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Nigeria: Mehr als 2000 Menschen sind von Boko Haram gefangen

29. Dezember 2018 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
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Die entführte 15-jährige Leah weigert sich, zum Islam zu konvertieren - Vater: „Das Vertrauen und der Glaube meiner Tochter haben mich erkennen lassen, dass ich mit einer wunderbaren Jüngerin Jesu unter einem Dach gelebt habe."


Luzern (kath.net/KIN) Die 15-jährige Leah wurde zusammen mit 110 Mitschülerinnen entführt, als Boko Haram am 19. Februar 2018 ein Internat in Dapchi, in der Diözese Maidiguri im Nordosten von Nigeria, überfiel. Einen Monat später starben einige der Mädchen in der Gefangenschaft und die übrigen wurden befreit, mit Ausnahme von Leah. Diejenigen, die befreit wurden, berichteten, dass Leah die einzige Christin der Gruppe war, und die Terroristen sie zwingen wollten, zum Islam zu konvertieren, sie sich jedoch geweigert hatte.

Am Glauben festhalten

Die Mutter von Leah, Rebekka, bittet darum, weiterhin für Leah zu beten: „Ich weiss, dass Gläubige in aller Welt für die Befreiung meiner Tochter beten und sich dafür einsetzen; doch bis heute habe ich meine Leah noch nicht wiedergesehen. Ich möchte die Christen bitten: Hört nicht auf, zu beten, bis sie zurückkommt.“


Ihre Weigerung, den Glauben an Christus zu verleugnen, bewegt ihren Vater Nathan sehr: „Das Vertrauen und der Glaube meiner Tochter haben mich erkennen lassen, dass ich mit einer wunderbaren Jüngerin Jesu unter einem Dach gelebt habe. Ihr Zeugnis, dass sie sich niemals von Christus abwenden wird, auch nicht angesichts der Todesdrohungen durch Boko Haram, macht mich stolz auf ihren festen Glauben an den Herrn.“

Für Leah beten

Im Oktober veröffentlichte die Terrorgruppe ein Video, in dem sie damit drohte, Leah als “lebenslange Sklavin„ zu halten.

Der Erzbischof von Jos, Ignatius Kaigama, erhob vor einigen Wochen − während er anlässlich der Vorstellung des Berichts zur Religionsfreiheit in der Welt in Malta war − auch seine Stimme für die Bitte von Leahs Mutter. Der Erzbischof rief eindringlich zum Gebet für alle Personen auf, die sich in der Gewalt von Terroristen befinden: „Ich lade euch alle dazu ein, für Leah und all jene zu beten, die gefangen gehalten werden, weil sie sich weigern, ihrem Glauben abzuschwören. Leah hat sich dafür entschieden, weiterhin Christin zu sein, selbst in Anbetracht eines möglichen Todes. Sie ist durch ihr mutiges Festhalten an ihrem Glauben und an ihrer christlichen Identität ein grossartiges Beispiel. Wir müssen für alle Menschen beten, die gefangen gehalten werden, traumatisiert sind und sich in Händen von Terroristen in grosser Gefahr befinden.“

Man schätzt, dass immer noch mehr als 2000 Frauen, Kinder und junge Männer von Boko Haram gefangen gehalten werden. Die Frauen werden gezwungen, zu konvertieren, Kämpfer dieser Gruppe zu heiraten und wer sich weigert, erleidet brutale Gewalt. «Kirche in Not» unterstützte Projekte in Nigeria im Jahr 2017 mit rund CHF 1.7 Mio.

«Kirche in Not (ACN)» ist ein internationales katholisches Hilfswerk päpstlichen Rechts, das 1947 von Pater Werenfried van Straaten (Speckpater) als „Ostpriesterhilfe“ gegründet wurde. Es steht mit Hilfsaktionen, Informationstätigkeit und Gebet für bedrängte und Not leidende Christen in rund 140 Ländern ein. Seine Projekte sind ausschliesslich privat finanziert. Das Hilfswerk wird von der Schweizer Bischofskonferenz für Spenden empfohlen.
Spenden mit dem Vermerk «Nigeria» können gerichtet werden an:

Kirche in Not Schweiz

Kirche in Not Österreich

Kirche in Not Deutschland


Foto: Die 15-jährige Leah Sharibu vor ihrer Entführung durch Boko Haram (c) Kirche in Not


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