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Neue Mariensäule in Prager Innenstadt aufgestellt

6. Juni 2020 in Aktuelles, 4 Lesermeinungen
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Errichtung von Nachbildung des barocken Kunstwerks auf dem zentralen Altstädter Ring war von jahrelangen politischen Kontroversen begleitet


Prag (kath.net/KAP) Auf dem Altstädter Ring in der Prag Innenstadt ist die Nachbildung der 1918 geschleiften Mariensäule aufgestellt worden. Per Kran errichteten Bauarbeiter am Donnerstag die Säulenteile auf dem seit Februar neu gebauten Sockel. Noch am Nachmittag sollte auch die zwei Meter hohe Marienstatue mit dem typischen goldenen Sternenkranz daraufgesetzt werden. Die Replik stammt vom Bildhauer Petr Vana. Das Wiederherstellungsprojekt war in den vergangenen Jahren von zahlreichen politischen Kontroversen und Kundgebungen begleitet.

 

Die ursprüngliche Mariensäule des Barockbildhauers Johann Georg Bendl aus dem Jahr 1648 war 1650 zum Dank für den Sieg über die Schweden im Dreißigjährigen Krieg auf dem zentralen Platz der Prager Altstadt aufgestellt worden. 1918 wurde das 15 Meter hohe Werk von Bürgern als ein Symbol der Habsburgerherrschaft zerstört - fünf Tage, nachdem sich die Tschechoslowakei von Habsburg losgesagt hatte und keine Gegenaktion aus Wien mehr drohte.


 

Nach der "Samtenen Revolution" 1989 gründete sich eine Initiative zur Wiedererrichtung der Säule. Die Prager Stadtoberen verweigerten aber wiederholt die Zustimmung. Erst Ende Jänner 2020 gab es dafür eine Mehrheit im Gemeinderat. Die eigentlichen Bauarbeiten gingen nun schneller voran, weil der traditionelle Ostermarkt auf dem Altstädter Ring wegen der Corona-Krise abgesagt werden musste.

 

Der Streit um die Rückkehr der Mariensäule hat in Tschechien prinzipiellen Charakter. Befürworter sehen sie als Symbol der Erinnerung an die Verteidigung Prags während des Dreißigjährigen Kriegs und als wichtiges barockes Kunstwerk. Die Gegner monieren, die Säule stehe für die Herrschaft der Habsburger und eine intolerante Rekatholisierung des Landes.

 

An der neuen der Säule ist auch eine Inschrift zu lesen, auf die sich die Tschechische Bischofskonferenz und der Ökumenische Rat der Kirchen geeinigt hatten: "Diese Mariensäule wurde hochgezogen als Symbol der Versöhnung und der ökumenischen Zusammenarbeit der christlichen Kirchen in der Tschechischen Republik. Dies ist auch ein Ausdruck der Ehrerbietung an die Mutter Jesu Christi."

 

Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich

Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 elisabetta 6. Juni 2020 
 

Ja, wunderschön

und den Kelch mit der Hostie im Hintergrund darf man auch nicht übersehen, der bekommt durch die Muttergottesstatue zusätzlich wesentlich mehr Beachtung. Nicht in allen EU-Ländern wäre das heutzutage noch möglich, sind wir deshalb umso mehr froh darüber, dass Tschechien den Mut, eine lebensgroße Statue der Muttergottes aufzustellen. Mögen dadurch viele Marienverehrer sich darüber freuen.


8
 
 Herbstlicht 6. Juni 2020 
 

Eine erfreuliche Meldung zum Wochenende

Obwohl Tschechien stark säkularisiert ist, ist es doch gelungen, in der Hauptstadt die Mariensäule wiederaufzustellen.
Aussdem gibt es in Prag ja auch noch das weltweit bekannte wundertätige Gnadenbild Jesu, das sog. "Prager Jesulein".
Es befindet sich in der Kirche Maria vom Siege im Karmelitenkloster in Prag.
Dieser Gnadenort symbolisiert die Hoffnung auf ein Wiederaufleben christlichen Lebens in Tschechien.
Alles braucht seine Zeit!


8
 
 edih 6. Juni 2020 
 

Auch ich freue mich.......

.... für die Rückkehr der Muttergottes in die böhmische Hauptstadt und auch ins Land meiner Wurzelheimat. Maria, Mutter der immerwährenden Hilfe bitte für die böhmischen Länder.


8
 
 phillip 6. Juni 2020 
 

Das Bild gibt Anlass zur Freude, ...

... weil die Mutter Gottes nicht diabolische Pentagramme zieren! Es gibt ja doch noch Kenner der Gott entgegenstehenden teuflischen Symbolik! Herzlichen Dank an die für die Aufstellung dieser Statue verantwortlichen! Und vor allem dafür auch, dass sie die Mutter Gottes nicht durch die auch pseudovergöttlichte Pachamama ersetzt haben - selbstverständlich ist das ja nun nicht mehr, wie Rom ja schon vorgezeigt hat.


10
 

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