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Das Kreuz gehört in den Alltag der Menschen

4. Mai 2018 in Deutschland, keine Lesermeinung
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Familienbund im Bistum Augsburg begrüßt die Initiative des bayerischen Ministerpräsidenten, Kreuze im Eingangsbereich aller bayerischen Behördengebäude verpflichtend aufzuhängen.


Augsburg (kath.net/fb) Der Familienbund im Bistum Augsburg begrüßt die Initiative des bayerischen Ministerpräsidenten, Kreuze auch im Eingangsbereich aller bayerischen Behördengebäude verpflichtend aufzuhängen.

Das Kreuz ist sichtbares Zeichen des christlichen Glaubens und Ausdruck einer Kultur des Lebens, der Nächstenliebe und des Miteinander. Die Väter und Mütter des Grundgesetzes haben das Fundament unseres Staates im Bewusstsein der Verantwortung vor Gott und den Menschen gelegt, wie die Präambel formuliert. Es ist deshalb ein Zeichen demokratischer Reife, sich dieses Fundament immer wieder in Erinnerung zu rufen. Das gilt auch und besonders für den Freistaat Bayern, dessen Landesverfassung die Ehrfurcht vor Gott zu den obersten schulischen Bildungszielen erklärt.


Auf diesem Fundament vermag das Kreuz nicht zu spalten, sondern zusammenzuführen. Das Kreuz grenzt nicht aus und respektiert auch Anders- und Nichtglaubende. Für Christen gehört das Kreuz mitten ins Leben, in den Alltag der Menschen. Das Kreuz ist eine Lebensform, die sich freilich im Einzelfall immer wieder neu bewähren muss.

Über das religiöse Zeugnis hinaus ist das Kreuz auch Ausdruck einer christlichen Identität, die für Bayern und den ganzen Kontinent prägend war und ist. Das zeigt sich nicht zuletzt an der Vielzahl der Kreuze im öffentlichen Raum. Diese Identität und die in ihr wurzelnden Werte spiegeln sich auch in der Verwendung des Kreuzes in Nationalflaggen europäischer Staaten oder als Erkennungszeichen selbst durch Organisationen wider, die keiner religiösen Gruppe verpflichtet sind.

Wir freuen uns, dass sich die bayerische Staatsregierung zum Kreuz und mithin zu den vom Kreuz symbolisierten Werten bekennt. Es wird aber auch darauf ankommen, diese Werte mit Leben zu füllen, etwa in der Bioethik und beim Schutz des Lebens.


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