Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. ‚Gehorsamstraining’: Kommentator verurteilt Maskenverordnungen
  2. Donald Trump: "Jesus Christus ist der berühmteste Mensch der Geschichte"
  3. Vatikan gibt Gedenkmünze mit Motiv der Pachamama heraus
  4. Botschaft zum Globalen Bildungspakt
  5. "Tun wir so als wäre da nichts"
  6. Papst Franziskus für Zivilunion für gleichgeschlechtliche Paare
  7. EKD-Vorsitzender Bedford-Strohm träumt von „gemeinsamer Feier des Abendmahls“
  8. Das Schweigen zur Verfolgung der Christen im Orient ist wirklich dramatisch
  9. Vertuschungsvorwürfe – Hamburger Erzbischof Heße gerät weiter unter Druck
  10. CoV: Mehrere Staaten verschärfen Schutzregeln für Gottesdienste
  11. Zieht ZdK-Vorsitzender Sternberg das sogenannte „ökumenische Abendmahl“ ernsthaft in Betracht?
  12. „Eindruck, dass die Teilnehmer des Synodalen Weges die Kirche hier und jetzt neu erfanden“
  13. Paris: 18-jähriger Tschetschene enthauptet Lehrer - 'Allahu akbar'
  14. Papst Franziskus: Dante hilft in den ‚dunklen Wäldern’ des Lebens
  15. Augsburger Bischof Bertram Meier: "Die Rede von einer deutschen Ortskirche ist nicht ganz korrekt"

Bagdad: Weltmission-Gottesdienst von Ausschreitungen überschattet

6. Oktober 2019 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Liturgischer Auftakt zum "außerordentlichen Monat der Weltmission" mit chaldäischem Patriarchen Sako - chaldäische Katholiken von islamischen Fundamentalismus, Unruhen und Säkularisierung konfrontiert.


Bagdad (kath.net/ KAP)
Auch in der irakischen Hauptstadt Bagdad wurde der von Papst Franziskus für diesen Oktober proklamierte "außerordentliche Monat der Weltmission" mit einer liturgischen Feier in der Josephskathedrale eröffnet. Dem Gottesdienst stand der chaldäisch-katholische Patriarch Kardinal Louis Raphael Sako vor. In seiner Predigt unterstrich er, dass die missionarische Berufung auch den Kirchen der apostolischen Tradition im Nahen Osten innewohnt. Die Feier wurde allerdings von den aktuellen Unruhen im Irak überschattet.

Die Zahl der Toten bei den Protesten gegen die Regierung im Irak ist laut aktuellen Medienberichten auf 46 gestiegen. Allein 16 Menschen seien in Bagdad getötet worden. Bei den Zusammenstößen mit Demonstranten setzte die Polizei scharfe Munition ein. Aus den Reihen der Demonstranten wurde zurückgeschossen. Hunderte Menschen wurden verletzt, darunter auch Sicherheitskräfte. Die Proteste richten sich gegen die hohe Arbeitslosigkeit, Misswirtschaft und Korruption. Um die Lage zu beruhigen, verhängte die Regierung in mehreren Städten Ausgangssperren.
Für die Katholiken in Bagdad sei es wegen der Demonstrationen und wegen der Ausgangssperre nicht leicht gewesen, an der Feier in der Kathedrale teilzunehmen, berichtete Kardinal Sako im Gespräch mit der katholischen Nachrichtenagentur "AsiaNews". Aber es gehe darum, die Botschaft deutlich zu machen, dass jeder Christ auch ein Apostel ist, der die Aufgabe hat, die "gute Nachricht" des Evangeliums zu verbreiten. Im Kontext der irakischen Realität sei es besonders wichtig, auch die "Freude des Evangeliums" zu verkünden und die Auswirkungen der Werte des Evangeliums auf die Gestaltung der Beziehungen zu den "anderen", vor allem auch zu den Muslimen, erlebbar zu machen.


Die chaldäischen Katholiken seien tagtäglich mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert, angefangen vom islamischen Fundamentalismus. Aber das sei in der ganzen Geschichte seiner Kirche so gewesen, erinnerte Sako: "Unsere Väter haben dem widerstanden, ohne den Glauben oder die Hoffnung zu verlieren. Das müssen auch wir tun". Eine andere Herausforderung sei die Säkularisierung, die nur auf die Wirtschaft und das Geld schaue und die Gesellschaft der spirituellen Werte entledigen wolle. Auch hier hätten die Christen eine "besondere Mission": "Sie müssen gerade auch dort, wo sie Minderheit sind, die Nächstenliebe praktisch leben, nicht nur in Worten, sondern auch durch den Alltag im Familien- und Berufsleben".

Die Muslime seien oft sehr beeindruckt von dieser Nächstenliebe und Offenheit, sagte der Patriarch. In diesem Zusammenhang hätten die getauften und gefirmten, aber nicht geweihten Christen als "aktive Mitglieder" der Kirche eine besondere Aufgabe. Deswegen habe die chaldäisch-katholische Synode auch Laien mit vollem Stimmrecht aufgenommen. "Wenn der Papst sagt, dass wir Getaufte Missionare sind, dann spricht er nicht vom Klerus, sondern von jedem Christen, jeder und jede ist berufen, Missionar zu sein", betonte Sako.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Irak

  1. Erzbischof Warda: BBC hat verfolgte Christen und Jesiden aus irakischer Geschichte „wegretuschiert“
  2. Irak: Kardinal Sako plädiert für säkularen Staat
  3. Irakischer Premier lädt Christen zur Rückkehr ein
  4. Irak: Kirchenbau für die Hoffnung
  5. Irak: Christen weiterhin von Auslöschung bedroht
  6. Irak: „Unmöglich, die Lage in den Griff zu bekommen“
  7. Patriarch: Kirche im Irak verzichtet auf große Weihnachtsfeiern
  8. Von IS zerstörte Kirche wiedereröffnet
  9. Fünfter Jahrestag der IS-Invasion im Irak
  10. Schauplatz eines Tauziehens







Top-15

meist-gelesen

  1. ‚Gehorsamstraining’: Kommentator verurteilt Maskenverordnungen
  2. Vatikan gibt Gedenkmünze mit Motiv der Pachamama heraus
  3. Das Schweigen zur Verfolgung der Christen im Orient ist wirklich dramatisch
  4. "Tun wir so als wäre da nichts"
  5. Donald Trump: "Jesus Christus ist der berühmteste Mensch der Geschichte"
  6. „Eindruck, dass die Teilnehmer des Synodalen Weges die Kirche hier und jetzt neu erfanden“
  7. Paris: 18-jähriger Tschetschene enthauptet Lehrer - 'Allahu akbar'
  8. Die geheimnisvollen drei Kreuzchen
  9. 'We are pro Life' - Als Kommissar Rex den Wiener Lebensschützern helfend beistand.
  10. Vertuschungsvorwürfe – Hamburger Erzbischof Heße gerät weiter unter Druck
  11. Augsburger Bischof Bertram Meier: "Die Rede von einer deutschen Ortskirche ist nicht ganz korrekt"
  12. Zieht ZdK-Vorsitzender Sternberg das sogenannte „ökumenische Abendmahl“ ernsthaft in Betracht?
  13. "Es gibt mittlerweile sehr gute Gottesdienstkonzepte" angesichts von Corona!
  14. Krieg der Spione
  15. Papst sprach mit seinem Botschafter in Deutschland

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz