Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst Leo XIV. geht auf Distanz zu Kardinal Marx und seinen geplanten Homo-Segnungen
  2. Marx ärgert sich über die "Reaktionären" und "Stimmungsmache"
  3. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  4. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  5. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  6. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  7. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  8. „Gott und sein Gesetz sind wichtiger als menschliche Vereinbarungen und Macht“
  9. Bischof der Herzen – Walter Mixa wurde 85
  10. Trotz Konflikt mit dem Papst - Trump genießt jetzt Rekordzustimmung bei US-Katholiken
  11. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  12. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  13. Erzbischof Sheen warnte bereits 1965 vor falschem Mitgefühl
  14. Erst Gerichtssaal, dann Preisverleihung: Weronika Krawczyk erhält Opoka-Preis „Auf Fels gebaut“
  15. Jesus ist lebendige Gegenwart

Nicht bloß Ja-Sagen, sondern den Willen Gottes erfüllen

30. September 2017 in Spirituelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


«Wenn wir auf Gott und sein Wort vertrauen und dementsprechend handeln, dann sagen wir nicht nur theoretisch ‘Ja’ zu Gott», Predigt von Josef Spindelböck.


St. Pölten (kath.net/ Sankt Josef)
26. Sonntag im Jahreskreis A (01.10.2017) L1: Ez 18,25-28; L2: Phil 2,1-11; Ev: Mt 21,28-32
Liebe Brüder und Schwestern im Herrn!

Nach den Worten Jesu im Evangelium kommt es bei der Erfüllung des Willens Gottes auf das Tun an, nicht so sehr auf das Reden. Von den zwei Söhnen im Gleichnis hat nur der den Willen seines Vaters erfüllt, der auch tatsächlich tut, was der Vater ihm aufgetragen hat. Bloßes „Ja-Sagen“ genügt nicht. In diesem Fall ist jener Sohn zu loben, der zuerst „Nein“ sagt, also ungehorsam ist, sich dann aber eines Besseren besinnt und den Willen seines Vaters doch erfüllt.

Jesus hat es mit zwei ganz unterschiedlichen Zielgruppen seiner Botschaft zu tun: da sind zum einen die Hohenpriester und Ältesten des Volkes, welche sich selbst als die eigentlich Gesetzestreuen und Frommen ansehen. Zu anderen sind es die öffentlichen Sünder, zu denen vor allem die Zöllner und Prostituierten gehören; sie gelten als Gesetzesübertreter und als Gott fern.


Diese Zustände sind aber nicht festgeschrieben; denn das Wort Gottes ruft die Menschen zur Umkehr und zum Glauben. Wie aber reagieren diese beiden Zielgruppen der Botschaft Jesu?

Entgegen dem ersten Eindruck ist die führende Schicht des Volkes, also die Hohenpriester und Ältesten, nämlich nicht bereit, den Willen Gottes zu erfüllen. Sie führen das Wort Gottes zwar ständig im Mund, handeln aber nicht danach. Sie haben schon die Botschaft Johannes des Täufers nicht angenommen und noch weniger die Worte Jesu.

Die andere Gruppe, also die öffentlichen Sünder, war bereit, die Worte Johannes des Täufers ernst zu nehmen. Sie haben Johannes geglaubt, der sie zur Umkehr aufgerufen hat; sie sind auch offen für die Worte Jesu und bereit, ihr Leben zu ändern. Auf diese Weise erfüllen sie den Willen Gottes.

Die Hohenpriester und Ältesten – so kann man das Gleichnis von den zwei Söhnen deuten – haben zuerst Ja gesagt zum Willen Gottes, ihn aber nicht erfüllt. Die Zöllner und Dirnen hingegen sagen zuerst Nein, dann aber besinnen sie sich und bekehren sich zu Gott. So erfüllen sie dann doch seinen Willen.

Jesus hat mit seinen Worten provoziert und religiös-gesellschaftliche Denkmuster radikal in Frage gestellt. Vor Gott kommt es nicht auf ein Lippenbekenntnis an, sondern auf die rechte Gesinnung des Herzens, der auch wirkliche Taten der Umkehr und der Liebe folgen. Es mag sein, dass jemand zuerst weit weg ist von Gott und seiner rettenden Botschaft; dann aber bekommt dieser Mensch eine besondere Gnade, sodass er über sein Leben nachdenkt und es ändert. Er kehrt um zu Gott und glaubt an ihn. Es kann aber auch sein, dass jemand sozusagen ideale Startbedingungen hat und dennoch dem Weg Jesu nicht folgen will. Dieser Mensch verspielt aus eigener Schuld den guten Grundstock, den er mitbekommen hat. Vielleicht handelt es sich um einen Menschen aus einer religiösen Familie, der später auf seine Gottesbeziehung keinen Wert mehr legt. Doch Vorsicht mit dem Urteilen! Auch ein solcher Mensch kann sich bekehren, und es ist nie zu spät, solange dieser Mensch hier auf Erden lebt.

Jesus Christus lädt uns ganz persönlich ein, die Chance der Glaubensentscheidung wahrzunehmen. Wenn wir auf Gott und sein Wort vertrauen und dementsprechend handeln, dann sagen wir nicht nur theoretisch „Ja“ zu Gott, sondern bekräftigen dieses „Ja“ auch durch unser Tun. Auf diese Weise zeigen wir auch vielen anderen Menschen den Weg des Heils. Das gute Beispiel beeindruckt und steckt an. Es geht um gegenseitige Ermutigung und Hilfe.

Beten wir für alle Menschen, seien sie dem Glauben und der Kirche nahe oder fern; dort, wo wir mit anderen ins Gespräch kommen, wollen wir uns mit Gottes Hilfe darum bemühen, sie zu Christus dem Herrn zu führen. Er ist unser Retter und Herr; er öffnet uns das Tor ins himmlische Vaterhaus. Amen.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Lebensgestaltung

  1. Der Freude auf der Spur
  2. Wege des Unglücks
  3. Nur nicht aus Liebe weinen
  4. Papst an Europas Bischöfe: Jungen Menschen Weg finden helfen
  5. Der Abschied – Leseprobe 4
  6. Der Abschied – Leseprobe 3
  7. Der Abschied – Leseprobe 2
  8. Der Abschied – Leseprobe 1
  9. Papst ruft Orden zu nüchternem Umgang mit Geld auf
  10. Kultur als Apostolat







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Papst Leo XIV. geht auf Distanz zu Kardinal Marx und seinen geplanten Homo-Segnungen
  3. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  4. Marx ärgert sich über die "Reaktionären" und "Stimmungsmache"
  5. Keine Bistums-Erlaubnis für Afrika-Madonna in der Gebetsstätte Marienfried
  6. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  7. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  8. Bischof der Herzen – Walter Mixa wurde 85
  9. Das Vermächtnis eines Sterbenden
  10. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  11. Trotz Konflikt mit dem Papst - Trump genießt jetzt Rekordzustimmung bei US-Katholiken
  12. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  13. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  14. Was Kardinal Marx meint und was das Zweite Vatikanische Konzil lehrt
  15. Die Messe in der außerordentlichen Form kehrt nach Santa Maria Maggiore/Rom zurück

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz