Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst in Sorge wegen Corona-Impfskepsis in der Bevölkerung
  2. Wählt die Freiheit! Zeigt den Impf-Spaltern die Rote Karte!
  3. 'Abtreibung ist Krieg gegen unschuldige, ungeborene Kinder'
  4. Nicht geimpft - Schwangere Opernsängerin verliert Job
  5. Über die Misere konfessioneller Buchhandlungen
  6. Genderkompatible Monstranz
  7. Die österreichischen Bischöfe möchten wieder FFP2-Masken bei Messen - Auch für Geimpfte!
  8. Papst Franziskus: "Abtreibung ist ein Mord, wer eine Abtreibung durchführt, tötet!"
  9. Papst Franziskus lehnt Rücktrittsangebot des Hamburger Erzbischofs Heße ab
  10. Ein 'Katholik aus dem Rheinland'
  11. „Wird bei der Taufe das Stirnchakra verschlossen?“
  12. Franziskus wünscht sich lebendige und kreative Kirche in Europa
  13. Frankfurter Bibelhaus Erlebnis Museum bringt ‚Jesus als queere Person’ auf die Bühne
  14. Offener Brief an Papst Franziskus führt zu Suspendierung von Opus-Dei-Priester
  15. „Wir müssen mal schnell ein Bambi retten!“

Pakistan: Christ getötet, weil er in einem muslimischen Stadtviertel wohnte

5. August 2020 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ein tödlicher Angriff auf den Christ Nadeem Joseph aus Peschawar im Nordwesten Pakistans hat zu zahlreichen Protesten der christlichen Minderheit geführt.


München-Wien (kath.net/KIN)

Ein tödlicher Angriff auf den Christ Nadeem Joseph aus Peschawar im Nordwesten Pakistans hat zu zahlreichen Protesten der christlichen Minderheit geführt. Einzelne Beiträge in sozialen Medien bezeichnen den Getöteten gar als „pakistanischen George Floed (Floyd)“ und fordern weltweite Aufmerksamkeit.

 

Qamar Rafiq, ein Bekannter der Familie, berichtete dem weltweiten Hilfswerk „Kirche in Not“: „Nadeem hatte im Mai ein Haus in Peschawar gekauft. Wiederholt wurden er und seine Familie von einem muslimischen Nachbarn bedroht. Er wollte sie zwingen, das Stadtviertel zu verlassen, da dieser Ort nichts für ,schmutzige Christen‘ sei.“

 

Nach Drohungen das Feuer eröffnet

Am 4. Juni sei die Situation eskaliert, so Rafiq: „Der Nachbar und seine Kinder forderten Nadeems Familie erneut auf, das Viertel zu verlassen, sonst hätten sie mit ernsten Konsequenzen zu rechnen.“ Um sich und seine Familie zu schützen, habe Nadeem die Polizei verständigt. Doch bevor diese eingetroffen sei, habe der Nachbar auf den Familienvater und seine Angehörigen geschossen, die ihm zu Hilfe eilten. „Nachbarn, die die Schüsse hörten, schlossen ihre Türen. Niemand kam, um den Verletzten zu helfen“, erzählt der Freund der Familie. Nadeem sei schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert worden, wo er nach mehreren Operationen am 29. Juni verstarb. Die anderen Familienmitglieder überlebten.


 

„Der Angriff auf Nadeems Familie zeigt, wie verletzlich die Christen in Pakistan sind und wie leicht sie Opfer von Gewalt werden können“, erklärte Rafiq. Die Familie habe bereits einen Anschlag auf eine Kirche im Jahr 2013 überlebt, weitere Angehörige seien dabei jedoch umgekommen.

 

Attacken und Diskriminierung während der Corona-Pandemie nehmen zu

„Der Fall von Nadeem Joseph stellt eine klare Verletzung der Menschenrechte und der Gesetze dar“, erklärte der Vorsitzende der pakistanischen Bischofskonferenz und Bischof von Islamabad-Rawalpindi, Joseph Arshad. Er forderte Ordnungskräfte und Regierung auf, den Beschuldigten vor Gericht zu bringen und Nadeems Familie zu schützen, da diese noch immer in Lebensgefahr sei.

 

Obwohl Christen nur rund zwei Prozent der pakistanischen Bevölkerung stellen, stehen sei seit Jahren im Visier radikaler Islamisten. Während der Corona-Pandemie komme es vermehrt zu Attacken auf Christen und andere religiöse Minderheiten, berichten Projektpartner von „Kirche in Not“. Auch gab es Berichte, wonach religiöse Minderheiten durch muslimische Hilfsorganisationen während des Lockdowns bei der Verteilung von Hilfsgütern benachteiligt worden seien. „Kirche in Not“ hatte deshalb in drei pakistanischen Diözesen die Verteilung von Lebensmitteln unterstützt.

 

Im Gespräch mit dem Hilfswerk unterstrich auch der ehemalige Provinzpolitiker und Sprecher der christlichen Gemeinschaft in der westpakistanischen Provinz Punjab, Joel Amir Sahotra, die zunehmende religiöse Diskriminierung: „Die Menschen sind nicht bereit, ihre Wohnungen an Nichtmuslime zu vermieten. Oft sagen sie sogar, dass Nichtmuslime sie nicht betreten dürfen“, erklärte Sahotra. „Was ist das für eine Denkweise? Ich weiß nicht, ob die Menschen im Westen diese schwierige Situation verstehen, in der wir uns hier in Pakistan wegen unserer Religion befinden.“

Foto: Christliche Bewohner eines Slums in Karatschi/Pakistan. © Kirche in Not


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 laudeturJC 5. August 2020 

Pakistan

ist einer der schlimmsten moslemischen Staaten hinsichtlich des Hasses auf das Christentum. Boykott aller Produkte aus Pakistan sollte für jeden Christen selbstverständlich sein, insbesondere Reis! Aber sonst können wir hier nicht viel tun...übrigens wird man von den hauptberuflichen „Menschenrechtlern“ der EU, UNO, AI etc. dazu nicht viel hören...


2

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Pakistan

  1. Pakistan: Angst vor Taliban wächst
  2. Pakistan: Imam ergreift Partei für Christen unter Blasphemie-Verdacht
  3. "Christen in Not" prangert Übergriffe auf Christen in Pakistan an
  4. Pakistan: Erneut minderjährige Christin verschleppt
  5. Durchbruch für verschleppte 14-jährige Christin?
  6. Pakistan: Corona-Nothilfen von „Kirche in Not“ zeigen Wirkung
  7. Pakistan: Islamischer Beistand für entführte Christin
  8. Pakistan: „Kirche in Not“ hilft christlichen Familien in der Corona-Krise
  9. Pakistan: Christen wird Corona-Hilfe verweigert
  10. Kurienkardinal würdigt vor neun Jahren ermordeten Minister Bhatti







Top-15

meist-gelesen

  1. Nicht geimpft - Schwangere Opernsängerin verliert Job
  2. Wählt die Freiheit! Zeigt den Impf-Spaltern die Rote Karte!
  3. Papst in Sorge wegen Corona-Impfskepsis in der Bevölkerung
  4. KOMMEN SIE MIT! Romreise zu Ostern 2022 mit Bischof Marian Eleganti
  5. Götzen und Göttern oder Gott dienen?
  6. „Wir müssen mal schnell ein Bambi retten!“
  7. Papst Franziskus lehnt Rücktrittsangebot des Hamburger Erzbischofs Heße ab
  8. Offener Brief an Papst Franziskus führt zu Suspendierung von Opus-Dei-Priester
  9. Papst Franziskus: "Abtreibung ist ein Mord, wer eine Abtreibung durchführt, tötet!"
  10. Genderkompatible Monstranz
  11. Sieben von 68 katholischen Bischöfen/Weihbischöfen senden Grußwort zum Marsch für das Leben/Berlin
  12. Mel Gibson: ‚Ich bin ein Sünder, aber ich kenne den Unterschied zwischen Hirten und Mietling’
  13. Über die Misere konfessioneller Buchhandlungen
  14. „Willkommen bei Maria vom Sieg!“
  15. 4.500 Teilnehmer beim 17. Marsch für das Leben in Berlin

© 2021 kath.net | Impressum | Datenschutz