Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Allein den Betern kann es noch gelingen - Schicken Sie uns Ihr Anliegen!
  2. „Wie Papst Franziskus mit den deutschen Bischöfen umgegangen ist, war eine Meisterleistung“
  3. Der verunglückte Rombesuch der deutschen Bischöfe
  4. "Maßgebliche Kritiker sprechen offen von einem latenten Schisma"!
  5. DBK-Vorsitzender Bätzing zeigt Verständnis für deutsche "Klimaterroristen"
  6. Papst Franziskus bekräftigt Nein zum Frauenpriestertum
  7. Als ob es Gott nicht gäbe
  8. Papst an Theologen: Kreative Treue zu Tradition bei Gender-Thema
  9. „Kirchliche Mitarbeiter müssen jetzt wahrscheinlich so tun, als wüssten und hörten sie nichts“
  10. Deutsche Kirchen auf "linksextremen Irrwegen" - Kooperation mit der Antifa!
  11. Roma locuta causa finita
  12. Bitte unterstützen Sie kath.net (nicht nur vor Weihnachten) via AmazonSmile-Programm
  13. Bistum Chur möchte keinen Exorzisten mehr
  14. „Brauchen wir eine weitere protestantische Modernisierungspastoral?“
  15. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre DRINGENDE Hilfe!

„Das Beichtgeheimnis ist unantastbar – Beichte ist ein heiliger Raum“

11. Juni 2019 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Vorsitzender der Bischofskonferenz von Costa Rica wehrt sich gegen Überlegungen des Staates, katholische Priester zum Bruch des Beichtgeheimnisses zu zwingen, wenn sie in der Beichte Kenntnis von Missbrauch erhalten.


San José (kath.net/pl) „Das Beichtgeheimnis ist unantastbar.“ Die Beichte sei ein heiliger Raum. Darauf wies José Rafael Quirós, Erzbischof von San José und Präsident der Bischofskonferenz von Costa Rica, hin. Zuvor hatte Carlos Alvarado, Präsident des zentralamerikanischen Landes, die Legislative dazu aufgefordert, mögliche gesetzgeberische Maßnahmen zu erörtern, um katholische Priester unter Androhung von Geldstrafen zu zwingen, den Behörden mitzuteilen, wenn sie in der Beichte Kenntnis von sexuellem Missbrauch und von Pädophilie hören. Betroffen wären sowohl die Beichten von Erwachsenen, die als Täter in Frage kommen, wie auch von Kindern, die davon berichten, Opfer von Missbrauch geworden zu sein. Das berichtete „Eco Católico“, das offizielle Wochenblatt der katholischen Kirche von Costa Rica.

Erzbischof Qierós wies darauf hin, dass die Beichte eines der sieben Sakramente ist, „in denen sowohl Jesus Christus persönlich wie auch die Kirche handelt. Diese Handlungen gehen direkt ins Herz der Person.“ Das Bekenntnis in der Beichte „ist ein Moment, in dem der Mensch weiß, dass er sein Gewissen für Gott öffnet“. Das Sakrament der Buße sei „heilig, es gehört Gott, es ist unantastbar“. Deshalb bittet Erzbischof Quirós darum, in diesem Zusammenhang den Stand der Religionsfreiheit in Costa Rica zu prüfen. Außerdem betonte der Vorsitzende der Bischofskonferenz, dass sich ein Priester, der das Beichtgeheimnis bricht, die Exkommunikation zuzieht.

Der Rechtsanwalt José Miguel Villalobos erläuterte, dass dies Grundfragen des staatlichen Rechts beträfe. Auch Anwälte, Psychologen und Journalisten stünden unter einer beruflichen Schweigepflicht. Würde dies gestrichen, „kann dies dazu führen, dass Menschen auch beim Anwalt oder beim Psychologen nicht mehr offen sprächen“.

Der Priester Manuel Enrique Chavarría fragte, wann genau er sich eigentlich dazu überwinden sollte, das Beichtgeheimnis zu brechen: Dann, wenn ihm ein Opfer davon erzählt? „Falls das ein privates Gespräch ist, wie können wir den Vorwurf loswerden, dass wir jemanden ohne weitere Beweise verleumderisch denunzieren?“ Ein Priester könne anders wirken, sagte der Pfarrer und erinnerte an den Fall eines Mannes, der 2014 ein Mädchen vergewaltigt und dann sie und ihren Partner getötet hatte. Als der Täter diese Tat in der Beichte gestand, bat ihn der Priester, sich der Polizei zu stellen und begleitete ihn auf die Polizeistation.

„Eco Católico“ zitierte außerdem einen Abgeordneten, der eigentlich für diese Aufweichung des Beichtgeheimnisses ist, aber einräumte, dass ein Priester im Beichtstuhl eventuell die beichtende Person nicht kennt oder erkennt und deshalb auch keinen Namen weitergeben kann.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Claudia_Sperlich 11. Juni 2019 

Dumm, böse und nicht durchführbar

ist dieser Gesetzesvorschlag.
Dumm, weil bei einem solchen Gesetz Täter sich nicht mehr Priestern anvertrauen und also kein Beichtvater sie zum Geständnis vor der Polizei bringen kann.
Böse, weil es ein diktatorischer Eingriff in heilige Vollzüge ist.
Nicht durchführbar, weil man nicht nachprüfen kann, was jemand beichtet - es sei denn, man verwanzt die Beichtstühle und hört gleich alles mit, jedes Geständnis von bonbonklauenden Schuljungen, fremdgehenden Eheleuten, ungerecht schimpfenden Nachbarn usw., alle kleinen und großen Sünden überhaupt.

Das wiederum hätte sehr schnell eine praktische Folge für Priester und Beichtwillige: Man würde die Beichten woanders hin verlagern. Es spricht nichts dagegen, in der unverwanzten Priesterwohnung zu beichten oder, wenn auch diese Sicherheit nicht mehr gegeben ist, beim gemeinsamen Spaziergang um den Block zu beichten.
Wer "unter Umständen" für den Bruch des Beichtsiegels ist, ist tatsächlich immer für diesen Bruch und erreicht gar nichts.


3
 
 Stanley 11. Juni 2019 
 

Gesetzlicher Zwang zum Bruch des Beichtgeheimnisses

... berechtigt meiner Ansicht nach eine automatische Entbindung der Gläubigen von der Pflicht zur Beichte.
(Verpflichtend ist es [traditionell], wenigstens einmal im Jahr zu Ostern zu beichten.)


1
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Beichte

  1. Sechs Gründe, den Advent mit einer guten Beichte zu beginnen
  2. So ist Beichte!
  3. Zur Erlaubnis der Generalabsolution in Zeiten des #Covid19
  4. USA: Beichten auf der Pfarrhaus-Veranda
  5. Vatikan erlaubt wegen Corona-Pandemie die Generalabsolution
  6. Beichten auf dem Pfarreiparkplatz
  7. Hören „Alexa“ und „Siri“ IHRE Beichte mit?
  8. Das Beichtgeheimnis bleibt in Kalifornien gewahrt
  9. Vatikan bekräftigt Unverletzlichkeit des Beichtgeheimnisses
  10. US-Bischof: Gehe ins Gefängnis bevor ich das Beichtgeheimnis breche







Top-15

meist-gelesen

  1. Allein den Betern kann es noch gelingen - Schicken Sie uns Ihr Anliegen!
  2. Warum Sie am 2. April 2023 am Abend in Krakau sein sollten!
  3. „Wie Papst Franziskus mit den deutschen Bischöfen umgegangen ist, war eine Meisterleistung“
  4. Bitte unterstützen Sie kath.net (nicht nur vor Weihnachten) via AmazonSmile-Programm
  5. Der verunglückte Rombesuch der deutschen Bischöfe
  6. Eine einmalige kath.net-Reise ans Ende der Welt - NORDKAP + LOFOTEN
  7. "Maßgebliche Kritiker sprechen offen von einem latenten Schisma"!
  8. Roma locuta causa finita
  9. Papst Franziskus bekräftigt Nein zum Frauenpriestertum
  10. Als ob es Gott nicht gäbe
  11. Hat Kardinal Marx dem Papst erneut den Rücktritt angeboten?
  12. DBK-Vorsitzender Bätzing zeigt Verständnis für deutsche "Klimaterroristen"
  13. 'Die Pille müssen wir mit dem Tod der erotischen Liebe bezahlen'
  14. Deutsche Kirchen auf "linksextremen Irrwegen" - Kooperation mit der Antifa!
  15. Wer leitet die Synode über die Synodalität?

© 2022 kath.net | Impressum | Datenschutz