Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  2. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  3. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  4. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  5. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  6. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  7. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  8. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  9. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  10. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  11. Papst antwortet auf Leserbrief eines Atheisten
  12. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  13. Beschließen ohne zu entscheiden?
  14. Kärntner Ordinaritaskanzler: Rechthaberei in der Kirche überwinden
  15. Die Nazi-Projektion

Guggenberger: Vor Bischofsernennung erst "Causa Schwarz" lösen

5. Juli 2019 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Abgelöster Gurker Diözesanadministrator: In Diözese wird erst dann Ruhe einkehren, wenn kirchliche Obrigkeit Dinge zugibt, "die aus dem Ruder gelaufen sind" - Diözese Gurk hat "an Profil gewonnen"


Klagenfurt (kath.net/KAP) "Kärnten braucht keinen neuen Bischof, solange die 'Causa Schwarz' nicht gelöst ist": Das hat der vor einer Woche als Diözesanadministrator abgelöste Klagenfurter Dompropst Engelbert Guggenberger im Interview der Kärntner Kirchenzeitung "Sonntag" betont. Mit so einer Altlast würde ein neuer Bischof nicht in Ruhe arbeiten können. "Aus diesem Grund ist jeder neue Bischof gut beraten, die Ernennung erst anzunehmen, wenn die Obrigkeit diese Aufgabe erledigt hat", befand Guggenberger.

In der Diözese Gurk-Klagenfurt wird nach der Einschätzung des Dompropstes erst dann Ruhe einkehren, "wenn von Seiten der kirchlichen Obrigkeit zugegeben wird, dass es eine 'Causa Schwarz' gibt". Diese sei durch seine Absetzung "selbstverständlich nicht erledigt". Alle diözesanen Prüfungen hätten ergeben, dass die Vorwürfe gegen die Amts- und Lebensführung des früheren Gurker und nunmehrigen St. Pöltner Bischofs Alois Schwarz stimmen, sagte Guggenberger. Das "Problem, das zuzugeben", habe auch damit zu tun, dass "Rom nicht weiß, was man mit einem Bischof machen soll, dessen Amtsführung verfehlt war".
Der Dompropst weiter: "Jetzt versucht man, die Sache zu leugnen oder kleinzureden und setzt denjenigen ab, der die Vorfälle aufgedeckt hat. Man meint wohl, wenn er weg ist, kann man einen beschönigenden und bagatellisierenden Bericht leichter durchbringen." Er erwarte, "dass die kirchliche Obrigkeit in Österreich und Rom den Anstand hat, die Dinge, die aus dem Ruder gelaufen sind, zuzugeben". Immerhin habe es einen "gravierenden Amtsmissbrauch" durch Schwarz gegeben, der das Bischofsamt "ramponiert" habe. Konkrete Personen hätten beruflichen und persönlichen Schaden erlitten, und materieller Schaden sei dadurch entstanden, "indem kirchliches Stiftungsvermögen verschleudert wurde".


Guggenberger stellte in Abrede, dass es einen "Fall Kärnten" und nicht einen "Fall Schwarz" gebe. Dieser "Umdeutungsversuch" ärgere ihn zutiefst. Die Kirche in Kärnten sei weder im Ausnahmezustand noch in einer Krise und "schon gar nicht zerstritten". Im vergangenen "herausfordernden Jahr" der Sedisvakanz habe die Diözese Gurk "an Profil gewonnen", so deren vormaliger interimistischer Leiter. Guggenberger hob den kollegialen Leitungsstil in dieser Phase hervor, der zu einer "Qualitätssteigerung" geführt habe. Ein solcher Führungsstil wäre auch einem zukünftigen Bischof in Kärnten zu empfehlen - auch wenn dies "die Struktur der katholischen Kirche nicht unbedingt nahelegt".
Kritik schon bei Schwarz-Abschied "nicht opportun"

Zur Kritik, dass das Gurker Domkapitel erst nach dem Abgang von Alois Schwarz aktiv geworden sei, sagte Guggenberger: "Wir haben Bischof Schwarz immer wieder auf die Probleme aufmerksam gemacht, die seine Amtsführung hervorgerufen hat. Er hat aber auf Kritik nie reagiert." Außerdem sei "vieles von dem, was wir heute wissen, damals noch gar nicht bekannt" gewesen, teilte der Dompropst mit. "Denn wir hatten keinerlei Einblick ins Bistum, wo die wesentlichen Probleme entstanden sind." Beim Abschied von Bischof Schwarz sei es Guggenberger ein Anliegen gewesen, diesem für seinen seelsorglichen Einsatz zu danken, "den ich nach wie vor für außergewöhnlich halte". Bereits bei der Abschiedsfeier auf die Kritik einzugehen, habe er "für nicht opportun" gehalten.

Auf die Frage, ob er im Rückblick auf das vergangene Jahr alles wieder genauso machen würde, antwortete Guggenberger: "Wir haben alles mit Bedacht gemacht und die Fakten abgewogen. Ich sehe nichts, was man anders machen sollte."

Papst Franziskus hatte Militärbischof Werner Freistetter am Freitag vor einer Woche (28. Juni) zum Apostolischen Administrator der Diözese Gurk ernannt. Freistetter löste damit den vor knapp einem Jahr gewählten Diözesanadministrator Guggenberger an der Spitze der Diözese ab und leitet diese, bis ein neuer Bischof ernannt wird.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten
Foto Guggenberger (c) Diözese Gurk-Klagenfurt


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 H.v.KK 5. Juli 2019 
 

H.v.KK

Das Hauptproblem ist Guggenberger selbst!Er war jahrelang ein stets Sonderbeflissener des jetzt von ihm so verteufelten "System Schwarz"!Noch seine Abschiedslaudatio für Schwarz trifte förmlich von "säuslerischer" Lobhudelei für den abberufenen Bischof!Warum nur fällt mir für dieses Verhalten das Wort "Pharisäer" ein? Mit der Ernennung des (mir persönlich bekannten) Bischof Freistetter hat der Vatikan den Streitparteien sehr diplomatisch die Konfliktbasis entzogen!Und jetzt sollen endlich die Untersuchungen unvoreingenommen und ohne populistische Zwischenrufer abgeschlossen werden!Erst dann ist die Zeit für ein Urteil gekommen!


2
 
 girsberg74 5. Juli 2019 
 

Alles völlig logisch!

Womit haben die höheren Instanzen ein Problem, dass alles vor sich dümpelt, nicht erledigt wird?


4
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDUNG nur mehr bis 25. MÄRZ möglich!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  4. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  5. "Europa hat die Gefahr der islamischen Republik Iran noch immer nicht begriffen"
  6. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  7. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  8. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  9. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  10. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  11. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  12. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  13. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  14. Kärntner Ordinaritaskanzler: Rechthaberei in der Kirche überwinden
  15. Papst antwortet auf Leserbrief eines Atheisten

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz