Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  2. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  3. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  4. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  5. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  6. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  7. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  8. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  9. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  10. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  11. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  12. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  13. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  14. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  15. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“

Missbrauchspriestern vergeben? Protest während Predigt in Münster

5. Juli 2019 in Deutschland, 249 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Eklat: 70 Gottesdienstteilnehmer und ein Teil des Kirchenchores verließen Messe wegen der Predigt


Münster (kath.net) Er sei in der Predigt mit seiner Stimme nicht gegen „den schreienden Mob“ angekommen und habe deshalb seinen Standpunkt und die biblisch wichtige Bedeutung der Vergebung nicht erläutern können. Das beklagte im Nachhinein der 79-jährige Ruhestandspfarrer Ulrich Zurkuhlen, wie „Kirche und Leben“ berichtete. Gegenüber „Kirche und Leben“ kritisierte Zurkuhlen, dass selbst Bischöfe von Priester-Tätern als „Verbrecher“ sprächen, obwohl diese durchaus auch gute Seelsorger gewesen seien. Der Ruhestandsgeistliche erläuterte gegenüber der Redaktion weiter, dass niemand „nur abgründig böse“ sei, sondern dass sich häufig „Güte und Schuld miteinander“ verbänden. Es werde „allmählich Zeit, dass die kirchlichen Hierarchen nach langer Zeit auch mal ein Wort der Vergebung sagen können“.


In der Predigt in der Münsteraner Heilig-Geist-Kirche hatte Zurkuhlen nach Darstellung von Gottesdienstteilnehmern in der Predigt von zwei Frauen gesprochen, deren Gespräche ständig um sich selbst gekreist seien und die sich dann abwertend über ihre verstorbenen Ehemänner geäußert hätten. Daraufhin habe der Priester auf die Möglichkeit zur Vergebung hingewiesen. Dies bezog er dann auch auf Priester, die Minderjährige sexuell missbraucht hatten, auch ihnen sollte vergeben werden. Der Ruhestandsgeistliche bestätigte gegenüber „Kirche und Leben“ diese Darstellung. An dieser Stelle hätten einige Gemeindemitglieder die Predigt unterbrochen und eine Diskussion mit Zurkuhlen begonnen. Ein Großteil der Gemeinde habe sich sogar draußen auf dem Kirchplatz versammelt. Konkret hatten 70 Gottesdienstteilnehmer und ein Teil des Kirchenchores die Messfeier verlassen.

Der zuständige leitende Pfarrer im Pfarrverbund, Stefan Rau, erläuterte gegenüber „Kirche und Leben“, dass diese Analogie von lästernden Frauen und dem Opfer-Täter-Verhältnis „mehr als unbedacht“ sei. Opfer hätten keine Bringpflicht zur Vergebung, einen solchen Eindruck dürfe man nicht so stehen lassen. Er lädt in wenigen Tagen zu einem öffentlichen Gespräch über die Predigt ein. Rau wertete es als besonders schlimm, dass in diesem Gottesdienst Betroffene sexuellen Missbrauchs anwesend gewesen seien.

Mit dem Ruhestandsgeistlichen habe man bereits ein Gespräch geführt, weitere Gespräche werden folgen, so Rau. Disziplinarische Maßnahmen würden gegen Zurkuhlen zunächst nicht ergriffen.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Bistum Münster

  1. KJG Münster distanziert sich von Verbandspatron Thomas Morus
  2. Deutschland: Lesung eines Mentalisten in einer Pfarrkirche
  3. „Begegnung in Kelch und Hostie, von Brot und Wein in ein gemeinschaftliches Abendmahl verwandeln“
  4. Bistum Münster: Laien übernehmen pastorale Leitung einer Pfarrei
  5. Bischof Genn hält an Auflösung von Totus Tuus fest
  6. Nach Kritik an Covid-19 Impfungen und LGBT-Zeitgeist: Priester der Petrusbruderschaft wird versetzt
  7. Regenbogenfahne in Kirche mit Grab von Anna Katharina Emmerick
  8. Bistum Münster: Firmung mit Desinfektion und Mundschutz
  9. Bistum Münster: Gottesdienste mit Gläubigen ab 1. Mai wieder möglich
  10. Kardinal Barreto meint: "Die Kirche ist nicht gespalten"







Top-15

meist-gelesen

  1. Gott inmitten von Töpfen und Geschirr
  2. War der katholische Soldat Gus March-Phillipps (+1942) ein Vorbild für die Filmfigur James Bond?
  3. „Lourdes ganz nah: Komm und begegne der heiligen Bernadette“
  4. Papst beruft Wiener Uni-Professor Tück in die Internationale Theologenkommission
  5. Papst sprach auch mit Selenskyj über Lage in Frontstadt Oleschky
  6. Apostolisch und nix anderes
  7. Die Bibel schweigt nicht zur Abtreibung. Es gibt die Zehn Gebote: Du sollst nicht töten!'
  8. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“
  9. "Ministrant Putins": Tück übt scharfe Kritik an Moskauer Patriarch
  10. „Mehr Katholiken in Afrika als in Europa“
  11. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  12. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  13. Genesungswünsche für Papst: "Lieber Papst Leo ..."
  14. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  15. Medjugorje-Seher: "Ich bin nur ein Werkzeug"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz