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Maximilian Kolbe: die demütige und vertrauensvolle Zuflucht zur Muttergottes

14. August 2020 in Aktuelles, 5 Lesermeinungen
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Benedikt XVI. – Licht des Glaubens: Ave, Crux, spes unica. Edith Stein und Maximilian Kolbe. Wer betet, wird nie die Hoffnung verlieren. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) 14. August: Gedenktag des heiligen Maximilian Kolbe. In der ersten Generalaudienz nach seiner Rückkehr aus dem Sommerurlaub in Brixen gedachte Benedikt XVI. am 13. August 2008 in Castel Gandolfo zweier der großen Heiligen, die im August gefeiert werden: Edith Stein und Maximilian Kolbe, zwei Märtyrer, die im Konzentrationslager von Auschwitz von den nationalsozialistischen Schergen getötet wurden – wesentliche Zeugnisse:

 

„Unter den Zeugnissen unserer Zeit möchte ich jene beiden Heiligen erwähnen, deren Gedenktage wir in diesen Tagen feiern: Teresia Benedicta a Cruce, Edith Stein, deren Fest wir am 9. August begangen haben, und Maximilian Maria Kolbe, dessen wir morgen, am Vortag des Hochfestes der Aufnahme der allerseligsten Jungfrau Maria in den Himmel, gedenken werden. Beide haben ihr irdisches Leben im Konzentrationslager Auschwitz mit dem Martyrium beschlossen. Ihr Leben könnte als Niederlage erscheinen, doch gerade in ihrem Martyrium erstrahlt der Glanz jener Liebe, die alle Finsternis des Egoismus und des Hasses überwindet“.

 

 

Benedikt XVI., Katechese zur Generalaudienz vom 13. August 2008:

 

Liebe Brüder und Schwestern!

 

Nach meiner Rückkehr aus Brixen, wo ich einige erholsame Tage verbringen konnte, freue ich mich über diese Begegnung mit euch. Ich grüße euch, liebe Bewohner von Castel Gandolfo, und euch, liebe Pilger, die ihr mich heute hier besuchen kommt. Erneut möchte ich allen danken, die mich freundlich aufgenommen und den reibungslosen Ablauf meines Aufenthaltes in den Bergen gewährleistet haben. Es waren Tage der Ruhe und Entspannung, in denen ich nicht aufgehört habe, dem Herrn all jene anzuempfehlen, die sich meinen Gebeten anvertrauen. Und es sind wirklich sehr viele, die mir schreiben und mich bitten, für sie zu beten. Sie teilen mir ihre Freuden mit, aber auch ihre Sorgen, ihre Lebenspläne, ihre Probleme in der Familie und am Arbeitsplatz, die Erwartungen und Hoffnungen, die sie im Herzen tragen, sowie ihre Ängste im Hinblick auf die Ungewißheiten, denen die Menschheit in diesem Moment ausgesetzt ist. Ich kann euch zusichern, daß ich eines jeden einzelnen gedenke, vor allem in der täglichen Feier der heiligen Messe und im Gebet des Rosenkranzes. Ich weiß, daß der erste Dienst, den ich der Kirche und der Menschheit erweisen kann, im Gebet besteht. Im Gebet lege ich nämlich vertrauensvoll jenes Amt in die Hände des Herrn, das er selbst mir anvertraut hat, zusammen mit den Geschicken der gesamten kirchlichen und zivilen Gemeinschaft.


 

Wer betet, wird nie die Hoffnung verlieren, auch wenn er sich in schwierigen und, menschlich betrachtet, aussichtslosen Situationen befindet. Dies lehrt uns die Heilige Schrift und dies bezeugt uns die Geschichte der Kirche. Wie viele Beispiele ließen sich anführen für Situationen, in denen gerade das Gebet den Heiligen und dem christlichen Volk auf ihrem Weg Halt gegeben hat! Unter den Zeugnissen unserer Zeit möchte ich jene beiden Heiligen erwähnen, deren Gedenktage wir in diesen Tagen feiern: Teresia Benedicta a Cruce, Edith Stein, deren Fest wir am 9. August begangen haben, und Maximilian Maria Kolbe, dessen wir morgen, am Vortag des Hochfestes der Aufnahme der allerseligsten Jungfrau Maria in den Himmel, gedenken werden. Beide haben ihr irdisches Leben im Konzentrationslager Auschwitz mit dem Martyrium beschlossen. Ihr Leben könnte als Niederlage erscheinen, doch gerade in ihrem Martyrium erstrahlt der Glanz jener Liebe, die alle Finsternis des Egoismus und des Hasses überwindet. Dem hl. Maximilian Kolbe werden folgende Worte zugeschrieben, die er angesichts der damals wütenden nationalsozialistischen Verfolgung gesagt haben soll: »Der Haß ist niemals eine kreative Kraft, das kann allein die Liebe sein.« Und ein heroischer Beweis dieser Liebe war die hochherzige Hingabe seiner selbst an Stelle eines Mithäftlings. Diese Selbsthingabe fand ihren Höhepunkt in seinem Tod im Hungerbunker am 14. August 1941.

 

Am 6. August des nachfolgenden Jahres sagte Edith Stein drei Tage vor ihrem dramatischen Lebensende zu einigen Mitschwestern im holländischen Kloster Echt: »Ich bin auf alles gefaßt. Jesus ist auch hier mitten unter uns. Bisher konnte ich sehr gut beten und aus vollem Herzen ausrufen: ›Ave, Crux, spes unica‹«. Zeugen, die dem schrecklichen Massaker entkommen konnten, erzählten, daß Teresia Benedicta a Cruce, mit dem Gewand einer Karmelitin bekleidet, dem Tod selbstbewußt entgegenging. Sie unterschied sich dabei durch ihre friedvolle Haltung, ihre Gelassenheit und ihr ruhiges und aufmerksames Verhalten gegenüber den Bedürfnissen all ihrer Mitmenschen. Das Gebet war das eigentliche Geheimnis dieser heiligen Mitpatronin Europas, die »auch nachdem sie im Frieden des kontemplativen Lebens bei der Wahrheit angekommen war, das Geheimnis des Kreuzes bis zum Letzten leben [mußte]« (Apostolisches Schreiben Spes aedificandi; in O.R. dt., Nr. 42, 15.10.1999, S. 8,8).

 

»Ave Maria!«: diese letzte Anrufung hatte der hl. Maximilian Kolbe auf den Lippen, als er demjenigen, der ihn mit einer Phenol-Injektion töten sollte, den Arm entgegenstreckte. Es ist bewegend festzustellen, wie die demütige und vertrauensvolle Zuflucht zur Muttergottes stets eine Quelle des Mutes und der inneren Ruhe ist. Während wir uns auf die Feier des Hochfestes Mariä Himmelfahrt vorbereiten, das in der christlichen Tradition eines der beliebtesten Marienfeste ist, erneuern wir unsere Weihe an jene Frau, die vom Himmel aus mit mütterlicher Liebe unablässig über uns wacht. Dies bringen wir in dem uns so vertrauten Gebet des »Gegrüßet seist du, Maria« zum Ausdruck, in dem wir sie anflehen, für uns zu bitten »jetzt und in der Stunde unseres Todes«.

 


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Lesermeinungen

 Diadochus 15. August 2020 
 

Militia Immaculatae

Die Militia Immaculatae ist eine Vereinigung von Gläubigen, die unter der Führung der unbefleckt empfangenen Gottesmutter Maria an der Bekehrung der Sünder mitwirken möchten. Der hl. Maximilian Kolbe gründete sie am 16. Oktober 1917 in Rom, von der Sehnsucht nach dem Heil der Seelen durchdrungen. Am 2. Januar 1922 wurde die Gemeinschaft offiziell vom Hl. Stuhl anerkannt. Unter dem Eindruck der Demonstrationen von Freimaurern in Rom, die ankündigten, dass Satan im Vatikan regieren, der Papst sein Sklave und der Erzengel Michael von Satan niedergerungen werde, wollte der Heilige, in Anlehnung an Genesis 3,15, wo Maria als Siegerin über den Satan verheißen wird, alle Menschen durch die Unbefleckte Empfängnis dem Erlöser Jesus Christus zuführen und der Hand des Satans entreißen. Die Mitglieder der Militia weihen sich der Immaculata und werden so zu ihrem Werkzeug, um ihren Sieg und das Reich des Heiligsten Herzens Jesu in der Welt zu verwirklichen.

militia-immaculatae.com/ueber-uns/


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 gebsy 14. August 2020 

Wahrheit in Gott finden

"Gott ist die Wahrheit. Wer die Wahrheit sucht, der sucht Gott, ob es ihm klar ist oder nicht",
meinte Edith Stein, die heilige Teresia Benedicta vom Kreuz

www.gebsy.at/433672887


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 gebsy 14. August 2020 

Zeugen der Liebe Gottes

Das Zeugnis des Heiligen Maximilian Maria Kolbe ist immer AKTUELL (link) ...
Als Priester hat er im Hungerbunker neun Mitgefangenen durch die Heilige Beichte den Himmel geöffnet.

www.gebsy.at/433995391


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 Appolinaire 14. August 2020 
 

Himmelfahrt = Ostern

Maria Himmelfahrt ist wahrlich ein väterliches Fest. Es zeigt uns das Ziel u unsere Verheißung: das Leben bei Gott, in seinen ewigen Wohnungen. Die Feier der Eucharistie hilft uns auf diesem Weg dorthin weiterzukommen und Maria, unser Vorbild u Schwester im Glauben, eine von uns, die dieses Ziel erreicht hat, ist uns eine mächtige Fürsprecherin. Frohes Fest!


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 Lilia 14. August 2020 
 

Das Hochfest Maria Himmelfahrt am 15. August wird von zwei

besonders marianischen Heiligen eingerahmt: Am 14. August feiern wir den hl. P. Maximilian Kolbe, der nichts ohne die Immaculata getan hat und sogar einer Marienerscheinung gewürdigt wurde und am 16. August den hl. König Stephan von Ungarn, der als erster Regent überhaupt, sein Volk und Land der Muttergottes geweiht hat. Diese Marienliebe ist heute noch tief in Ungarn verwurzelt.
Beide waren sie ausgesprochen glühende Marienverehrer.


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