Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  2. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  3. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  4. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  5. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“
  6. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  7. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  8. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  9. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  10. Medienkrise verschärft sich: Dramatische Auflagenverluste für Tageszeitungen in Deutschland
  11. Hunderte Einsprüche gegen Pfarrauflösung in der Diözese Linz - Keine Antworten aus Rom
  12. Schwere Zensur-Vorwürfe aus den USA: EU unterdrückt die Meinungsfreiheit
  13. „Weitergabe des Glaubens von Generation zu Generation scheiterte, Neuevangelisierung ist notwendig“
  14. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats
  15. Die Heilige Schrift als Wort Gottes und Raum der Offenbarung in menschlicher Sprache

Dokumentation: Norma McCorvey von der Lebensschutzbewegung gekauft?

25. Mai 2020 in Prolife, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


‚Ich habe ihr Geld genommen und sie haben mich vor die Kameras gestellt und mir gesagt, was ich sagen soll’, sagte die ‚Jane Roe’ des Falles ‚Roe v. Wade’ und spätere Lebensschützerin in einem Interview kurz vor ihrem Tod.


 

Denver (kath.net/jg) Eine neue Dokumentation will offenbar zeigen, dass Norma McCorvey, die „Jane Roe“ des Falles „Roe v. Wade“, der zur bundesweiten Legalisierung der Abtreibung in den USA geführt hat, von Lebensschutzgruppen bezahlt wurde, um gegen Abtreibung Stellung zu nehmen.

Frank Pavone von der Lebensschutzorganisation „Priests for Life“, der die 2017 verstorbene McCorvey lange gekannt hat, sagte gegenüber CNA, sie sei eine „komplizierte Persönlichkeit“ gewesen. Nach seiner Einschätzung habe ihr Einsatz gegen die Abtreibung ihrer echten Überzeugung entsprochen. Man solle nicht einen Satz, der vor Ausstrahlung der Dokumentation aus dem Zusammenhang gerissen zitiert wurde, beurteilen. Er habe nur wenige Wochen vor ihrem Tod mit ihr gesprochen und habe keine Anzeichen gesehen, dass sie ihre Ansicht geändert hätte, berichtet der National Catholic Register.

Die Interviews und Aufnahmen der Dokumentation „AKA Jane Roe“ des Fernsehsenders FX stammen aus den letzten Monaten ihres Lebens. Laut Medienberichten sagt McCorvey über ihr Engagement für den Lebensschutz: „Ich habe ihr Geld genommen und sie haben mich vor die Kameras gestellt und mir gesagt was ich sagen soll. Ich habe es auch gut gemacht. Ich bin eine gute Schauspielerin.“


In den Medien ist von 450.000 Dollar die Rede, die McCorvey von der Lebensschutzbewegung erhalten haben soll, berichten FOXNews und die britische Zeitung The Guardian.

Sie selbst sei nicht gegen Abtreibung. Wenn eine junge Frau eine Abtreibung haben wolle, habe sie nichts dagegen, sagte McCorvey sinngemäß in dem Interview kurz vor ihrem Ableben.

Rober Schenck, ein evangelikaler Pastor, der mit McCorvey nach ihrer Konversion zum Christentum zusammen gearbeitet hat, scheint laut den Berichten einzuräumen, dass McCorvey instrumentalisiert worden sei. „Was wir mit Norma gemacht haben, war höchst unethisch“, sagte er laut FOXNews.

McCorvey habe offenbar den Eindruck gehabt, beide Seiten der Abtreibungsdebatte hätten sie als Schachfigur in der Diskussion benutzt, schreibt The Guardian.

Nick Sweeney, der Regisseur von „AKA Jane Roe“ sagte gegenüber der Los Angeles Times der Film sei nicht als Beitrag zur Abtreibungsdiskussion zu verstehen. Vielmehr ginge es darum, das Leben einer Frau nachzuzeichnen, die er als „rätselhafte Person im Zentrum einer sehr entzweienden Debatte“ bezeichnete. McCorvey sei eine „unglaublich komplexe Person“, die nicht auf ein Symbol oder eine Trophäe der einen oder anderen Seite der Abtreibungsdiskussion reduziert werden dürfe.

Norma McCorvey wurde 1947 im Bundesstaat Louisiana geboren und wuchs in Texas auf. Dort hat sie eine schwierige Kindheit durchlebt und ist offenbar missbraucht worden. Sie heiratete im Alter von 16 Jahren, brachte eine Tochter auf die Welt und verließ ihren Ehemann. 1969 hatte sie zwei Kinder geboren, die sie beide zur Adoption gegeben hatte und war mit ihrem dritten Kind schwanger. Sie wollte eine Abtreibung durchführen lassen, was damals in Texas illegal war. Sie klagte, ihr Fall kam bis vor den Obersten Gerichtshof, der 1973 das Urteil „Roe v. Wade“ fällte. In der Zwischenzeit hatte sie ihr drittes Kind ebenfalls zur Adoption gegeben.

McCorvey begann eine lesbische Affäre, die über Jahrzehnte andauerte. In dieser Zeit war sie von Suchtmitteln abhängig. Sie setzte sich eine Zeit lang für legale Abtreibungen ein und arbeitete bei einer Abtreibungsklinik. 1995 konvertierte sie zum protestantischen Christentum. Sie ließ sich von einem evangelikalen Pastor taufen und setzte sich für den Lebensschutz ein. 1998 trat sie in die katholische Kirche ein. Nach einem Bericht des National Catholic Register praktizierte sie den katholischen Glauben und erhielt vor ihrem Tod die Sterbesakramente.

Sie sei durch die Ereignisse in ihrem Leben eine tief verletzte Person gewesen, sagte Frank Pavone. Im letzten Jahr habe sich durch eine Übersiedlung der Kontakt zu vielen Freunden verringert. Viele Menschen hätten sich in ihr Leben gedrängt. Ihr letztes Lebensjahr sei ein wenig chaotisch gewesen, sagte Pavone gegenüber dem National Catholic Register.

„AKA Jane Roe“ wird am 22. und am 23. Mai ausgestrahlt.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

USA

  1. Lebensschützer über Trump: Gemischte Bilanz nach dem ersten Jahr der zweiten Amtszeit
  2. Trump streicht Organisationen das Geld, die DEI-Projekte und LGBTQ-Ideologie verbreiten
  3. Aktuelle Umfrage zeigt: US-Amerikaner mehrheitlich gegen unbeschränkte Abtreibung
  4. Bibel-Podcast wieder unter den Top 10 der Apple Podcasts
  5. US-Regierung unterstützt Forschung mit Gewebe von abgetriebenen Babys künftig nicht mehr

Abtreibung

  1. Influencerin: Entscheidung für Abtreibung war einfacher als Bestellung bei McDonalds
  2. ‚Seien Sie die Person, die eine Frau mit der Hoffnung verbindet!‘
  3. Aktuelle Umfrage zeigt: US-Amerikaner mehrheitlich gegen unbeschränkte Abtreibung
  4. US-Regierung unterstützt Forschung mit Gewebe von abgetriebenen Babys künftig nicht mehr
  5. USA: Republikanische Politiker wollen Abgabe von Abtreibungspillen strenger regulieren

Aberglaube

  1. Großbritannien: Brandstiftung an einer Kirche, Vorbereitung terroristische Handlungen
  2. Bombendrohung bei Hl. Messe in Wien - ÖVP und FPÖ üben Kritik - Schweigen bei 'Katholischer Aktion'
  3. "Im Laufe der neun Monate hat Jesus Stück für Stück mein Herz verändert und geheilt!"
  4. Augsburger Bischof Bertram Meier in Kiew zum mehrtägigen Besuch in der Ukraine
  5. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  3. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  4. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  5. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  6. Nach „Wort zum Sonntag“: Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen Pastorin Behnken
  7. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  8. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  9. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  10. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  11. Papst Leo XIV.: 'Abtreibung ist der größte Zerstörer des Friedens'
  12. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  13. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats
  14. Ist Jesus der Herr?
  15. Schwere Zensur-Vorwürfe aus den USA: EU unterdrückt die Meinungsfreiheit

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz