Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. So nicht, Mr. Präsident!
  2. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  3. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  4. "Welcher Teufel reitet Sie, Frau Paganini?"
  5. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  6. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  7. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  8. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  9. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  10. Wissenschaftler zum Grabtuch von Turin: ‚Diese Energie haben wir auf der Erde nicht‘
  11. Jeder zweite Deutsche wünscht sich ein Leben nach dem Tod
  12. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  13. Burke: Ein anhaltender Clash zwischen Papst Leo und Trump? „Das ist übertrieben“
  14. Vatikan stoppt Seligsprechungsverfahren für argentinischen Bischof Jorge Novak
  15. Glaubensbekenntnis vor Millionenpublikum: Spanische Fashion-Influencerin Susana Arcocha getauft

Ukraine-Frage: Unterschiedliche Signale aus Mönchsrepublik Athos

14. Februar 2019 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Delegation der neuen unabhängigen Ukrainischen Orthodoxen Kirche wurde von manchen Klöstern empfangen, von anderen abgewiesen - Versammlung der 20 Großklöster des Athos stellt sich laut Medienbericht eher hinter Ökumenisches Patriarchat


Athen-Kiew (kath.net/KAP) Der innerorthodoxe Konflikt um die neue unabhängige Ukrainische orthodoxe Kirche hat nun auch massive Auswirkungen auf die Mönchsrepublik Athos. Derzeit ist keine klare einheitliche Linie erkennbar, wie die Klöster des Athos mit dem Konflikt umgehen. Anfang Februar hatte die "Hiera Koinotis" (Heilige Zusammenkunft), in der alle 20 Großklöster des Athos vertreten sind, es mehrheitlich abgelehnt, eine offizielle Delegation zur Amtseinführung des Oberhaupts der neu gegründeten "Orthodoxen Kirche der Ukraine", Metropolit Epiphanius (Dumenko), nach Kiew zu entsenden.

Nun besuchte dieser Tage mit Bischof Pavel (Juristyj) von Odessa, ein Vertreter der neuen autokephalen Kirche den Athos. In vier Klöstern wurden der Bischof und seine Delegation willkommen geheißen: Xenofontos, Pantokratoros, Esfigmenou und Vatopedi. Im Pantokratoros-Kloster konnte der Bischof einen feierlichen Gottesdienst zelebrieren. In anderen Klöstern (Panteleimon, Zografou und Dochiariou) wurde dem Bischof hingegen der Zutritt verweigert. Im prestigeträchtigen Kloster Simonos Petras wurde der ukrainischen Delegation zwar erlaubt, die Reliquien des heiligen Einsiedlers Simon zu verehren, nicht aber, die Liturgie zu feiern.


Der Außenamtsleiter des russisch-orthodoxen Moskauer Patriarchats, Metropolit Hilarion (Alfejew), der alle Kiew-treuen Mönche als "Schismatiker" verurteilt, rief die Klöster des Athos dazu auf, Stellung zu beziehen und sich gegen die neue "Orthodoxe Kirche der Ukraine" zu wenden. "Es ist eine dringende Entscheidung für die gesamte Mönchsrepublik und für jede Gemeinschaft des Berges Athos", warnte der Metropolit in einer Erklärung des orthodoxen Portals Iisus. Schließlich sei der Berg "für Millionen orthodoxer Gläubiger nach wie vor eine Säule der kirchlichen Wahrheit."

Auf Anweisung Hilarions wies deshalb auch der russische Archimandrit Evlogij Bischof Pavel ab, als dieser am vergangenen Samstag nach dem Pantokratoros-Kloster auch das Panteleimon-Kloster besuchen wollte. Brisant: Trotz seiner engen Verbindung zur russisch-orthodoxen Kirche (im 19. Jahrhundert unterstand das Kloster den Zaren von Moskau) untersteht das Kloster heute eigentlich dem Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel. Die Gemeinschaft besteht aus mehr als 50 Mönchen, hauptsächlich Russen und Ukrainer. Der Ökumenische Patriarch Bartholomaios hatte die Gemeinschaften des Athos aufgefordert, die Vertreter der autokephalen Kirche von Kiew zu empfangen.
Laut einem Bericht der griechischen Website romfea.news hat sich die "Hiera Koinotis" am Montag in der Ukraine-Frage hinter das Ökumenische Patriarchat gestellt. Auch jede Form der Demütigung des Ökumenischen Patriarchats wurde demnach zurückgewiesen. Es sei wichtig, "die Einheit der Heiligen Klöster zu erhalten und in alle Richtungen die klare Botschaft auszusenden, dass niemand den Berg Athos instrumentalisieren dürfe." Im übrigen sei der Athos auch keine eigene Kirche, die darüber zu befinden habe, ob sie eine andere Kirche anerkennt oder nicht.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten
Foto: Symbolbild


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Ukraine

  1. Nuntius in Kiew ermutigt zur Unterstützung der Ukrainer
  2. Ukraine: Sophienkathedrale als Leuchtturm der Hoffnung
  3. "Wir sind Zuschauer bei etwas, was einem Völkermord sehr nahekommt"
  4. Ukrainische Katholiken erhalten katholische Kirche für 50 Jahre zurück
  5. Die menschenverachtenden Angriffe auf die Ukraine durch Russland gehen täglich weiter!
  6. Papst Leo XIV. plant Ukraine-Besuch!
  7. Friedensappell für Ukraine von Kardinal Woelki und Weihbischof Hrutsa aus Lwiw
  8. Bei Treffen mit Leo: Selenskyj lädt Papst in die Ukraine ein
  9. Kritische Analyse des US-Friedensplanes von Präsident Donald Trump
  10. Kiewer Erzbischof bei Osloer Friedensgebet: Ukraine durchlebt Kreuzweg







Top-15

meist-gelesen

  1. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  2. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  3. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  4. So nicht, Mr. Präsident!
  5. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  6. "Welcher Teufel reitet Sie, Frau Paganini?"
  7. Wissenschaftler zum Grabtuch von Turin: ‚Diese Energie haben wir auf der Erde nicht‘
  8. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  9. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  10. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  11. Bischof: „Bin durch diese Äußerungen von Staatsanwälten und Richtern verletzt. Das ist Hassrede“
  12. Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen
  13. Vatikan stoppt Seligsprechungsverfahren für argentinischen Bischof Jorge Novak
  14. Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen christlichen YouTuber
  15. Glaubensbekenntnis vor Millionenpublikum: Spanische Fashion-Influencerin Susana Arcocha getauft

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz