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10. Oktober 2019 in Aktuelles, 161 Lesermeinungen
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In der „La Repubblica“ erschien ein neues „Interview“ des Atheisten Scalfari mit Papst Franziskus - Auch diesmal musste die vatikanische Medienabteilung dementieren - UPDATE: Erneute Vatikanklarstellung am Donnerstag


Vatikan (kath.net)
Im Vatikan sorgt ein neues „Papst-Interview“ von Papst Franziskus mit dem linken Journalisten Eugenio Scalfari für Kopfschütteln und für rauchende Köpfe in der vatikanischen Medienabteilung. Scalfari hatte nach einem erneuten Besuche bei Papst Franziskus ein sogenanntes „Interview“ mit Franziskus in der italienischen Tageszeitung „La Repubblica“ veröffentlicht und darin behauptet, dass Franziskus gesagt haben soll, dass Jesus von Nazareth ein Mensch aber nicht ein Gott gewesen sein sollte – eine Behauptung, die naturgemäß klar gegen die Lehre der Kirche wäre

Nur wenige Stunden nach dem Abdruck musste die vatikanische Pressestelle eine Erklärung ausschicken, in der wieder einmal festgehalten wurde, dass die Zitate, die Scalfari dem Papst in den Mund legte, nicht als „glaubwürdige Bericht“ eingestuft werden könne, was Franziskus wirklich sagte. Der Bericht des Journalisten enthalte viel mehr eine „persönliche und freie Interpretation“ von dem, was er hörte. Scalfari, ein bekennender Atheist, wurde schon mehrfach von Franziskus empfangen. Mit einer gewissen Regelmäßigkeit erschienen kurz darauf „Interviews“ in der La Repubblica, die vom Vatikan mit der selben Regelmäßigkeit dementiert werden mussten. Unklar ist allerdings, ob Scalfari diesmal wirklich von Franziskus empfangen wurde oder ob das „Interview“ nicht die Frucht einer früheren Begegnung war.


Scalfari ist der Gründer von „La Repubblica“, er sorgte mit seinen Papst-„Interviews“ bereits mehrfach für internationale Skandale. 2013 veröffentlichte er ein „Interview“ mit Papst Franziskus, aus dem er „wörtlich“ zitierte. Allerdings räumte er später selbst ein, dass er sich, obwohl er damals bereits 89 Jahre alt war, keinerlei Notizen gemacht, sondern nach einem fast eineinhalbstündigen Gespräch aus dem Gedächtnis zitiert hatte. Das Interview, das sogar auf der Homepage des Vatikans veröffentlicht worden war, wurde dort wieder gelöscht. Sclafari ist inzwischen 95 Jahre alt.


UPDATE vom Donnerstag, 16.00 Uhr: Vatikansprecher Ruffini hat am Donnerstag nochmals klargestellt, dass Papst Franziskus dieses vermeintliche Zitat niemals getätigt hat und auch die Interpretation von Scalfaro falsch sei. Die Konversation fand laut dem Vatikansprecher vor über 2 Jahren statt.

Weitere kath.net-Beiträge zu Sclafari.

Archivfoto Papst Franziskus



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