Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  3. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  4. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  5. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  6. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  7. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  10. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  11. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  12. „Das Ende von Maria 2.0“
  13. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  14. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  15. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin

„Ich bin Alfie Evans. Wir alle sind Alfie Evans“

25. April 2018 in Prolife, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Wir sollten uns bewusst machen, dass wir hier und heute den Einstieg in die offizielle Euthanasie erlebt haben.“ - „Was hier passiert, geht uns alle an“, „die Frage nach wertem und unwertem Leben“. Gastkommentar von Susanne Wenzel


Liverpool (kath.net) Für das Alder Hey Kinderkrankenhaus und Richter Hayden hat sich das Drama um Alfie Evans offensichtlich zu einem Machtkampf entwickelt. Am Ende stand augenscheinlich die Frage, wer sich durchsetzt und ob man sich durch Proteste beeinflussen lässt. Das Problem: Es ging dabei um ein Menschenleben.

Alle, die nun die Entscheidung des Gerichtes als einwandfrei und richtig, gar in "Alfie Evans' bestem Interesse" sehen, sollten sich bewusst machen, dass dieser einzigartige Fall nicht einzigartig bleiben wird. Hier hat ein Gericht die Entscheidungsbefugnis der Eltern über das Wohl ihres Kindes der Entscheidungsbefugnis eines Krankenhauses untergeordnet. Für Alfie ging von seinen Eltern keine Gefahr aus. Ihnen faktisch die Fürsorge für ihr Kind zu entziehen, war also nicht notwendig. Vor Monaten wollten die Eltern ihren Jungen nach Hause holen. Das wurde ihnen verwehrt. Dann änderte sich die Linie und Alfie sollte nicht mehr länger behandelt werden im Krankenhaus. Die Diagnose seiner Erkrankung wurde bis heute von den Ärzten nicht hieb- und stichfest geklärt. Ausdiagnostiziert scheint er nicht zu sein. Das wird ihm nun auch verwehrt bleiben.


Ich weiß, dass es auch schon Fälle gab, in denen Eltern den Abbruch einer aussichtslosen, leidens- aber nicht lebensverlängernden oder gar heilenden Maßnahme erbaten, und sich dafür - aus meiner Sicht völlig ungerechtfertigt – schwersten Vorwürfen von einem der Ärzte ausgesetzt sahen. Aber auf einen Machtkampf hat es niemand ankommen lassen.

Was ich an Protesten vor dem Krankenhaus gesehen und auch in den sozialen Medien gelesen habe, war in leider viel zu vielen Fällen völlig vorbei an der Situation.

Es ist nicht zielführend, das medizinische Personal des Krankenhauses zu bedrohen. Es ist auch nicht richtig, den neugeborenen britischen Prinzen mit einer derartigen Hypothek zu belasten. Es ist nicht richtig, anderen Eltern den Besuch bei ihren teilweise schwerkranken Kindern zu erschweren.

Vielmehr sollten wir uns bewusst machen, dass wir hier und heute den Einstieg in die offizielle Euthanasie erlebt haben. Ich soll in den letzten Jahren vieles gewesen sein: Papst, Deutschland, Fußballweltmeister, Charlie, Franzose, Amerikaner, Petersburger, Londoner, Kanadier. All das habe ich für mich nicht in Anspruch genommen.

Aber ich bin sicher eines: Ich bin Alfie Evans. Wir alle sind Alfie Evans. Denn was hier passiert ist, geht uns alle an, betrifft jeden von uns, nicht "die anderen". Es hat sich hier eine Mentalität gezeigt, die wir knapp unter der Oberfläche lange gesehen haben, die hin und wieder auch schon teilweise auftauchte. Doch jetzt schwimmt sie für alle sichtbar durch die Fluten: Die Frage nach wertem und unwertem Leben, nach lohnendem oder nicht lohnendem Einsatz für Leben und letztlich die Auslieferung der Schwächsten an die Stärkeren.

Das macht mir Angst. Es macht mich traurig. Das treibt mich um, lässt mich nicht schlafen. Und ich werde mich bis zu meinem letzten Atemzug dagegen auflehnen und mit meiner ganzen Kraft für das Lebensrecht kämpfen.

Das Leben eines Menschen ist heilig von der Empfängnis bis zu seinem natürlichen Ende. So hat es der Hl. Papst Johannes Paul II. in seine Enzyklika "Evangelium Vitae" hineingeschrieben. Und wir sind alle aufgefordert, uns dafür einzusetzen.

Der kleine Alfie und seine Familie brauchen unser Gebet weiterhin. Bei Gott ist alles möglich...

Pressesprecherin der Christdemokraten für das Leben (CDL), Susanne Wenzel


Foto (c) CDL


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Lebensschutz

  1. Zürcher ‚Marsch fürs Läbe‘ erneut nach Oerlikon verlegt
  2. Erst Gerichtssaal, dann Preisverleihung: Weronika Krawczyk erhält Opoka-Preis „Auf Fels gebaut“
  3. Marsch für das Leben/Warschau: rund 40.000 Teilnehmer!
  4. Der 6. Münchner Marsch fürs Leben setzt ein starkes Zeichen für das Lebensrecht
  5. ALfA: Antrag zur „Versorgung bei Schwangerschaftsabbrüchen“ verfehlt wirkliche Hilfe für Frauen
  6. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer
  7. Prag: Tausende Demonstranten fordern bessere Hilfen für Schwangere
  8. Dezidiert pro-Life: Papst erhebt Leiter der Päpstlichen Akademie für das Leben zum Bischof
  9. Kardinal Woelki und Bischof Oster ermutigen Münchner Lebensschützer mit kraftvollen Grußworten
  10. Linksradikaler Anschlag auf Veranstaltungsort eines Lebensschutz-Treffens







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Den Willen Gottes für den Menschen bedenken und tun
  3. Buße, Hoffnung, ewiges Leben: Lourdes ruft zur Umkehr
  4. Papst Leo zu den Bischöfen: „Die Kirche in Frankreich liegt dem Papst sehr am Herzen!“
  5. Französische Bischöfe: Papst Leo hat das Herz der Franzosen berührt
  6. Er ist der dritte amtierende Papst in der Grotte von Massabielle/Lourdes: Leo XIV.
  7. ‚Trinkt auch ihr aus dieser Quelle!’ Der Durst, den nur Christus stillt
  8. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  9. Papst Leo erstaunt über hohe Zahl von Erwachsenentaufen in Frankreich
  10. Wo Begegnung zur Zivilisation der Liebe wurde. Die Armen als Fleisch Christi
  11. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  12. Junge Französin bekennt vor Papst: „Wie der heilige Paulus sagt: ‚Für uns ist Christus das Leben‘“
  13. Papst Leo an 80.000 Jugendliche im Stade de France: "Wer mit Gott lebt, ist frei"
  14. „Wenn wir Eucharistie feiern, dürfen wir mit allem zu ihm kommen, was in uns unvollendet ist“
  15. Wenn das Nein nicht mehr zählt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz