
„… dass meine Evangelische Kirche nicht mehr öffentlich gegen das größte Verbrechen protestiert“22. September 2020 in Prolife, 3 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Ex-"idea"-Chef Helmut Matthies kritisiert, dass kein evangelischer Landesbischof beim „Marsch für das Leben Berlin 2020“ teilgenommen hatte – Katholischerseits waren vier Bischöfe eigens gekommen. Von Petra Lorleberg
Berlin (kath.net/pl) „Ich schäme mich als Pfarrer schon seit langem, dass meine Evangelische #Kirche nicht mehr öffentlich gegen das größte Verbrechen in Deutschland seit der Wiedervereinigung protestiert: die Tötung von jährlich mehr als 100.000 Geschöpfen Gottes im Mutterleib.“ Das schreibt der frühere Leiter der Evangelischen Nachrichtenagentur „idea“ auf Twitter. Der Theologe und evangelische Pfarrer, Journalist und Buchautor äußerte sich anhand eines Beitrags des Kölner „Domradio“, in dem berichtet wurde, dass auf dem Berliner „Marsch für das Leben 2020“ kein einziger evangelischer Landesbischof teilgenommen hatte. Seitens der katholischen Kirche waren anwesend gewesen: Bischof Wolfgang Ipolt (Görlitz), Bischof Rudolf Voderholzer (Regensburg), Weihbischof Florian Wörner (Augsburg), der Berliner Erzbischof Heiner Koch hatte sogar beim ökumenischen Gottesdienst gepredigt. 
Auch in den vergangenen Jahren hatten sich die landeskirchlichen Bischöfe und Leitungspersönlichkeiten auf Deutschlands größter Lebensschutzveranstaltung keineswegs die Klinke in die Hand gegeben. Dagegen blüht die Beteiligung katholischer Bischöfe inzwischen auf, woran auch die mehrfachen Grußworte von Papst Franziskus an die Lebensschützer einen erheblichen Anteil haben dürften. Dieses Jahr sandte der Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Nikola Eteroviv, ein ausgesprochen kraftvolles Grußwort an die Lebensschützer, darin auch der Dank von Papst Franziskus (siehe Link).. Der Nuntius wies darauf hin, dass „erschütternde Beispiele der Abtreibungen und der Aktivitäten, die zum Tode führen“, zeigten, wie sehr das Leben von Menschen in Gefahr sei. Der Erzbischof betonte: „Als Christen können wir nur einer Kultur des Lebens dienen, niemals einer des Todes“.
Im letzten Jahr hatte das umstrittene DBK-Portal „katholisch.de“ einen Artikel über den „Marsch für das Leben“ veröffentlicht, den man nur noch als Hetze gegen die Lebensschutzveranstaltung verstehen konnte, kath.net hatte dies eigens kommentiert. Demgegenüber war in diesem Jahr der Bericht auf dem „offiziell nicht offiziellen“ Portal der katholischen Kirche in Deutschland erfreulich objektiv gestaltet.
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