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Kardinal Tobin: Niemand hat mir von schwuler Subkultur berichtet

24. August 2018 in Weltkirche, 31 Lesermeinungen
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Priester der Erzdiözese Newark, die jahrelang von Erzbischof McCarrick geleitet worden ist, haben gegenüber der Presse von einer homosexuellen Subkultur gesprochen.


Newark (kath.net/CNA/jg)
Niemand habe ihm von einer „schwulen Subkultur“ im Erzbistum Newark berichtet, schreibt Joseph Kardinal Tobin in einem Brief an seine Priester. Er steht dem Erzbistum seit November 2016 vor.

Tobin reagiert mit seinem Brief auf einen Artikel der Catholic News Agency (CNA), in welchem sechs Priester der Erzdiözese Newark über ihre Erfahrungen im Seminar und im priesterlichen Dienst berichten. Sie erzählten von einer homosexuellen Subkultur im Seminar und im Klerus, die jedem Seminaristen und Priester bekannt gewesen sei. Ihre Berichte betrafen die Jahre 1986 bis 2000, in denen Theodore McCarrick Erzbischof von Newark war, und die Zeit von 2001 bis 2016 unter seinem Nachfolge John Myers.

Sie erwähnten, wie unangenehm ihnen die Besuche von McCarrick im Priesterseminar waren, weil er häufig körperliche Nähe zu den Seminaristen suchte. Die besonderen Verhältnisse, die McCarrick zu seinen „Neffen“ unterhielt, seien in der Erzdiözese ebenfalls kein Geheimnis gewesen.

Es habe zwei Arten von Seminaristen gegeben, sagte einer der Priester gegenüber CNA. Die größere Gruppe habe den Ruf Gottes gespürt, seiner Kirche zu dienen. Die andere Gruppe habe einer homosexuellen Subkultur angehört, die bereits im Seminar bestanden habe.


Die diözesanen Behörden hätten ein erstaunliches Maß an Toleranz an den Tag gelegt. Im Seminar sei ihnen geraten worden, keine Probleme zu machen und die homosexuellen Seminaristen in Ruhe zu lassen. Auch nach der Weihe hätte man nur verloren, wenn man etwas gegen die homosexuelle Subkultur zu unternehmen versucht hätte, berichteten die Priester.

Die Situation im Priesterseminar habe sich am Ende der Amtszeit von Erzbischof Myers gebessert. Es habe personelle Änderungen gegeben. Mittlerweile seien strengere Kriterien für die Auswahl der Kandidaten für das Seminar in Kraft, sagten sie.

Tobin spricht in seinem Brief zwei konkrete Fälle an, die auch im Artikel von CNA behandelt werden. Ein Fall betrifft James Weiner, der derzeit Pfarrer im Erzbistum Newark ist. Er wurde als die Person identifiziert, der einen sexuellen Übergriff an Desmond Rossi begangen hat. Rossi war damals ebenfalls Priester des Erzbistums Newark, ist aber mittlerweile in die Diözese Albany gewechselt.

Der Fall Weiner wird derzeit vom Erzbistum erneut untersucht. Kardinal Tobin schreibt in seinem Brief, dass er bereits 2003 überprüft worden sei, obwohl das Opfer kein Minderjähriger gewesen sei.

Der Bericht von CNA nennt Weiner als Gastgeber von Cocktail-Partys für homosexuelle Priester des Erzbistums Newark. Drei Priester, die von CNA interviewt worden sind, haben unabhängig voneinander über diese Partys gesprochen und gesagt, dass sie diese sofort verlassen hätten, als ihnen klar geworden sei, was hier ablaufe.

Rossi war das Opfer einer sexuellen Nötigung durch zwei Diakone, die später zu Priestern geweiht worden sind. Er hat sich außergerichtlich mit der Erzdiözese Newark geeinigt und im Zuge des Vergleichs etwa 35.000 Dollar erhalten.

Der andere Fall, den Tobin in seinem Brief an die Priester anspricht, betrifft Mark O’Malley. Dieser wurde 2014 als Rektor des zum Seminar der Erzdiözese gehörenden St. Andrew’s College abgesetzt und krankheitsbedingt beurlaubt. Mehrere Quellen berichteten damals, die wahre Ursache für seine Entlassung sei die Installierung einer Kamera im Zimmer eines jungen Priesters gewesen, berichtet CNA.

Kardinal Tobin spricht in seinem Brief von einer „ernsten persönlichen Krise“, in die Mark O’Malley geraten sei. Er psychologisch untersucht worden und habe eine Therapie gemacht. Im April 2015 sei er für den priesterlichen Dienst geeignet erklärt worden und hoffe nun auf eine Position als Krankenhausseelsorger, schreibt der Kardinal.

Niemand, auch nicht die anonymen Quellen, die CNA zitiert, habe mit ihm über eine schwule Subkultur in der Erzdiözese Newark berichtet, schreibt Tobin weiter. Der Skandal um McCarrick und der Bericht der Grand Jury von Pennsylvania habe die Bischöfe und Priester der Erzdiözese erschüttert und betrübt.

Zu den Fällen O’Malley und Weiner sei noch vieles zu kommunizieren, räumte er ein. Am Ende seines Briefes bezweifelte er, ob die von CNA genannten Quellen tatsächlich Priester der Erzdiözese Newark seien. CNA bestätigte dies postwendend.

Dann legte er den Priestern nahe, Anfragen von Medien an das Kommunikationsbüro der Erzdiözese weiter zu leiten.



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Lesermeinungen

 Zeitzeuge 27. August 2018 
 

Liebe Fatima1713 und Hape!

Herzlichen Dank für Ihre Zeilen! :-)

Natürlich bin ich nicht unersetzlich bei kath.net, es gibt reichlich aufrechte Verteidiger/innen des unverfälschten kath. Glaubens hier, z.B. Sie beide, Deo Gratias!

Natürlich kann ich ehrliche, gute Wünsche klar von billiger Polemik unterscheiden!

Solcherart Polemik wirkt eher verkürzend auf meine Pause! :-( !

Entscheidend wird die Rezeption der aktuellen Ereignisse hier sein, Maßstab
ist immer die unverfälschte, überlieferte katholische Glaubens- und Sittenlehre,
die ggfls. dazulegen und zu verteidigen ist, idealerweise mit Quellenangaben und weiterführender Literatur!

Herzliche Grüße und Gottes Segen wünscht zunächst aus dem "Ruhemodus" der echte

Zeitzeuge!


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 Fatima 1713 26. August 2018 
 

@Zeitzeuge

Ich schließe mich ganz @hape an und wünsche Ihnen Gottes Segen!


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 hape 26. August 2018 

Lieber @Zeitzeuge

eine Auszeit sei Ihnen von Herzen gegönnt. Polemische Diskussionen sind wirklich nervig und man muss sehr darauf achten, nicht selbst in Polemik abzudriften.

Ihre Abwesenheit wird hier m.M.n eine große Lücke hinterlassen. So wie es aussieht, wird diese Lücke leider schnell von trolligem Unkraut überwuchert werden.

Ich hoffe aber, dass Sie Ihren Garten nicht ganz aus den Augen verlieren und dass Sie gelegentlich Ihre dogmatische Harke tatkräftig und kampfesmutig in die Hand nehmen, um im Weinberg des Herrn wieder ordentlich aufzuräumen.

Damit der Weinberg ein gepflegter Garten bleibt, wo die Lehre der Kirche immer wieder neu einwurzeln, in Ruhe heranwachsen und in neuer Schönheit aufblühen kann.

Mit Dank, im Gebet verbunden, hape


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 Affinis 25. August 2018 
 

@Zeitzeuge DANKE !

"so daß ich mir selbst eine "Kath.net-Pause" auferlege"

Eine SEHR gute Idee. DANKE !


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 Rolando 25. August 2018 
 

Zeitzeuge

Zu Ihrem Hinweis auf Felizitas Küble, ihr Beitrag ist gut, doch sie wettert generell gegen Charismatische Heilungsexerzitien, vor allem die der indischen Exerzitienleiter und Leiterinnen, warum? Gerade da erfahren Opfer und Täter Heilung, wenn sie offen dafür sind, doch Frau Küble legt da mit fadenscheinigen Behauptungen Steine in den Weg.


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 Zeitzeuge 25. August 2018 
 

Kath.,net-Pause des Zeitzeugen!

Ergänzend noch einmal ein Literaturhinweis:

googeln:

Felizitas Küble:

Generalverdacht gegen die Priesterschaft

mit int. Link von Kard. Burke zum Thema!

Zu den aktuellen Themen habe ich jetzt
oft und ausführlich Stellung genommen und fruchtlose Dispute mit uneinsichtigen Zeitgenossen/innen sind nicht mein Ding,

so daß ich mir selbst eine "Kath.net-Pause" auferlege, falls also keine Stellungnahme meinerseits erfolgt, heisst das natürlich nicht, daß ich unhaltbare Positionen gutheisse oder nichts dazu zu sagen hätte!

Custos quid de nocte?

Allein den Betern kann es noch gelingen!

Ich wünsche Allen eine gesegnete, besinnliche und wirklich gute Zeit!


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 Zeitzeuge 25. August 2018 
 

Die hierarchische Struktur der hl. Kirche ist göttlichen Rechts

und damit unumkehrbar gegliedert in
Papst, Bischöfe, Priester, Diakone und Gläubige!

Wenn jetzt auch hier z.B. hiergegen polemisiert wird, genau wie übrigens gegen die kath. Sexualmoral oder gegen den Zölibat, ist das klar Instrumentalisierung der schrecklichen Schandtaten, kirchenrechtl. u. weltliche Bestrafung der Schuldigen, Ausmerzung der "Homosubkultur" ohne Rücksicht auf Personen sowie echte Prävention durch klare Anwendung der §§ 199/200 der Ratio Fundamentalis, ist selbstverständlich das Gebot der Stunde, das gilt für alle Formen des sexuellen Missbrauchs, ja natürlich für alle Vergehen von Klerikern und sonstigen Mitarbeitern der Kirche.

Aber kein Generalverdacht, in den USA wurde bereits ein byz.-kath. Priester,
Nichttäter, unter Hinweis a.d. Missbräuche zusammengeschlagen!

Bei der jetzigen Diskussion darf nicht vergessen werden, daß es auch andere Vergehen u. Missbräuche i.d. Kirche gibt, die ebenfalls schwer sündhaft, wenn auch nicht nach weltl. Recht sind!


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 Einsiedlerin 24. August 2018 
 

Niemand...

...hatte ihm berichtet... War wahrscheinlich nicht notwendig, weil er eh alles wusste.
Was für eine Frechheit! Aber es wird nicht mehr lange dauern...


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 Hadrianus Antonius 24. August 2018 
 

Hybris und Verblendung

Tobin sollte sich das kleine Sätzchen bewußt sein, daß in allen US-amerikanischen Polizeifilmen stets wieder gesagt wird:
"Bedenken Sie, daß alles was Sie sagen, gegen Sie verwendet werden darf".
Und wir leben in einer Zeit mit Tonbandaufnahmegeräten (Danke Pater Ascarbal Sosa SI ;-) ), mit Video, Foto,Presse und weltumspannendem Internet.
Wie üblich: total verrannt in die Pripjatsümpfe, umgeben von tüchtigen Schützen mit kräftiger Artillerie und ohne Chance auf Rettung von aussen.
Torpediert und im Sinken...


4

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 Fatima 1713 24. August 2018 
 

Ich muss mich korrigieren

In meinem Eifer hab ich die Vergangenheit etwas verklärt und zwei (von wie gesagt vielen) vergessen: einer von ihnen umgab sich gerne mit jungen Männern und war wahrscheinlich homosexuell, und ein anderer hat ziemlich sicher mehrmals junge Mädchen unsittlich berührt. Auch die anderen waren natürlich nicht alle Heilige. Es gab z.B. welche, von denen ich mir sicher bin (soweit man es halt menschlich betrachtet sein kann), dass sie nicht gegen den Zölibat verstoßen haben, aber dafür mal ganz gerne einen unanständigen Witz erzählt haben, was natürlich auch unkeusches Verhalten ist. Aber ich habe so etwas bei Geistlichen nicht öfter erlebt als bei anderen.


1

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 Walahfrid Strabo 24. August 2018 

@Fatima 1713

Sie Glückliche/r! ;-)
Ich bin im kirchlichen Dienst und da sind mir im Laufe der Jahre schon einige über den Weg gelaufen, wo es ganz offensichtlich ist. Wobei ich davon nicht allen unterstellen möchte, daß sie es auch ausleben.


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 Fatima 1713 24. August 2018 
 

Überwiegend Homosexuelle?

Ich muss irgendwie auserwählt sein, denn ich bin bis jetzt in meinem Leben ausschließlich der äußerst seltenen Spezies "heterosexueller Priester" begegnet - und ich kenne wirklich viele Priester. Bei uns daheim sind sie quasi ein- und ausgegangen, da mein Vater einige sehr gute Freunde hatte, die Priester waren, dadurch lernt man dann wieder andere kennen etc. etc. und durch meine ehrenamtliche Tätigkeit in verschiedensten Pfarren hat sich das dann fortgesetzt.
Selbstverständlich kann man es nie genau wissen, aber für 95% dieser Priester würde ich die Hand ins Feuer legen. Es gab wohl ein paar wenige darunter, die ein "Zölibatsproblem" hatten - allerdings mit erwachsenen Frauen.


2

0
 
 Rob Albers 24. August 2018 
 

es gibt beides

In mehreren Aufenthalten in verschiedenen Klöster habe ich festgestellt, dass es grosse Unterschiede gibt. In einm Kloster sind die LGBT-Prister dominierend und mobben die Heteros, im anderen ist es umgekehrt. Es gibt auch Orden, welche schon vor Jahren versucht haben, die beiden Lager zu trennen, also in einigen Klöstern alle LGBT zu versammeln, in anderen nicht. Ob das eine gute Idee ist, frage ich mich. Es könnte zu Abspaltung führen. Aber auch das weiss ich nicht, ob das gut oder schlecht wäre. Es muss wohl eine sehr grosse Änderung in der strukturellen Kirche kommen. Weniger Hirarchien, keine "Einzelmächtigen" mehr (inkl. Papstamt) und wirklich unabhängige Stellen (Laien), wo man sich melden kann, wenn etwas nicht stimmt. Auch muss man sich Gedanken machen über die Ordensregeln. Es gibt darin einzelne Punkte, die es geradezu erschweren, wenn nicht verunmöglichen, dass ein Mönch Schwierigkeiten meldet! Die Welt hat nun mal Einfluss auf die Kirche...on man will oder nicht.


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 JBE 24. August 2018 
 

James Martin

Wenn Typen wie dieser James Martin in eine Familiensynode eingeladen werden ist dies nun wirklich ein Hohn erster Güte. Wer soll denn nun gefördert werden? Die traditionelle und einzig wirkliche Familie oder irgendwelche homosexuelle Lebensweisen bis zur Ehe für alle. Wo steht nun wirklich meine Kirche? Es ist zu befürchten,dass auch hier wieder irgendwelche unklaren,nichtssagenden und verwirrenden Aussagen gemacht werden,sodass auch nach der Synode niemand weiss,wo die Kirche denn wirklich steht.Es geht hier nicht um die Diskriminierung irgend einer Gruppe sondern um die Wahrheit.


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 Einsiedlerin 24. August 2018 
 

Überall so??

Also nach der ganzen Berichterstattung der letzten Jahre aus allen Diözesen der Welt, bin ich der Meinung, dass es vermutlich in JEDER Diözese der Welt eine HS-Subkultur gibt! Ich kann es mir gar nicht anders vorstellen! TRAURIG ist das!


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 Zeitzeuge 24. August 2018 
 

Bitte nachprüfbare Fakten!

Wenn behauptet wird, die kath. Priesterseminare seien voll von Homosexuellen etc., muss das empirisch bewiesen werden, Ort, Anzahl, Prozentanteil, die Berufung auf fragwürdige, hs Zeitgenossen reicht für
solch eine Unterstellung nicht aus, also auf zum Faktencheck!

Wer den schrecklichen Missbrauch-Skandal, daß ich hier nichts beschönige geht aus meinen bisherigen Stellungnahmen klar hervor, dazu benutzt, Zölibat u. kath. Sexualmoral
zu diskreditieren, macht sich der Instrumentalisierung der Schandtaten
verdächtig.

Unser Glaube fußt übrigens nicht auf dem Mysterium tremendum et fascinosum,
das wäre Modernismus, sondern auf der
gläubigen Annahme der Offenbarung Gottes, natürlich unter dem Einfluß der
zuvorkommenden, ungeschuldeten Gnade Gottes!

Ich beabsichtige nicht, bevor nachprüfbare Fakten präsentiert werden,
hier fruchtlose Dispute zu führen!

Daß die Homohäresie mit allen ihren Protektoren a.d. Kirche eliminiert werden muss, ist selbstverst.,
Pauschalverurteilungen sind falsch!


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 Philipp Neri 24. August 2018 

Wie erwartet!

Mit diesem Vortrag des Jesuiten ist klar, wohin die Reise in der Kirche gehen soll!
So hatte ich ja weiter unten schon geschrieben, dass dieser Weltfamilientag im Grunde dafür benutzt werden soll, das Thema Homosexualität in die Kirche offensiv hineinzutragen!
Das vorgeschlagene 10-Punkte-Programm des Jesuiten für dieses Ziel zeigt mir, dass nun einiges auf die Kirche zukommen wird, aber leider nicht in der Form, dass diese Netzwerke in den Seminaren und Priesterkreisen verschwinden, sondern dass sie sogar gefördert und akzeptiert werden sollen!
Der bisherige Standpunkt der Kirche soll nun endgültig auf den Kopf gestellt werden!
Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Papst davon nichts gewusst hat!


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0
 
 Philipp Neri 24. August 2018 

Jesuit James Martin

Der Pater hat seinen Vortrag auf dem Weltfamilientag bereits gehalten und erhielt, wie erwartet, frenetischen, Beifal. Bei seinem Vortrag wurden etliche Einzelfälle geschildert, die aufzeigten, dass es oftmals am nötigen Respekt gegenüber den Homosexuellen in der Kirche fehlen würde und er schilderte auch entsprechende Suizidfälle aufgrund der Ablehnungen.
Aber alle bekannten problematischen Punkte in dem Zusammenhang sparte er jedoch gewissentlich aus. Er forderte natürlich eine Änderung der kirchlichen Praxis im Umgang mit den Homosexuellen.
Das erinnert mich dpch stark an die Diskussion über den Umgang von Jesus mit der Ehebrecherin.
Dieses Beispiel wird auch immer gebracht, wenn es um die Barmherzigkeit Jesu mit der Ehebrecherin geht.
Aber fast alle vergessen zu erwähnen, dass er klar der Frau abschließend erklärte, dass sie nicht mehr sündigen solle.
Auch beim Thema Homosexualität wird nun in der Kirche mittlerweile nicht mehr von sündhaftem Verhalten gesprochen!


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 Orbat 24. August 2018 
 

@Kirchental

" Die Aufrechten - und das sind gottlob immer noch die allermeisten -"

Wie die Situation in den Seminaren tatsächlich ist, entzieht sich meiner Kenntnis.
Aber vor über eineinhalb Jahren schreib der ehemalige Priester und Mitarbeiter in der röm. Glaubenskongegration Krystof Charamsa in seine Buch "Der erste Stein", dass der Klerus "überwiegend homosexuell" sei.

Ich hatte bereits darauf hingewiesen.


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 Kirchental 24. August 2018 

@sulpicius

Sie werden in Ihrer Verletzung jetzt ungerecht.

Ich möchte keineswegs irgendein Mäntelchen über diesen Skandal breiten.

Aber ich möchte trotzdem prüfen, was gut ist und das beibehalten. Während Sie jetzt die Chance gekommen sehen, den Zölibat und am besten gleich die ganze Sexualmoral über Bord zu kippen.

Und ich denke, DA folgen Ihnen die meisten user nicht mehr.

Ausserdem verwahre ich mich strikt dagegen, dass Sie jetzt ALLE Priester und Seminaristen in diesen Strudel hinein werfen wollen. Die Aufrechten - und das sind gottlob immer noch die allermeisten - haben es jetzt schon schwer genug. Was die jetzt brauchen ist unser Gebet und nicht unsre verletzte Wut.

Was die Kirche jetzt am allerwenigsten braucht, sind Menschen, die den Skandal nutzen, um ihre Vorstellungen gegen die Lehre durchzudrücken!


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 Liberaler 24. August 2018 
 

Kardinal Tobin

Erwartet der Kardinal, dass ihm die Nachrichten auf einem Silbertablett mit Purpurbändchen gebracht werden? Wenn es so stinkt, dann hat einfach jeder ein Problem der nichts riecht. Noch eine offensichtliche Fehlbesetzung! Jeder Halbsatz in dieser Tonart bestätigt nur das systemische Totalversagen. Der Kardinal hatte offensichtlich Lakaien und Schmeichler um sich geschart, die ihn vor der Wirklichkeit geschützt haben. Es gibt keine Alternative zum Rücktritt des Gesamtepiskopats.


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 Aegidius 24. August 2018 
 

Philipp Neri, in der Tat! Das widerspricht der ursprünglichen Zielsetzung und der Lehre der Kirche seit der Hochzeit von Kana. Aber es entspricht dem Vorgehen dieses Pontifikats mit dem Katechismus, mit der Eucharistie, beim Umgang mit der Akademie für das Leben und und und


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 Philipp Neri 24. August 2018 

Weltfamilientag in Dublin

Es gibt wohl einige in der Kirche, denen dieser Untersuchungsbericht in den USA ihre eigentlichen Pläne gehörig gefährdet hat.
Diese Pläne sollten auf dem Weltfamilientag in Dublin auf den Tisch.
Es ist seit längerem bekannt, dass auf diesem Treffen der Homosexualität der Weg in die Kirche bereitet werden sollte.
Und das auf einem Treffen, das eigentlich die Familien in diesen Zeiten stärken sollte.
Welch ein Missbrauch der eigentlichen Zielsetzung!
Das widerspricht eindeutig der bisherigen Lehre und dem Festhalten an dem Ideal der Heiligen Familie!


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 sulpicius 24. August 2018 
 

@kirchental

Nein, es reicht nicht.
Ich lasse mir nicht den Mund von ihnen verbieten.
Sie müssen auch erkennen, dass selbst auf kath.net die Stimmung kippt und man nicht mehr bereit ist, das schützende Mäntelchen über alles zu decken: ja, es gibt wohl einige schwarze Schafe, aber schaut doch es gibt auch einige normale. Nein! So geht es nicht weiter! So wurde das jahrzehntelang gemacht. Menschen, die wahrheitsgemäß ihre begründeten Urteile über Missstände in der Kirche äußerten, wurden, wie von Ihnen gerade geschehen, versucht mundtot zu machen.
Im Gegenteil zu ihnen würde ich sagen: niemanden ist geholfen, wenn Menschen wie ich schweigen


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 Mysterium Ineffabile 24. August 2018 

Sponsor

Wer war noch einmal der große Sponsor der Bischofsernennung Tobins? Wer drängte dann zu seiner Erhebung zum Kardinal? Wer war das noch einmal??? Mmm, tja wer... Jetzt hab ich es wieder: McCarrick! Noch Fragen? Oder "Zweifel" zur "Lavender Mafia"?


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 Fides Mariae 24. August 2018 
 

Soll keiner glauben, dass es bei uns nicht vorkommt,

kenne selber einen Seminaristen, dem trotz seiner den Vorgesetzten bekannten selbst festgestellten schwulen Prägung die Weihe erlaubt worden wäre, wenn er nicht selbst ausgestiegen wäre. Habe auch schon Priester gekannt, deren Verhalten und Signale mir fragwürdig vorkamen.
Das rüttelt aber nicht an meinem großen Respekt und der Dankbarkeit für viele gute Priester. Die Kirche (das geht auch an die Adresse von guten Leuten wie Kardinal Schönborn) muss sich ernsthafter, klarer und leidensbereiter von der Sünde eines homosexuellen Lebensstils absetzen und Menschen mit tiefsitzender homosexueller Orientierung endlich Hilfen anbieten, wie ein Leben in Keuschheit gelingen kann und was es sonst für Optionen gibt. Schluss mit der Feigheit, bitte!


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 Philipp Neri 24. August 2018 

Das Herumlaventieren um die Tatsachen und die Relativierung von Wahrheiten ist genau das Übel, das die ganze Misere offenkundig macht! Es wird immer mehr zum Problem der Hirten, die dadurch ihrer Verantwortung für das Evangelium und gegenüber Gott nicht gerecht werden!


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 Fides Mariae 24. August 2018 
 

Das Gute an dem Skandal: Zum ersten Mal wird

sowas überhaupt angesprochen, was schon lange Thema in sensiblen kirchlichen amerikanischen Kreisen war. Die US-Kirche befindet sich in einem Kulturkampf gegen die Forderungen der LGBT-Bewegung, der viele Bischöfe zu einem beträchtlichen Maß nachgeben und z.B. Gottesdienste und bestärkende Seelsorge für praktizierende nicht umkehrende Homosexuelle erlauben ("LGBT ministries"). In diesem Umfeld gabe es VIEL zu viele Priester und Bischöfe, die selber einschlägig kompromittiert waren. Dementsprechend schwach fiel die Abwehr aus. Gott sei Dank muss über diese Subkultur jetzt geredet werden, da die Laien zornig sind, auch wenn die meisten US-Bischöfe das weiterhin nicht wollen.
Mit Sorge sehe ich nur, dass die amerikanische Kirchensituation je weniger verstanden wird, desto größer die Entfernung ist. In Europa, zB. im Vatikan, vermischt man den McCarrick-Skandal bequemerweise mit dem Grand Jury - Report und spricht wieder nur von Kindesmissbrauch, obwohl es um Homosexualität geht.


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 sulpicius 24. August 2018 
 

Naiv

Mir fällt nur ein Wort dazu ein: naiv. Dieser Kardinal ist naiv oder stellt sich naiv, weil naiv noch tugendhafter ist als dummdreist. Kann es wirklich sein, dass ein Kardinal nicht weiß, was jeder Theologiestudent, Seminaristen weiß: unsere Seminare sind voll von Homosexuellen, a-sexuelle und jedenfalls nicht ehefähigen Männern. Das ist kein Geheimnis, sondern Allgemeinbildung an allen kath. Fakultäten.


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 Zeitzeuge 24. August 2018 
 

Kard. Tobin hatte f.d. 21.05.2107 zu einer "LGBT-Wallfahrt"

eingeladen!

Mehr dazu in katholisches.info vom 25.4.17:

"Neo-Kardinal "segnet" Homo-Veranstaltung in seiner Kathedrale?

Auch mytimes.com berichtete am 13.6.17
unter der Überschrift:

"As Church Shifts a Cardinal welcomes Gays"

Ist das nicht auch "widerlich"?

E. Tobin war früher Generoberer der Redemptoristen, diesem Orden gehörte auch der verstorbene Prof. Bernhard Häring an, einem der Zerstörer der kath. Ehemoral in Deutschland und von
Papst Franziskus auf einer Veranstaltung am 24.10.2016 gelobt wurde!

Quelle: Googeln "katholisches.info Bernhard Häring"


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 Philipp Neri 24. August 2018 

Die ganze Wahrheit muss auf den Tisch!

Sollte nun versucht werden, die volle Wahrheit all dieser Fälle zu relativieren bzw. bestimmte Wahrheiten als nicht relevant darzustellen, dann will man nicht aufklären, sondern verschlimmert die ganze Misere nur noch!
Die Opfer, aber auch alle Gläubige, haben ein Recht, die volle Wahrheit zu erfahren!


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