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Leugnete portugiesischer Bischof die Jungfräulichkeit Mariens?

28. Dezember 2018 in Aktuelles, 90 Lesermeinungen
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Christus „wurde von Maria und Joseph empfangen wie jede andere Person“ - Diskussion um Jungfrau-Aussagen von Manuel Linda, Bischof von Porto – Bischof ruderte eiligst zurück


Porto (kath.net) Christus „wurde von Maria und Joseph empfangen wie jede andere Person… Jungfräulichkeit wird nur als Metapher mit Maria in Verbindung gebracht, um zu zeigen, dass Jesus eine sehr besondere Person ist.“ Dies sagte der Bischofs von Porto, Manuel Linda, im Weihnachtsinterview mit der portugiesischen Webseite „Observador“. Er erläuterte weiter, „man sollte niemals die körperliche Jungfräulichkeit Mariens betonen“. Zwar beschreibe das Alte Testament Jesus viele Male als „von einer Jungfrau geboren, einer Tochter Israels, die einfach, arm und demütig ist. Doch bezieht sich dies nur auf die volle Gottesfrömmigkeit dieser Frau. Das Geschenk, die Muttergottes zu sein, war an Maria gegeben worden, weil sie ein ungeteiltes Herz hat. Wichtig ist ihre Ganzhingabe“, so Bischof Linda. „Mit Sicherheit gibt es Frauen mit einem zerrissenen Hymen, die bezüglich ihrer tiefen Gottesfrömmigkeit mehr eine Jungfrau sind als manch andere, deren Hymen intakt ist.“


Die Bischofsaussagen zogen in Portugal und darüber hinaus Kritik nach sich. Inzwischen hat der Bischof zurückgerudert und das Interview wurde entsprechend korrigiert. Die kritische Aussage, die Jesus zwei leibliche Eltern zuteilt, werden nun einer dritten Person zugeordnet, einem Priester, der telefonisch bestätigte, dass diese Aussagen von ihm gekommen seien.

Der Bischof von Porto zeigte sich jetzt gegenüber dem „Observador“ als „traurig über diese Interpretation“ seines Denkens über die Jungfräulichkeit Mariens. Er glaube an die körperliche und volle Jungfräulichkeit der Mutter Jesu Christi. Er erläuterte weiter, dass er mit seinen Satz „man sollte niemals die körperliche Jungfräulichkeit Mariens betonen“ aussagen wollte, dass die Jungfräulichkeit Mariens nicht nur eine körperliche Dimension habe – obwohl diese Dimension nicht ausgeschlossen werde könne – sondern auch einen theologischen Aspekt. „Niemand schließt [Mariens] körperliche Jungfräulichkeit aus“, sagte er und er bekenne sich dazu, dass es zwischen Maria und Josef keine sexuellen Kontakte gab.

Archivfoto Bischof Linda (c) Diözese Porto


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