Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  2. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  3. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  4. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  5. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  6. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  7. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  8. Katholische Kirche in Island hilft Menschen mit homosexuellen Neigungen enthaltsam zu leben
  9. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  10. Beschließen ohne zu entscheiden?
  11. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  12. Niedersachsen plant Religionsunterricht ohne Gott!
  13. Exorzismus-Experte: Aktuelle Weltlage nicht nur Werk des Bösen
  14. Die Nazi-Projektion
  15. "Herr Kardinal Parolin, wieviele zehntausende Tote brauchen Sie noch im Iran, bis Sie aufwachen?"

Kardinal Cupich entlässt beliebten Priester der Tradition

29. März 2018 in Weltkirche, 11 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Gegen den Priester stehen Vorwürfe des sexuellen Fehlverhaltens gegenüber erwachsenen Männern im Raum. Die Maßnahme wird von anderen Bischöfen kritisiert.


Chicago (kath.net/LSN/jg)
Blase Kardinal Cupich, der Erzbischof von Chicago, hat in einer unerwartet drastischen Maßnahme einen Priester von seiner Position als Pfarrer enthoben, dem „unangemessenes Verhalten“ gegenüber erwachsenen Männern vorgeworfen wird.

Priestern, die mit Vorwürfen sexuellen Fehlverhaltens konfrontiert sind, werden für gewöhnlich beurlaubt. Pater Frank Phillips, Gründer der Regularkanoniker des hl. Johannes Cantius und Pfarrer der gleichnamigen Pfarre, darf nach seiner Abberufung nach Anweisung des Erzbischofs auch keine priesterlichen Dienste ausüben. P. Phillips steht nicht im Verdacht, gegen das Gesetz verstoßen zu haben.


In einem Brief an die aktive und lebendige Pfarrgemeinde des hl. Johannes Cantius schrieb Kardinal Cupich, er sei sich bewusst, wie schwer es für die Gläubigen sei, die Nachricht aufzunehmen. Die Entscheidung sei aber nach reiflicher Überlegung gefällt worden, betonte er.

Rene Henry Gracida, der emeritierte Bischof von Corpus Christi, der P. Phillips persönlich kennt, bezeichnet das Vorgehen von Kardinal Cupich als unangemessen. Jeder Bischof sei in seiner Amtszeit mit sexuellem Fehlverhalten konfrontiert. Falls Minderjährige betroffen seien, seien schnelle und strenge Maßnahmen erforderlich. Wenn es sich jedoch um Erwachsenen handle, sei der Bischof besser beraten, die Angelegenheit diskret zu behandeln.

Bischof Gracida weist auf einen weiteren Umstand hin, der die Angelegenheit um P. Phillips in ein neues Licht rückt. Kardinal Cupich sei ein Förderer des Jesuitenpaters James Martin, der sich für die Akzeptanz des homosexuellen Lebensstils ausgesprochen hat und der Ansicht ist, dass sich schwule Priester öffentlich zu ihrer Homosexualität bekennen sollen.

Cupich hat Martin sogar für die Fastenzeit 2018 in den Dom von Chicago eingeladen, um dort seine Vorstellungen zu präsentieren. Der Kardinal bezeichnete seine Unterstützung für den Jesuitenpater als Akt der Gerechtigkeit, nachdem dieser grundlos angegriffen und diffamiert werde.

Für Gracida ist es nicht nachvollziehbar, wie Cupich einerseits P. Martin einladen und andererseits P. Phillips wegen angeblicher homosexueller Aktivitäten entlassen könne.

Phillips hat die Regularkanoniker des hl. Johannes Cantius 1998 gegründet. Der Orden pflegt die außerordentliche ebenso wie die ordentliche Form des römischen Messritus. Kardinal Cupich gilt als Gegner der tridentinischen Messe.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Priester

  1. Niederösterreich: Pfarrer während Messfeier verstorben
  2. Papst Leo XIV. schreibt Seminaristen: Priestersein ist „die vollkommene Hingabe des eigenen Lebens“
  3. Asien: Zahl der Priester stieg 2023 um 1.145
  4. Polen ist 2025 das Land mit den meisten Priesterweihen in Europa
  5. Hoffnungszeichen in Lugano
  6. Zwei Brüder im Abstand von einer Woche zu Priestern geweiht
  7. Interview mit einem Exorzisten bricht Rekorde
  8. New York Times: Neu geweihte Priester sind selbstbewusst und konservativ
  9. US-Nuntius attackiert Priester und Seminaristen, die sich an der Tradition orientieren
  10. Von der Scheidung zum Priester – eine ungewöhnliche Berufung







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE - 25. MÄRZ!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  4. "Europa hat die Gefahr der islamischen Republik Iran noch immer nicht begriffen"
  5. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  6. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  7. Vier von sieben: Die unglaubliche Berufungs-Geschichte der Familie Morrison
  8. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  9. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  10. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  11. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  12. "Herr Kardinal Parolin, wieviele zehntausende Tote brauchen Sie noch im Iran, bis Sie aufwachen?"
  13. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  14. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  15. Die Nazi-Projektion

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz