Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Marx erlaubt Segnung homosexueller Paare
  2. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  3. US-Moderator Sean Hannity hat die katholische Kirche verlassen.
  4. Leo XIV. über Papst Franziskus: Ein großes Geschenk für die Welt
  5. Diplomatischer Coup: US-Präsident Trump verhindert Hinrichtung von acht Frauen im Iran
  6. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  7. Gericht verhandelt über Diskriminierung einer Lebensschutzgruppe an der Uni Heidelberg
  8. Kardinal Koch betont den zutiefst christozentrischen Charakter des Pontifikats von Papst Leo XIV.
  9. „Wenn man der Wahrheit einen Namen geben möchte, ist das sicher Gott“
  10. Ein Brief vom Papst an die Kardinäle und der Stilwechsel in Rom
  11. Viel Lärm um nichts?
  12. Nach Extremerfahrung des Mondflugs: Artemis-Kommandant Wiseman fragte nach christlichem Seelsorger
  13. Israel: Haftstrafe für zwei Soldaten nach schwerem Vandalismus an Kruzifix
  14. Papst um Entspannung bemüht: Reden in Afrika sind keine Fern-Debatte mit Trump
  15. Der 6. Münchner Marsch fürs Leben setzt ein starkes Zeichen für das Lebensrecht

Christen in Österreichs Politik

27. September 2019 in Kommentar, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ökumene geht oft seltsame Wege – wenn Christen unterschiedlicher Richtungen gemeinsam für ihre Werte politisch auftreten. Ein Bericht von Christof Zellenberg


Wien (kath.net/cz)
Eine Woche vor der Nationalratswahl in Österreich lud die „Plattform Christdemokratie“ in die Wiener Hofburg. Gemeinsam wollte man sich die christlichen Wahlprüfsteine ansehen, ein Fragebogen, der an alle politischen Parteien versandt worden war.

Interessant war jedoch vor allem die Zusammensetzung der Hauptreferenten. Neben der Gründerin und heutigen Nationalratsabgeordneten Gudrun Kugler, die besonders zu den verfolgten Christen weltweit referierte (einem Thema das gerade auch wieder in einer epochalen Rede von US-Präsident Trump vor der UNO aufgegriffen wurde), sprach auch der Präsident der Plattform, ein polnisch stämmiger Katholik und Nationalratskandidat, Jan Ledochowski.


Dann aber wurde es wirklich bunt, denn mit dem syrisch-orthodoxen Gabriel Jona, sprach ein mutiger Kandidat, der sich der aramäischen Volksgruppe zurechnet und damit der Ursprache Jesu. Er meinte, daß man bei der Integration genau hinsehen müsse, denn die christlichen Migranten bemühten sich weitgehend um Integration, was man von den Muslimen nicht flächendeckend behaupten könne. Der politische Islam wolle die ganze Welt islamisieren. „Der politische Islam hat in Europa keinen Platz!“

Mit Menas Saweha trat ein koptischer Christ auf, der 2011 bei der FPÖ zum Thema Christenverfolgung referierte. Damals habe sich nur die FPÖ für die verfolgten Christen interessiert, meint er. Heimisch wurde er dort nicht, denn alleine seine Hautfarbe rief bei einigen befremdete Blicke hervor. Auch Menas Saweha, der nun in den Reihen der ÖVP auftritt, warnt vor falscher Toleranz und politischer Korrektheit: „Wir sehen doch heute in den orientalischen Ländern, welchen Schaden der politische Islam angerichtet hat.“

Der niederösterreichische Winzer Martin Minkowitsch wirkt da schon fast normal, als einfacher Katholik, der für die ÖVP kandidiert. Er wolle christliche Positionen zur Sprache zu bringen. Schon eine kleine Gruppe kann viel bewegen, Tabus brechen und vermeintlich verbotene Fragen stellen. „Heute werde Abtreibung im Namen des Klimaschutzes propagiert; Kinder zu bekommen, gelte als Verstoß gegen die neue Scheinmoral.“

Jan Ledochowski ist überzeugt, dass die Christdemokratie für die großen Zukunftsfragen die richtigen Antworten habe – aber nur, wenn sich Christen ausreichend engagieren. „Christliche Werte sind nicht nur für Christen, sondern für alle gut!“, ist er überzeugt. Das christliche Erbe habe die Kultur Österreichs geprägt. Das mache auch heute die Attraktivität des Landes aus. Er konzentriere sich in der ÖVP auf jene Themen, für die sich niemand einsetze – außer den Christen. Und besonders freut es ihn, daß seine Plattform heute eben Christen unterschiedlichster Richtungen an einen Tisch und in den politischen Ring bringt, denn die gemeinsamen Werte sollten auch von allen Christen gemeinsam vertreten werden.

Link zur Plattform Christdemokratie


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Politik

  1. Bremer Grünenpolitikerin Görgü-Philipp posiert mit Holocaust-Koffer – Rücktritt nach Eklat!
  2. 'Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen'
  3. Interne Grünen-Mail nach Berlin-Blackout: „NICHT Täter*innen/Ermittlungen in den Mittelpunkt ziehen“
  4. Das große CDU-Chaos ODER wenn ein angebliches Plagiat schlimmer als Abtreibung im 9. Monat ist!
  5. Erfolg für den Lebensschutz – Kein Geld für Planned Parenthood aus US-Bundesbudget
  6. US-Repräsentantenhaus untersucht möglichen Missbrauch von Steuergeld durch Planned Parenthood
  7. Transgender-Debatte: Grüne Politikerin El-Nagashi verlässt die Partei
  8. Sprecher des US-Repräsentantenhauses will Subventionen für Planned Parenthood streichen
  9. Gründer der ‚Catholics for Harris‘: US-Demokraten haben ein ‚wachsendes Problem mit Gott‘
  10. Wirtschaft, Grenzsicherheit, Kriminalität waren Wählern wichtiger als radikale Abtreibungspolitik







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Marx erlaubt Segnung homosexueller Paare
  3. „Wenn man der Wahrheit einen Namen geben möchte, ist das sicher Gott“
  4. "Derselbe Polarstern"
  5. Ein Brief vom Papst an die Kardinäle und der Stilwechsel in Rom
  6. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  7. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
  8. Nach Extremerfahrung des Mondflugs: Artemis-Kommandant Wiseman fragte nach christlichem Seelsorger
  9. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  10. Papst um Entspannung bemüht: Reden in Afrika sind keine Fern-Debatte mit Trump
  11. Viel Lärm um nichts?
  12. Kardinal Koch betont den zutiefst christozentrischen Charakter des Pontifikats von Papst Leo XIV.
  13. Der Fall „Correctiv“: Ein journalistischer Sündenfall und seine Folgen
  14. Der 6. Münchner Marsch fürs Leben setzt ein starkes Zeichen für das Lebensrecht
  15. Bischof Ivo Muser: "Der größte Mangel, den wir in unserer Diözese haben, ist der Gläubigenmangel"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz