Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Erzbischof Gänswein soll Nuntius in Litauen werden!
  2. Kirchen müssen die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie aufarbeiten!
  3. Deutscher Geschlechter-Gesetz-Irrsinn - Alle 12 Monate ein 'anderes Geschlecht'
  4. Papst Franziskus will Gänswein offenbar zum Nuntius ernennen
  5. BRAVO! - 6000 Teilnehmer beim Marsch für das Leben in München
  6. Waffen können Frieden schaffen und viele Menschenleben retten!
  7. Werden Sie Schutzengerl für kath.net für mindestens 2024 und 2025!
  8. Der Münchner Pro-Life-Marsch UND was die deutschen Medien verschweigen
  9. 'Allahu akbar' - Angriff auf orthodoxen Bischof in Australien - Polizei: Es war ein Terrorakt!
  10. Riccardo Wagner wurde katholisch: „Ich wollte nie Christ sein. Ich war Atheist“
  11. „Schwärzester Tag für die Frauen in der deutschen Nachkriegsgeschichte“
  12. Deutsche Bischofskonferenz nimmt Bericht zur reproduktiven Selbstbestimmung „mit großer Sorge“ wahr
  13. Brüsseler Barbarei ist Angriff auf die Menschenrechte und eine Schande für Europa!
  14. Der "leise Mord" an den kleinen Kindern soll in Deutschland zu 100 % vertuscht werden!
  15. Polnische Bischofkonferenz ist der Schirmherr des Polnischen „Marsch für das Leben und die Familie“

Pakistan: Christ getötet, weil er in einem muslimischen Stadtviertel wohnte

5. August 2020 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ein tödlicher Angriff auf den Christ Nadeem Joseph aus Peschawar im Nordwesten Pakistans hat zu zahlreichen Protesten der christlichen Minderheit geführt.


München-Wien (kath.net/KIN)

Ein tödlicher Angriff auf den Christ Nadeem Joseph aus Peschawar im Nordwesten Pakistans hat zu zahlreichen Protesten der christlichen Minderheit geführt. Einzelne Beiträge in sozialen Medien bezeichnen den Getöteten gar als „pakistanischen George Floed (Floyd)“ und fordern weltweite Aufmerksamkeit.

 

Qamar Rafiq, ein Bekannter der Familie, berichtete dem weltweiten Hilfswerk „Kirche in Not“: „Nadeem hatte im Mai ein Haus in Peschawar gekauft. Wiederholt wurden er und seine Familie von einem muslimischen Nachbarn bedroht. Er wollte sie zwingen, das Stadtviertel zu verlassen, da dieser Ort nichts für ,schmutzige Christen‘ sei.“

 

Nach Drohungen das Feuer eröffnet

Am 4. Juni sei die Situation eskaliert, so Rafiq: „Der Nachbar und seine Kinder forderten Nadeems Familie erneut auf, das Viertel zu verlassen, sonst hätten sie mit ernsten Konsequenzen zu rechnen.“ Um sich und seine Familie zu schützen, habe Nadeem die Polizei verständigt. Doch bevor diese eingetroffen sei, habe der Nachbar auf den Familienvater und seine Angehörigen geschossen, die ihm zu Hilfe eilten. „Nachbarn, die die Schüsse hörten, schlossen ihre Türen. Niemand kam, um den Verletzten zu helfen“, erzählt der Freund der Familie. Nadeem sei schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert worden, wo er nach mehreren Operationen am 29. Juni verstarb. Die anderen Familienmitglieder überlebten.


 

„Der Angriff auf Nadeems Familie zeigt, wie verletzlich die Christen in Pakistan sind und wie leicht sie Opfer von Gewalt werden können“, erklärte Rafiq. Die Familie habe bereits einen Anschlag auf eine Kirche im Jahr 2013 überlebt, weitere Angehörige seien dabei jedoch umgekommen.

 

Attacken und Diskriminierung während der Corona-Pandemie nehmen zu

„Der Fall von Nadeem Joseph stellt eine klare Verletzung der Menschenrechte und der Gesetze dar“, erklärte der Vorsitzende der pakistanischen Bischofskonferenz und Bischof von Islamabad-Rawalpindi, Joseph Arshad. Er forderte Ordnungskräfte und Regierung auf, den Beschuldigten vor Gericht zu bringen und Nadeems Familie zu schützen, da diese noch immer in Lebensgefahr sei.

 

Obwohl Christen nur rund zwei Prozent der pakistanischen Bevölkerung stellen, stehen sei seit Jahren im Visier radikaler Islamisten. Während der Corona-Pandemie komme es vermehrt zu Attacken auf Christen und andere religiöse Minderheiten, berichten Projektpartner von „Kirche in Not“. Auch gab es Berichte, wonach religiöse Minderheiten durch muslimische Hilfsorganisationen während des Lockdowns bei der Verteilung von Hilfsgütern benachteiligt worden seien. „Kirche in Not“ hatte deshalb in drei pakistanischen Diözesen die Verteilung von Lebensmitteln unterstützt.

 

Im Gespräch mit dem Hilfswerk unterstrich auch der ehemalige Provinzpolitiker und Sprecher der christlichen Gemeinschaft in der westpakistanischen Provinz Punjab, Joel Amir Sahotra, die zunehmende religiöse Diskriminierung: „Die Menschen sind nicht bereit, ihre Wohnungen an Nichtmuslime zu vermieten. Oft sagen sie sogar, dass Nichtmuslime sie nicht betreten dürfen“, erklärte Sahotra. „Was ist das für eine Denkweise? Ich weiß nicht, ob die Menschen im Westen diese schwierige Situation verstehen, in der wir uns hier in Pakistan wegen unserer Religion befinden.“

Foto: Christliche Bewohner eines Slums in Karatschi/Pakistan. © Kirche in Not


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 laudeturJC 5. August 2020 

Pakistan

ist einer der schlimmsten moslemischen Staaten hinsichtlich des Hasses auf das Christentum. Boykott aller Produkte aus Pakistan sollte für jeden Christen selbstverständlich sein, insbesondere Reis! Aber sonst können wir hier nicht viel tun...übrigens wird man von den hauptberuflichen „Menschenrechtlern“ der EU, UNO, AI etc. dazu nicht viel hören...


2
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Pakistan

  1. Pakistan: Mehr Blasphemievorwürfe gegen Christen
  2. Pakistan: „Ich saß sieben Jahre unschuldig in der Todeszelle“
  3. Pakistan: Christen nach Taliban-Sieg stärker bedroht
  4. Pakistan: Angst vor Taliban wächst
  5. Pakistan: Imam ergreift Partei für Christen unter Blasphemie-Verdacht
  6. "Christen in Not" prangert Übergriffe auf Christen in Pakistan an
  7. Pakistan: Erneut minderjährige Christin verschleppt
  8. Durchbruch für verschleppte 14-jährige Christin?
  9. Pakistan: Corona-Nothilfen von „Kirche in Not“ zeigen Wirkung
  10. Pakistan: Islamischer Beistand für entführte Christin







Top-15

meist-gelesen

  1. Werden Sie Schutzengerl für kath.net für mindestens 2024 und 2025!
  2. Erzbischof Gänswein soll Nuntius in Litauen werden!
  3. Riccardo Wagner wurde katholisch: „Ich wollte nie Christ sein. Ich war Atheist“
  4. Papst Franziskus will Gänswein offenbar zum Nuntius ernennen
  5. 'Allahu akbar' - Angriff auf orthodoxen Bischof in Australien - Polizei: Es war ein Terrorakt!
  6. BRAVO! - 6000 Teilnehmer beim Marsch für das Leben in München
  7. Brüsseler Barbarei ist Angriff auf die Menschenrechte und eine Schande für Europa!
  8. 'Politische Einseitigkeit ist dem Gebetshaus fremd'
  9. Deutscher Geschlechter-Gesetz-Irrsinn - Alle 12 Monate ein 'anderes Geschlecht'
  10. Heiligenkreuz: Gänswein und Koch für Wiederentdeckung des Priestertums
  11. Der Münchner Pro-Life-Marsch UND was die deutschen Medien verschweigen
  12. Der "leise Mord" an den kleinen Kindern soll in Deutschland zu 100 % vertuscht werden!
  13. Aufbahrung und Beisetzung eines Heiligen Vaters
  14. Schottische Katholiken sind schockiert: Ernannter Bischof stirbt plötzlich vor seiner Bischofsweihe
  15. „Schwärzester Tag für die Frauen in der deutschen Nachkriegsgeschichte“

© 2024 kath.net | Impressum | Datenschutz