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Corona-Pandemie: Bayern erlaubt gemeinsamen Religions- und Ethikunterricht

15. November 2020 in Deutschland, 3 Lesermeinungen
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Um eine Vermischung von Klassen im Religions- beziehungsweise Ethikunterricht zu vermeiden, sollen die Schüler in ihrem Klassenverband bleiben. Verschiedene Varianten des gemeinsamen Unterrichts stehen den Schulen zur Auswahl.


München (kath.net/jg)

Im Freistaat Bayern ist im Zuge der Maßnahmen gegen die Ausbreitung von Covid-19 erstmals ein gemeinsamer Religions- beziehungsweise Ethikunterricht möglich. Die Schüler verschiedener Konfessionen werden derzeit in den Religions- beziehungsweise Ethikstunden meistens klassenübergreifend unterrichtet. Das bedeutet eine Vermischung der Klassen. Dies soll durch die neue Regelung verhindert werden, berichten die Süddeutsche Zeitung und der Münchner Merkur.

 

Das bayrische Kultusministerium räumt den Schulen vier verschiedene Möglichkeiten ein, aus denen diese frei wählen können, wenn sie den konfessionellen Religionsunterricht nicht weiter beibehalten wollen, denn auch das ist möglich. Eine Umsetzung des „temporär kooperativen Religionsunterrichts“ bedarf der Zustimmung der Eltern der betroffenen Schüler sowie der beteiligten Lehrkräfte.


 

Die am weitesten gehende Variante sieht vor, dass die Schüler, die sonst einen konfessionellen Religionsunterricht besuchen, gemeinsam mit den Schülern unterrichtet werden, die sonst den Ethikunterricht besuchen. Die Lehrkräfte der verschiedenen Religionen und des Ethikunterrichts wechseln sich etwa alle sechs Wochen ab. Sie sollen ihren Unterricht „weltanschaulich sensibel“ gestalten, wie es im Erlass des Kultusministeriums heißt.

 

In der einfachsten Variante wechseln sich Religions- und Ethiklehrer ab, unterrichten aber nur jeweils „ihre“ Schüler. Der katholische Religionslehrer die katholischen Schüler, der evangelische Lehrer die evangelischen Schüler. Die anderen Schüler werden offiziell nur betreut und führen während des Unterrichts selbständig Arbeiten nach ihrem Lehrplan aus. In den beiden Varianten die zwischen den genannten liegen, werden die Schüler der verschiedenen Konfessionen gemeinsam unterrichtet, getrennt vom Ethikunterricht.

 

Die Initiative für den gemeinsamen Religions- und Ethikunterricht ist von Eltern an das Kultusministerium herangetragen worden.

 


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