Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vom Elend der Fürbitten
  2. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  3. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  4. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  5. Peinlich - Deutsche Protestanten glauben mehrheitlich nicht an den dreieinigen Gott
  6. Der entschärfte Gott
  7. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  8. EuGH-Urteil: Deutscher Kirchenaustritt kein automatischer Kündigungsgrund
  9. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"
  10. Realitätsverlust im Bistum Chur
  11. Muslime wählen SPD und Linke, Christen wählten CDU
  12. Bischof Elbs ermutigt zur Beichte: "Herz ordnen und sich auf Ostern vorbereiten"
  13. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  14. Heimisch sein im Vatikan - Papst Leo XIV. wohnt wieder in der klassischen Papstwohnung
  15. Katholische US-Historikerin Bronwen McShea schreibt über „die Frauen, die der Vatikan vergaß“

"Notre Dame in Flammen - ein Ruf zur Bekehrung Europas"

16. April 2019 in Kommentar, 45 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"Am ersten Tag der Passionswoche brennt Notre Dame in Paris. Hätte es ein Symbol geben können, das lauter schreit: 'Kehrt um!'? Das Herz des Christentums ist getroffen." Gastkommentar von Gabriele Kuby


Paris (kath.net) Am ersten Tag der Passionswoche brennt Notre Dame in Paris. Hätte es ein Symbol geben können, das lauter schreit: „Kehrt um!“? Das Herz des Christentums ist getroffen. Jeder spürt es, selbst wenn er kein Katholik, kein Glaubender ist. Wohin sollen wir gehen mit der Not der Welt, mit unserer eigenen Not, wenn wir keine Kirchen mehr haben, wenn das Christentum zugrunde gerichtet ist und nur noch am Rande oder im Untergrund überlebt?

Die westliche Welt ist abgefallen vom Glauben. Immer mehr Kirchen werden geschlossen, immer mehr Kirchen fallen Vandalismus zum Opfer, besonders stark in Frankreich. Gott ist den Menschen gleichgültig geworden, schlimmer als das: Die Mächtigen tun alles, um die christliche Kultur zu zerstören, den Glauben auszuradieren aus den Herzen der Menschen und Christen ihrer Wirkungsmöglichkeiten zu berauben.

Es ist nicht nur der erste Tage der Passionswoche, es ist auch der Vorabend des Geburtstags von Papst Benedikt XVI. Wenige Stunden nach seiner Rücktrittserklärung am 11. Februar 2013, dem Gendenktag der heiligen Bernadette von Lourdes, zerriss ein Blitz den Himmel und schlug in die Spitze des Petersdomes ein – auch das ein Zeichen, das auf erschütternde Weise wahr geworden ist. Papa Emeritus hat am 11. April 2019 noch einmal das Wort ergriffen als Hirte, der seine Schafe nicht allein lässt und ihnen Licht und Orientierung gibt, damit sie an der Kirche nicht verzweifeln:


„Eine Gesellschaft, in der Gott abwesend ist – eine Gesellschaft, die ihn nicht kennt und als inexistent behandelt, ist eine Gesellschaft, die ihr Maß verliert. In unserer Gegenwart wurde das Stichwort vom Tod Gottes erfunden. Wenn Gott in einer Gesellschaft stirbt, wird sie frei, wurde uns versichert. In Wahrheit bedeutet das Sterben Gottes in einer Gesellschaft auch das Ende ihrer Freiheit, weil der Sinn stirbt, der Orientierung gibt. Und weil das Maß verschwindet, das uns die Richtung weist, indem es uns gut und böse zu unterscheiden lehrt.“

Deswegen brennt Notre Dame. Die Grundstrukturen der Kathedrale stehen noch. Die kirchlichen Strukturen in Europa stehen noch, aber sie sind nicht mehr gefüllt mit gläubigen Menschen, die niederknien vor der Eucharistie, die die barmherzige Vergebung Gottes in der Beichte erflehen, die noch wissen, was sie glauben und sich zu ihrem Glauben bekennen, die den schmalen Weg der Heiligkeit gehen. Sie haben dafür kaum mehr Vorbilder in ihren Hirten, sind allein gelassen und werden nicht angeleitet, die Wölfe im Schafspelz zu erkennen und sich nicht von ihnen verführen zu lassen. Hirten, wo seid ihr? Warum habt ihr solche Angst? Warum folgt ihr Jesus nicht nach? Warum liefert ihr die Herde den Wölfen aus?

Es heißt, die Dornenkrone sei aus den Flammen gerettet worden. Umkehr zu Gott bedeutet Zustimmung zu Opfer und Leid. Aber dieses Leid und diese Opfer sind die Bausteine, mit denen Notre Dame wiederaufgebaut wird. Der heilige Franziskus bekam von Jesus die Anweisung: „Baue meine Kirche wieder auf.“ Er nahm das wörtlich und begann San Damiano vor dem Verfall zu retten. Aber er tat viel mehr: Durch sein heiliges Leben erneuerte er die Kirche des gesamten Abendlandes.

Man werde Notre Dame wieder aufbauen, versichert Emmanuel Macron. Eine französische Familie wird dafür 100 Millionen spenden. Großartig! Der eigentliche Aufbau geschieht durch Bekehrung, durch Rückkehr zum ganzen, gelebten Glauben. Jeder, in welcher Position er sich auch befinden mag, kann durch ein Leben im Wort Gottes zum Wiederaufbau von Notre Dame beitragen.

Bischöfe, seht das Fanal! Kardinal Marx, setzen Sie ein Zeichen, und streichen sie die synodale Anpassung an eine moralisch korrumpierte Welt. Verschwenden Sie nicht länger unsere Kirchensteuergelder zur Finanzierung von Organisationen, die sich katholisch nennen, aber mit Ihrer Billigung den Glauben zerstören.

Wir sind am Anfang der Passionswoche. Jesus sagt: „Und wenn jene Zeit nicht verkürzt würde, dann würde kein Mensch gerettet; doch um der Auserwählten willen wird jene Zeit verkürzt werden (Mt 24,22). Der Karfreitag wird uns nicht erspart bleiben. Aber wir wissen und glauben und haben in unserem eigenen Leben erfahren, dass danach die Auferstehung kommt. Lassen wir uns von der Freude über die Auferstehung unseres Herrn am kommen Ostersonntag bis auf den Grund unseres Herzens erfüllen, auf dass wir die Kraft haben mögen, standzuhalten am Fuß des Kreuzes.

Notre Dame, unsere Frau, unsere liebe Frau, Mutter unseres Herrn Jesus Christus, bitte für uns.

Euronews - Notre-Dame: Das Feuer ist unter Kontrolle - Gläubige beten für den Erhalt der Pariser Kathedrale



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Christentum

  1. Warum Kirchen jetzt Frieden, Recht und Wahrheit verteidigen müssen
  2. Christliche Literatur als Schlüssel zu einer verborgenen Welt
  3. Burkina Faso: Christen und Muslime stehen nach Massaker zusammen
  4. Pakistan: Imam ergreift Partei für Christen unter Blasphemie-Verdacht
  5. Viel Schatten und einige Lichtblicke: „Kirche in Not“ Bilanz für 2020
  6. „Geburt des Sohnes Gottes begründet Einzigartigkeit des Christentums“
  7. „Die Christen im Libanon sollen auf die Hilfe von ,Kirche in Not’ zählen können“
  8. Libanon: Junge Christen leisten Nothilfe für Überlebende der Explosion von Beirut
  9. „Wurzeln und Identität der Christen werden verwischt“
  10. Marokko: Christen müssen ihren Glauben oft heimlich leben






Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE - 25. MÄRZ!!!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  4. Realitätsverlust im Bistum Chur
  5. Vom Elend der Fürbitten
  6. Heimisch sein im Vatikan - Papst Leo XIV. wohnt wieder in der klassischen Papstwohnung
  7. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  8. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  9. Einladung zur Novene zum Hl. Josef
  10. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  11. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  12. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  13. Der entschärfte Gott
  14. Papst bezieht diesen Samstag seine Wohnung im Apostolischen Palast
  15. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz