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Nicht systemrelevant, sondern existenzrelevant

15. Juni 2020 in Deutschland, 2 Lesermeinungen
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Ex-EKD-Ratsvorsitzende Wolfgang Huber: Viele Menschen haben das Gefühl, dass sich die Kirchen in der Corona-Krise zu still verhalten haben.


Berlin (kath.net) Viele Menschen haben das Gefühl, dass sich die Kirchen in der Corona-Krise zu still verhalten haben. Diese Ansicht vertrat der frühere EKD-Ratsvorsitzende, Altbischof Wolfgang Huber (Berlin), gegenüber der Wochenzeitung „Die Kirche“, wie idea berichtet. „Viele Menschen erwarteten aber eine vernehmbare Kirche“, betont Huber, der klar kritisiert, dass die Kirchen sich  klar dagegen aussprechen müssen, dass durch die Kontaktbeschränkungen in Alten- und Pflegeheimen auch die Besuche enger Verwandter unterbunden worden seien.  „Die Kirche, das Evangelium sind nicht systemrelevant, sondern existenzrelevant. Das haben wir deutlich zu machen.“



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Lesermeinungen

 Eselchen 16. Juni 2020 
 

Welche "Kirchen"?

Es gibt nur eine Kirche!
Die eine Kirche Gottes und die sonstigen
Konfessionsgemeinschaften


3

1
 
 exnonne 15. Juni 2020 
 

Abtauchen

Ja, die Kirche ist einfach abgetaucht bzw. hat auf Onlineangebote verwiesen. Allenfalls gab es eine Notrufnummer. Auffallend war aus meiner Sicht, dass man sich mit den Angeboten v.a. an "Hauskirchen", also i.d.R. Familien, gewandt hat. Und ansonsten sich allenfalls um Alte/Kranke zu sorgen bereit war. Doch es gibt auch alleinstehende Menschen und solche, die keinen gläubigen Partner haben. Da mag es manchem schwergefallen sein, mutterseelenallein seinen "Sonntagsgottesdienst-Ersatz" zu feiern. Und auch der "ganz normale" Christ bedarf ab und zu der Seelsorge oder geriet durch den Totalausfall aller Gottesdienste und die Nichterreichbarkeit der Seelsorger in eine Krise, die nicht zwangsläufig bedeutet haben muss, dass es ihm an Glauben fehlte, wie manche Verfechter der Gottesdienstverbote ihnen weismachen wollten.
Hört man jetzt die zahlreichen Rechtfertigungsversuche bischöflicherseits, wünschte man sich, sie gäben einfach zu, dass sie überfordert waren und Angst hatten. Wie wir auch.


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