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Vatikan unterstützt Bischof, der sein Priesterseminar wegen Widerstands gegen Handkommunion schließt

31. Juli 2020 in Weltkirche, 31 Lesermeinungen
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Argentinische Diözese wirft dem Priesterseminar „undisziplinierte Reaktion“ auf die neue Vorschrift des Bischofs vor - Es war das größte Seminar des Landes mit 40 Kandidaten - Blogger stufen es als traditionsverbunden ein


San Rafael (kath.net/LifeSiteNews)
Mit Unterstützung des Vatikans hat der argentinische Bischof Eduardo Maria Taussig sein diözesanes Priesterseminar geschlossen, weil Priester des Seminars seiner neuen Vorschrift, ausschließlich Handkommunion zu spenden, nicht nachkamen. 

 

Der Bischof von San Rafael kündigte in einer Presseaussendung die sofortige Einsetzung eines neuen Rektors und die Schließung des Seminars mit Ende des akademischen Jahres an. Das akademische Jahr in Argentinien dauert von März bis Dezember. Der abgesetzte Rektor des Seminars, Fr. Alejandro Miguel Ciarrocchi, hatte das Recht seiner Seminaristen verteidigt, das Sakrament gemäß den traditionellen Normen zu empfangen.

 

In dem vatikanischen Dokument „Memoriale Domini“ 1969 wurde den Bischofskonferenzen gestattet, unter bestimmten Bedingungen die Handkommunion zu erlauben, allgemeines Gesetz der Kirche blieb aber die Mundkommunion. 
Der Bischof von San Rafael hat die Handkommunion verpflichtend vorgeschrieben, nachdem der Staat nach dem Corona-Lockdown die Wiederöffnung der Kirchen gestattet hatte. Die Praxis der knieenden Mundkommunion ist in dieser Diözese aber nach wie vor weit verbreitet. 


 

Der Theologe Prof. Peter Kwasniewski weist daraufhin, dass gerade in dieser Zeit viele Bischöfe ihre Autorität missbrauchen, wenn sie die Mundkommunion verbieten. Die katholische Kirche stellt in Redemptionis Sacramentum fest, dass ein Katholik immer das Recht hat, die heilige Kommunion als Mundkommunion zu empfangen. Auch das Kirchenrecht sei hier sehr deutlich.
Zudem haben zahlreiche Ärzte auf den höheren Hygienestandard bei der Mundkommunion hingewiesen.

 

Der Sprecher der Diözese San Rafael, Pater José Antonio Álvarez, machte in einer kürzlich auf Facebook veröffentlichten Videobotschaft die „undisziplinierte Reaktion“ die Geistlichen der Diözese für die Seminarschließung verantwortlich und sagte, dass die Weisung dazu von der Vatikanischen Kleruskongregation gekommen sei. 

 

„In Übereinstimmung mit den Anweisungen des Heiligen Stuhls wurde beschlossen, das Seminar zu schließen“, sagte Álvarez. „Die Maßnahme der Kongregation für den Klerus, die nur das Dikasterium des Heiligen Vaters ist, das für diese Fälle zuständig ist, berücksichtigt, dass aufgrund der undisziplinierten Reaktion eines Großteils des Diözesanklerus diese Diözese in diesem Moment nicht in der Lage ist, eine Gruppe von Lehrenden zu bilden, die der Disziplin der Kirche entsprechen würden“, erklärte Álvarez. 

 

„Da dies eine Sache ist, die nicht sofort gelöst werden kann ... und um die Ausbildung der Seminaristen zu gewährleisten, damit sie ihre Ausbildung fortsetzen können, werden sie in andere Seminare geschickt. Das wird in den verbleibenden Monaten des akademischen Jahres Gegenstand eines laufenden Dialogs sein.“ 

 

Eine Quelle, die LifeSiteNews bekannt ist, berichtet, dass es in dem Seminar 40 „gute und gut ausgebildete“ Seminaristen gab, die jetzt nicht sicher sind, was sie tun werden. Er bezeichnete die Schließung des Seminars in San Rafael als „echte Katastrophe“, da er denke, dass es „das letzte wirklich katholische Seminar im katholischen Argentinien“ gewesen sei. 

 

Ein Blogger auf der spanischsprachigen Website „Wanderer“ ging auf die Frage ein, ob die Entscheidung von der Vatikanischen Kongregation oder vom Bischof selbst stamme. „Es ist sehr selten, dass der Heilige Stuhl von sich aus eine so ernsthafte Maßnahme ergreift - wir sprechen über das größte Seminar in Argentinien - und es in so kurzer Zeit und ohne Besuch oder weitere Untersuchung schließt. Dies ist nicht die Vorgehensweise der Kurie“, schrieb der Blogger, der das Seminar als konservativ und den Bischof als autoritär beschreibt, der in seinem Willen von Rom nur unterstützt worden sei. „Was die Laien taten, war, den Bischof respektvoll zu bitten, ihnen zu erlauben, die Mundkommunion zu empfangen und sich dann zu versammeln, um an den Türen des Seminars und der Kathedrale zu beten", schrieb er. 

 

Taussig ist seit 2004 Bischof von San Rafael; einer seiner Konsekratoren war Erzbischof Jorge Mario Bergoglio. Laut Website des Bistums ist er ein Nachfahre von Einwanderern aus Böhmen.  

 


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Lesermeinungen

 guemos 3. August 2020 
 

Lex orandi, lex credendi

@lesa
Frei übersetzt könnte man sagen: "Zeige mir, wie du betest und ich sage dir, was du glaubst"
Dieses uralte katholische Axiom scheint völlig in Vergessenheit geraten zu sein. Vergleiche nur einmal das 2. Hochgebet, das heute in 90% der Hl. Messen im neuen Ritus gebetet wird mit dem 1. Hochgebet, das einzig mögliche in der "Forma Extraordinata". Des weiteren die Verwendung von Alltags- statt einer Sakralsprache und möglichst profan gestalteter Hl. Gefäße und natürlich der Umgang mit dem Heiligsten, was wir Katholiken zu bieten haben: Den Leib und das Blut Christi und die Realpräsenz. Allein das Problem "Partikelverlust" wird sogar von Klerikern nicht mehr erkannt. Wer "Memoriale Domini"(siehe Link) aufmerksam liest, muss zugeben,dass wir uns seit mindestens vierzig Jahren auf dem Holzweg befinden!

www.kathpedia.com/index.php/Memoriale_domini_(Wortlaut)


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 lakota 1. August 2020 
 

@Stefan Fleischer

Das erinnert mich an eine Predigt, die unser Pfarrer einmal an Weihnachten hielt:
"Die Menschen reden so oft vom "Frieden auf Erden", vergessen aber, daß zuerst das "Ehre sei Gott in der Höhe" kommt.


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 SalvatoreMio 1. August 2020 
 

Danke, Herr Fleischer, für ihr beharrliches Erinnern an das 1. Gebot!

Es ist ganz klar: das 1. Gebot fällt weitgehend unter den Tisch, auch in den Predigten. Im Gespräch, in Gruppen, erfährt man auch, was in vielen Köpfen arbeitet, nämlich: Bemüht man sich um das 2. Gebot, hat man auch der Gottesliebe Genüge getan. - Dann erinnere ich daran, dass GOTT nicht ein Gedanke, sondern PERSON ist, die angesprochen werden will und soll! Meist erfolgt(nachdenkliches?) Schweigen. - Anhand alltäglicher Vergleiche versuche ich aufzuhellen, worum es geht: dass es in einer Ehe auch nicht reicht, wenn ein Partner gut für die Kinder sorgt in der Meinung, dann müsse man sich dem Ehepartner nicht weiter widmen. Selbstverständlich erkaltet so das Miteinander nach und nach, bis die Entfremdung perfekt ist.


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 Stefan Fleischer 1. August 2020 

@ lesa

Und was mir heute in einem anderen Zusammenhang brutal bewusst geworden ist: In der modernen Verkündigung und deshalb im neuen Gottesbild fehlt das erst und wichtigste Gebot: "Er (der Herr) antwortete ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken. Das ist das wichtigste und erste Gebot.“ (Mt 22,37-38) Viele Entwicklungen in Welt und Kirche heute sind darauf zurück zu führen, dass dieses Gebot laufend „vergessen“ wird. Das betrifft nicht zuletzt auch den Schwund der Ehrfurcht vor Gott und den Verlust des Gespürs für das Heilige.


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 lesa 1. August 2020 

[email protected] Fleischer: Dass die Lehre und die Verkündigung in Ordnung gebracht werden muss, beginnt bei der Sprache. Verdrehtes Reden führt zu verdrehtem Glauben und und zu verdrehter Praxis.


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 Diadochus 1. August 2020 
 

@Stefan Fleischer, @phillip

Wir leben bereits in einer umgewandelten protestantisierten katholischen Kirche. Das ist der Punkt. Die Umwandlung, bzw. Zerstörung setzt sich fort, wie wir an dem Beispiel der argentinischen Diözese sehen. Das ist noch lange nicht das Ende. @Stefan Fleischer, Sie nennen die umgewandelte Kirche gerne als "moralistisch-therapeutischen Deismus". @phillip, da wundert es nicht, dass Papst Franziskus in dieser umgewandelten Kirche plötzlich die Pachamama verehrt und den Umweltschutz in den Fokus stellt. Das Bild hängt schief, bis es auf den Boden fällt.


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 phillip 1. August 2020 
 

Die mangelnde Ehrfurcht vor dem Allerheiligsten führt Stefan Fleischer ...

... auf ein falsches Gottesbild und ein Versagen der Verkündigung zurück, und hat damit aber so was von Recht, diadochus, denn das entspricht haargenau auch meinen Erfahrungen. Nicht wenige Priester, Bischöfe und Kardinäle, ja selbst der aktuelle Papst verkünden heutzutage, dass die (Pachamama) Mutter Erde weint und schreit! Unsere Mutter Erde schreit auf“, schreibt Papst Franziskus in seiner Enzyklika Laudato si. Der Hitze- und Dürresommer 2018 führe dies deutlich vor Augen, so Bischof Benno Elbs. In seinem Vortrag stellte er mehrere Kernbotschaften der Enzyklika vor, mit der Papst Franziskus den Natur- und Umweltschutz in den Fokus rückt. Ökologie und der Einsatz für soziale Gerechtigkeit gehören zusammen. Umweltschutz gehöre zum Wesentlichen des christlichen Lebens. Geistige Unterstützung holt er sich ua beim Philosophen Heidegger, einem Mitglied der NSDAP und auf den Globalisierungsfan Radermacher.


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 Stefan Fleischer 1. August 2020 

@ SalvatoreMio

Ihre ganze Liste ist zusammengefasst das, was der moralistsich-theraputische Deiusmus predigt:
"1. Wir glauben, dass irgend ein bekannter oder unbekannter Gott diese Welt geschaffen hat.
2. Gott will, dass alle Menschen friedlich miteinander umgehen. Das ist das, was alle Religionen dieser Welt gemeinsam lehren.
3. Das Ziel des Lebens ist, dass sich jeder glücklich fühlt. Dazu hat jeder seinen eigenen Weg. Unsere Kirche will ihm und ihr dabei helfen, diesen individuellen Weg zu finden.
4. Gott ist es nicht so wichtig, ob wir uns um ihn kümmern oder nicht. Wenn wir es wollen, hilft er uns, aber sonst dürfen wir tun und lassen, was sich gut anfühlt.
5. Alle Menschen, die im Leben Gutes tun, werden nach ihrem Tod in den Himmel kommen. Die anderen werden gar nichts mehr mitbekommen. "


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 SalvatoreMio 1. August 2020 
 

Mangelnder Priesternachwuchs - warum?

@Diadochus;@Stefan Fleischer: an nur einem wunden Punkt liegt es ganz gewiss nicht, sondern an vielen zusammen, wie: mangelnde Ehrfurcht vor Gott, an der letztlich alles hängt. (Solange er in unserem Kopf nur ein netter Kumpel ist, den man in der Not braucht und in der er dann auch noch schweigt, hat man ein völlig falsches Bild); wenig Ausstrahlung von Priestern; weltlicher Geist, der alles erleben will, aber keine Zeit hat für Gott; Missachtung der Sonntagsheiligung (Fußball usw. ist wichtiger); mangelnde Vorbilder für Kinder und Jugendliche; mangelndes Glaubenswissen; zu wenig Gebet um Priester- und Ordensnachwuchs; sexuelle Überreizung usw., Eucharistiefeiern, die das Heilige, das Schöne und Erhabene nicht mehr ausstrahlen usw. usw. (ein paar Punkte, die mir einfach so aus dem Herzen kommen).


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 Stefan Fleischer 1. August 2020 

@ Diadochus - Meine Erfahrung ist eine andere:

Warum sieht sozusagen niemand, auch in unserer Kirche, oder will es niemand sehen, dass Satan mit Lug und Trug und allen anderen ihm verfügbaren Mitteln alle Hebel in Bewegung setzt um die Kirche unseres Herrn und Erlösers Jesus Christus umzuformen in eine Kirche des moralistisch-therapeutischen Deismus, in eine „Kirche“ in welcher Gott nicht mehr wirklich ernst zu nehmen ist, in eine Kirche in welcher der Mensch, wo und wann er das will, sein kann wie Gott, selber wissen, selber entscheiden kann was (für ihn) richtig und was falsch, was gut und was böse ist, in eine Kirche, wo es immer und überall zuerst um das irdische Heil des einzelnen Menschen (d.h. zuerst einmal um mein eigenes) geht, in eine Kirche, wo das ewige Reich Gottes – sofern es so etwas gibt – ein Anspruch des Menschen an die grenzenlose und bedingungslose Liebe Gottes ist?


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 Diadochus 1. August 2020 
 

@Stefan Fleischer

Die mangelnde Ehrfurcht vor dem Allerheiligsten führen Sie auf ein falsches Gottesbild und ein Versagen der Verkündigung zurück. Daran möchte ich das nicht festmachen. An der Verkündigung würde es nicht liegen. Vielmehr sollten wir uns fragen, weshalb die Verkündigung fruchtlos bleibt, weshalb Gott Seine Gnade verweigert. Was gefällt Ihm nicht? Da bin ich wieder bei der neuen Messe und der Handkommunion. Das Priesterseminar von Bischof Eduardo Maria Taussig ist jetzt leer, kein Wunder bei dem Widerstand gegen die Mundkommunion. Es wird leer bleiben. So etwas möchte Gott nicht.


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 Diadochus 31. Juli 2020 
 

40 zu 1

40 Priesterseminaristen müssen gehen wegen einem Wolf im Schafspelz, der seine Macht missbraucht. Das ist unfassbar.


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 Passero 31. Juli 2020 
 

Skandalöse Zustände!

Gewisse hohe Herren in der Kirche (falls sie überhaupt noch dazu gehören)tun alles, um guten Priesternachwuchs zu verhindern und vertreiben treu katholische Gläubige! Skandalös!!!


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 SalvatoreMio 31. Juli 2020 
 

Pastoralreferentinnen & Co. - Bekenntnis aus der Praxis

Wir mussten in 2 Diasporagemeinden eine schwere Zeit durchmachen, und es gab noch keine Ausbildung für Wortgottesfeiern. Die Gemeinden weit auseinander. Der stellvertretende Priester erschien nicht zur hl. Messe - telefonisch nicht zu erreichen - nichts zu machen. Die Gemeinde saß da geduldig, aber wie lange noch? Ich wusste, wenn der erste jetzt geht, gehen alle, und das war's dann. Nach 20 Min. Schließlich sagte ich zu der Gemeinde: "Wir wollten hl. Messe feiern, aber wir haben auch einen Auftrag, nämlich Zeugnis zu geben, den Herrn zu preisen, zu danken ... und gemeinsam kriegen wir das hin ...! " So war es dann auch! Danach aber merkte ich, wie ein gewisser Stolz hochkam: "Hoppla, Du bist in Gefahr" - sagte ich zu mir selbst! "Pass auf Dich auf!"


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 Lilia 31. Juli 2020 
 

@Stefan Fleischer

Mit LaiendarstellerInnen meinte ich jetzt nicht die KommunionhelferInnen, obwohl die sich manchmal auch wirklich grenzwertig verhalten, sondern in erster Linie die vielen WortgottesdienstleiterInnen und PastoralhelferInnen, die sich gerne als PfarrerInnen aufspielen und oft geradezu strotzen vor lauter Profilierungssucht.


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 Stefan Fleischer 31. Juli 2020 

@ Lilia

Entschuldigen Sie. Aber ich war selber über viele Jahre Lektor und Kommunionhelfer. Und ich kann ihnen versichern, dass die allermeisten von uns diesen Dienst als Dienst vor Gott für unsere Schwestern und Brüder im Glauben, nach bestem Wissen und Gewissen und im Bemühen um die rechte Ehrfurcht erfüllten. Natürlich waren auch wir alle noch längst keine Heilige. Und es gab auch solche, welche noch ein wenig weniger heiligmässig waren. Aber solche, die sich am Altar wichtig machten und dabei oft die Priester und Diakone in den Hintergrund drängten, erlebte ich erst, als die Laientheologen aufkamen (worauf ich dann meinen Dienst in unserer Pfarrei aufgab). Aber gerade auch diese Entwicklung sehe ich in erster Linie als eine Folge einer falschen Ausbildung dieser Leute, also ebenfalls als Versagen der Verkündigung.


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 SalvatoreMio 31. Juli 2020 
 

Eine Erstkommionfeier vor 7 Jahren - wie ein Alptraum!

Vor Beginn war es nicht viel anders als im Kino! Dann, vor der hl. Kommunion: 2 Männer standen quer an der Kirchenwand: der eine: "Gehst Du da vorne hin?" "Nö, muss nich sein!" Der erstere ging los, der andere nicht. - So empfangen Personen den Leib des Herrn, weil sie halt zufällig bei einer hl. Messe zugegen sind, während andere, die sich nach Christus sehnen, ausgeschlossen werden, weil sie Mundkommunion wünschen... Herr, erbarme Dich!


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 Stefan Fleischer 31. Juli 2020 

@ SalvatoreMio

Ja, es liegt am Glauben und damit natürlich an der Verkündigung.
Ich bin noch in der Zeit gross geworden, als es die Handkommunion nicht gab. Es war damals auch nicht üblich, dass die Laien bei jeder Heiligen Messe die Kommunion empfingen. Dazu fühlten sich jene, welche bewusst die Ehrfurcht vor dem Allerheiligsten pflegten, auch gar nicht würdig. Das „domine non sum dignus“ war ihnen stets bewusst (im Gegensatz zu heute wo man glaubt, dies in einer Predigt „akzeptabel“ umdeuten zu müssen.) Dass es aber auch damals verhältnismässig oft vorkam, dass der Leib des Herrn gedankenlos (oder aus gesellschaftlichem Zwang) empfangen wurde, ist meine persönliche Erfahrung. Das erlebe ich dann auch im Internat, wo wir täglich kommunizierten. Und als vor einigen Jahren einmal während einem Hochamt in der a.o.Form eine Reliquie zum Kuss herumgereicht wurde, da fragte ich mich auch, was dabei gedacht wurde.


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 Lilia 31. Juli 2020 
 

Ohne die Handkommunion gäbe es auch die vielen LaiendarstellerInnen nicht,

die sich am Altar wichtig machen und dabei oft die Priester und Diakone in den Hintergrund drängen.
Der Teufel wusste genau wo er ansetzen musste, um die "Unam Sancta" Stück für Stück zu zersetzen.


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 SalvatoreMio 31. Juli 2020 
 

Ich hatte nichts gegen Handkommunion - warum nicht?

Es liegt am eigenen Glauben, ob man die hl. Kommunion mit Ehrfurcht in die Hand aufnimmt oder nicht.
Heute aber sage ich: hätte es doch nie die Handkommunion gegeben, denn sie hat mit dazu beigetragen, dass manche den Leib des Herrn empfangen, als ginge es um nicht mehr als um einen Bonbon.


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 Stefan Fleischer 31. Juli 2020 

@ guemos

Wie wollen Sie den würdigen Umgang mit dem Allerheiligsten und der höchsten Form der Verehrung Gottes, die Hl. Messe in der ihr gebührenden Form lösen, solange die Motivation dafür, das Bewusstsein für die ganze Grösse und Herrlichkeit Gottes und seinen Anspruch auf Ehre, Anbetung und Gehorsam, nicht mehr glaubwürdig verkündet werden?
Was zuerst war, die Verniedlichung Gottes oder die Verlotterung der liturgischen Formen, darüber lässt sich trefflich streiten. Was jetzt aber dringend nötig ist, ist eine Neuevangelisation, welche dem Gott des MTD auch in unseren Reihen, unmissverständliche entgegen tritt und den Gott der Schrift wieder verkündet, welcher uns sagt: „Ich bin der Herr, dein Gott! Du sollst …“, von welchem Paulus mahnt: „Lasst euch mit Gott versöhnen!“ und schon Jesaia dem auserwählten Volk zurufen musste: „Kehrt um zu ihm, Israels Söhne, / zu ihm, von dem ihr euch so weit entfernt habt.“ (Jes 31,6)


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 Christa.marga 31. Juli 2020 
 

Das tragische an der ganzen Sache ist...

...der Vatikan unterstützt diesen Bischof - ohne Worte!

Da ist "Corona" gerade zur rechten Zeit gekommen, um die 'Heilige Katholische Kirche' umzugestalten. Es ist so traurig - werde ich jemals wieder Mundkommunion praktizieren können, so wie ich es als traditionsverbundene Katholikin für absolut richtig empfinde?

Das 'Allerheiligste' wurde schon längst PROFANIERT, seitdem Laien die Heilige Kommunion austeilen dürfen. Ich kenne Kommunionhelferinnen und deren Einstellung zum heiligsten Sakrament des Altares, das hat mich darin bestärkt, die HEILIGE KOMMUNION nur aus den Händen eines Priesters zu empfangen, in Corona-Zeiten gezwungenermaßen in die Hand. Ich hoffe und bete darum, dass dieser Zwang bald wieder aufgehoben wird. Ich möchte freien Gewissens selber entscheiden können - und den Traditionen unserer (noch) katholischen Kirche verbunden bleiben.


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 guemos 31. Juli 2020 
 

Nebenkriegsschauplatz

Solange wir das Grundproblem, nämlich der würdige Umgang mit dem Allerheiligsten und der höchsten Form der Verehrung Gottes, die Hl. Messe in der ihr gebührenden Form nicht lösen wird es nix werden, mit der Einigung der Katholiken! An welchen Stellschrauben hat man in den letzten vierzig Jahren nicht gedreht? Ohne Erfolg! Die Welt sieht, dass wir "Quelle und Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens" wie den 90ten Geburtstag der Großmutter begehen. Warum sollte man dem Beachtung schenken? Wenn ich der Diabolos wäre, würde ich auch behaupten, der Streit um Hand/Mundkommunion bzw. "Alte und Neue Messe" wäre ein Nebenkriegsschauplatz!


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 Stefan Fleischer 31. Juli 2020 

Und immer wieder gelingt es Satan

mit Fragen wie Hand- oder Mundkommunion abzulenken vom Grundproblem des Christentums heute überhaupt, der Gottesfrage. Wann werden wir endlich begreifen, dass wir alle gutgläubigen Katholiken einen und sensibilisieren sollten, um das Eindringen des Gottes des moralistisch-therapeutischen Deismus zurück zu drängen und so der Welt wieder einen in jeder Beziehung ernst zu nehmenden Gott zu verkünden. Solange wir – direkt oder indirekt, bewusst oder unbewusst, einen Gott verkünden, dem es nicht so wichtig ist, ob wir uns um ihn kümmern, ob wir seine Gebote anerkennen, ob wir seiner Grösse und Herrlichkeit die gebührende Ehre erweisen oder nicht, lacht sich der Widersacher ins Fäustchen. Solange wir nicht wieder mit dem ganzen Ernst des Kreuz Christi zu dem Menschen kommen, d.h. mit der Erlösung aus Sünde und Schuld, kann diese Welt nicht besser werden.


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 Winrod 31. Juli 2020 
 

Glaubenstreue Priester

von ihrem Gewissen abzubringen, kann nicht vom Heiligen Geist inspiriert sein..


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 Herbstlicht 31. Juli 2020 
 

Welches Signal an die Katholiken weltweit geht von solch einer Entscheidung aus?

Ein Freund -in kirchlichen Angelegenheiten sehr versiert- erzählte mir von einer Frau, deren Sohn Priester werden möchte:

Während einer Diskutierrunde im Priesterseminar verteidigte dieser die traditionelle Lehre der Kirche, auch deshalb, weil er voll dahinter stand.
Daraufhin attacktierten ihn die anwesenden Mit-Studenten so heftig, dass er am Ende der Diskussion in Tränen ausbrach, da er sich vollständig isoliert und alleingelassen fühlte.

Es handelt sich um ein Priesterseminar in Deutschland.
Fazit: Die Lehre der katholischen Kirche darf in Frage gestellt und angegriffen werden und derjenige, der sich diesem widersetzt, wird ausgegrenzt.
Da ist es dann nur logisch, dass man dann auch ein Seminar in Argentinien schließen kann, das die Mundkommunion bewahren möchte.


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 Zeitzeuge 31. Juli 2020 
 

Im Link ein Brief von Erzbischof Viganò zu diesem Thema!

Daß die COVID-19-Epidemie a u c h

instrumentalisiert wird um eine bestimmte

Agenda innerkirchlich durchzusetzen, steht

wohl ausser Zweifel.

Damit ist natürlich nichts gegen berechtigte,

objektiv sinnvolle Prävention gesagt!


Heiliger Ignatius von Loyola bitte für uns

alle, besonders aber für die Entscheidungsträger

in Kirche und Gesellschaft um die vor GOTT

richtige Unterscheidung der Geister! Amen!

beiboot-petri.blogspot.com/2020/07/marco-tosatti-veroffentlicht-heute-bei.html


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 Gipsy 31. Juli 2020 

@ Chris2

die 40 Seminaristen werden nun in andere Seminare verbracht, jeder in ein anderes und so werden sie dann "auf Linie" gebracht.

Ja, es ist der "Durcheinanderbringer" der sich Corona zu Nutze macht und die Kirche massivst angreift ,mit Unterstützung deren eigenen, bereits erfolgreich verwirrten "Diener des Herrn".

Oh ihr Bischöfe, die Mühlsteine werden nicht ausreichen......


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 hape 31. Juli 2020 

Mundkommunion: Stein des Anstoßes

Immer wieder wird das Recht auf Mundkommunion zum Stein des Anstoßes gemacht. In vielen Pfarreien, wo einzig der Novus Ordo praktiziert wird, wird die Mundkommunion nur geduldet. Erwünscht ist sie nicht. Jetzt scheint man die Hygienebestimmungen wg. Corona als willkommenen Hebel entdeckt zu haben, um die mancherorts spürbare Sehnsucht nach Mundkommunion gleich im Keim zu ersticken. Was da im einzelnen in Argentinien los ist, weiß ich natürlich nicht. Aber grundsätzlich bedaure ich zutiefst, dass der Kommunionempfang auf die Bedeutung einer kirchenpolitischen Stellungnahme reduziert wird. Egal, ob in Argentinien oder sonst wo. Ausgerechnet im heiligsten Moment der Verehrung und Vereinigung mit dem Leib und dem Blut Christi, ist der Kommunikant dazu gezwungen. Das kann in einem modernistisch angeheizten „Seelsorgeklima“ demütigend sein. Dabei hat niemand die Absicht, durch die Mundkommunion ein Ärgernis zu sein. Diese Situation ist entwürdigend und verdunkelt die Hl. Eucharistie.


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 Lilia 31. Juli 2020 
 

Der Geist der Corona-Diktatur tritt immer mehr zutage.

Hier ist die Gabe der Unterscheidung der Geister gefragt, die der Hl. Ignatius von Loyola, dessen Gedenktag wir heute feiern, in seinen "Exerzitien" besonders herausstellte und die den Bischöfen vielerorts abhanden gekommen zu sein scheint.

Gestern habe ich erfahren, dass die Mundkommunion zwar während der hl. Messe verboten wäre, dass es aber (laut unserem Bischof) kein Problem wäre, sie danach zu empfangen.
Das muss der Bischof jetzt nur noch unseren Priestern klar machen, die ein solches Begehren als puren Egoismus abtun.

Die Corona-Diktatur hat die Kirche voll im Griff und die Bischöfe und Priester merken es nicht einmal!

Hl. Ignatius, erbitte uns und allen Priestern und Bischöfen die Gabe der Unterscheidung der Geister!!


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 Chris2 31. Juli 2020 
 

Wessen Strategie war das gleich nochmal,

Richtiges so lange mit Falschem zu vermischen, bis am Ende niemand mehr das Eine vom Anderen unterscheiden kann? War das nicht der "große Durcheinanderbringer"? Nach einem kleinen Lichtblick hat die "andere Kirche", die in den Vatikan eingedrungen ist, wieder einmal ihr Gesicht gezeigt...


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