von Frau Dorothea Sattler verbreiten könnten, auch noch weggeblieben.

Es ist der typische Fall von Rückständigkeit gegen den Frau Dorothea Sattler nicht ankommt. Die Leute bedienen ihr Smartphone, um die alten Texte der Bibel zu lesen, aber nicht Sattlers Erklärungen. Sie laufen einem nach, der mit einem Folterwerkzeug umgebracht wurde, das es gar nicht mehr gibt. Sattler schlägt sich indes mit Giftspritzen rum. Es ist ein Jammer.


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 Kant1 4. Dezember 2020 
 

Echte Männer ... echte Väter!?

Warum hat die überwältigende Mehrheit der schwarzen Christen kein Problem damit, daß Jesus mit weißer Hautfarbe Mensch geworden ist? Weil es gar kein Problem ist! Deshalb hat die überwältigende Mehrheit der Frauen auch kein Problem damit, daß Gott als Mann Mensch geworden ist ... daß er Mann geworden ist. Warum? Weil es kein Problem ist, wie es kein Problem ist, daß er nicht Österreicher oder Deutscher, sondern Jude geworden ist, ein Mensch mit weißer Hautfarbe, ein Nachkomme Davids, ein Mensch mit der und der Blutgruppe etc. Daß er Mann geworden ist, ist ein Problem von einigen Feministinnen und inzwischen auch von einigen Bischöfen, die offensichtlich nicht nur an dieser Stelle nicht den Mut und die Kraft haben, der Verwirrung Einhalt zu gebieten, sondern sogar selber noch Verwirrung stiften. Die Kirche bräuchte dringend mehr Bischöfe, die echte Männer ... echte Väter sind.


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 scientia humana 4. Dezember 2020 
 

Vermutlich "muss" man (oder "frau") größer denken

Ja, es gibt eine mannigfache (interessantes Wortspiel) Schlechterstellung von Frauen in der Geschichte, offenbar eine Folge der Erbsünde.
Gott wurde Mensch und als Mensch Mann und nicht Frau.
Die Schlechterstellung von Frauen wurde in den christlichen Kulturen (im Westen) sehr gemäßigt.
Dennoch wurde Gott Mensch als Mann.
Nun geht es darum, diese Gegensätze (wie so oft in Philosophie und Theologie) "auszuhalten" und nicht wegzudiskutieren. Vielleicht sogar ein wenig zu verstehen?

Eine schwere Aufgabe für die theologische Wissenschaft. Andere Wissenschaften haben auch ihre Dauerbaustellen, die sie über Jahrhunderte nicht gelöst kriegen,
man denke nur an die Riemannsche Vermutung in der Mathematik. Ich gehe einmal weiter: Ein Kennzeichen guter Wissenschaft ist es, Aporien einzugestehen,
die man (ersteinmal) nicht gelöst bekommt. Schlechte Wissenschaft diskutiert Aporien weg.


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 Winrod 4. Dezember 2020 
 

Der Glaube an das Evangelium

zeigt sich erst dann, wenn man bereit ist, das nicht unmittelbar Einleuchtende anzunehmen. Reine Verstandes- und Machtmenschen tun sich natürlich schwer damit.


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 girsberg74 4. Dezember 2020 
 

Vielleicht versteht man diese Aussage(n) besser,

wenn man diesen Menschen kennt.


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 naiverkatholik 4. Dezember 2020 
 

Zurecht biegen, wie man will

Volle Zustimmung! Zumutungen und Peinlichkeiten für heutige Ohren findet man auf jeder Seite des Evangeliums. Dazu zählt auch, das Jesus in den engsten Kreis nur Männer wählte. Und seine häufige Rede vom ewigen Feuer, von der Gefahr des Verworfenwerdens usw.
Wenn man sagt, heute würde Er das anders machen, oder wen mann theologisch sagt, das Evangelium sei keine historische Größe, es sei nur bedeutsam als gegenwärtige Macht, dann hat man einen Vorteil: Man kann es sich zurecht biegen, wie man will.


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 SalvatoreMio 4. Dezember 2020 
 

Was nicht passt, wird passend gemacht!

"Gott sei Mensch geworden, aber nicht Mann". Es ist deutlich, dass damit die Gleichberechtigung der Frau erwirkt werden soll. Zu Frau Dorothea Sattler gesellt sich auch Frau Margit Eckholt aus Osnabrück und andere. Auf "Teufel, komm heraus!" soll eine neue Kirche geschaffen werden, und daran wird weitergearbeitet. Wer die "Osnabrücker Thesen" von 2017 studiert weiß, wohin die Reise gehen soll. Und mit "Frauen müssen nach vorne (siehe Kirchenbote) ging es im Oktober im Bistum Osnabrück weiter. Eine Podiumsdiskussion vom 5. November 2020 im Bistum Osnabrück um drastische Veränderungen der Kirche musste mehrfach verschoben werden wegen Covid-19 und soll jetzt im April 2021 stattfinden.


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