Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vom Streuner zum Messdiener: Welpe „Johnny“ findet ein neues Zuhause
  2. Papst warnt erneut die Piusbrüder! Geste wäre "ein schismatischer Akt"
  3. Selektive Wahrheiten und die römische Geduld
  4. Vom Benehmen mit Majestäten
  5. Homosexuellenapostolat Courage International kritisiert Synodenbericht
  6. Ein Jahr Papst Leo XIV.
  7. Eine nötige Klarstellung aus Rom
  8. Ein Moment zum Schämen
  9. Vom Segen Gottes und dem Fake-Segen dieser Welt
  10. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts bei Unfall schwer verletzt
  11. 'Der Bischof des Niedergangs ist Herr Feige'
  12. Wuppertaler stellv. Stadtdechant: „Lebendige Bindung an die Weltkirche“ statt „deutsche Sonderwege“
  13. „Klimaschützer“ fliegen am häufigsten
  14. Pompei: Keine irdische Macht wird die Welt retten!
  15. Solschenizyns düstere Prognose: Wenn die Seele der Zivilisation stirbt

Vatikanexperte Pentin: ‚Die Zeichen für einen Bruch sind da’

20. September 2017 in Weltkirche, 39 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Das Institut Johannes Paul II. für Ehe und Familie wird neu gegründet. ‚Komplexe Realitäten’ sollen einbezogen werden. Möglicherweise steht eine Neuinterpretation von ‚Humanae vitae’ bevor, schreibt Edward Pentin.


Rom (kath.net/jg)
Neue Entwicklungen insbesondere hinsichtlich des Päpstlichen Institutes Johannes Paul II. für Ehe und Familie bestätigen offenbar Vermutungen, dass die Lehre von „Amoris laetitia“ weitergeführt und „irreversibel“ gemacht werden soll. Dies schreibt der gewöhnlich gut informierte Vatikanexperte Edward Pentin in seinem Blog für die Onlineausgabe des National Catholic Register.

Mit dem Motu Proprio „Summa Familiae Cura“ hat Papst Franziskus das Institut neu gegründet. Seine offizielle Bezeichnung lautet jetzt „Päpstliches Institut Johannes Paul II. für Ehe- und Familienwissenschaften“. Es soll die Arbeit der letzten beiden Familiensynoden und der nachsynodalen Exhortation „Amoris laetitia“ weiterführen.


Eine mögliche Neuerung könnte eine Reinterpretation der Enzyklika „Humanae vitae“ sein, deren fünfzigjähriges Jubiläum die Kirche 2018 begeht. Die Lehren von Johannes Paul II. werden von Theologen als Haupthindernis für eine Abschwächung der Enzyklika gesehen.

Diesbezügliche Bedenken erhalten angesichts der Begründung, die im Motu Proprio für die Neugründung des Institutes angegeben werden, neue Nahrung. Der Glaube solle in einem Kontext interpretiert werden, der die „komplexen Realitäten“ berücksichtige und „nicht auf die pastorale und missionarische Praxis“ der Vergangenheit beschränkt sei. Mit ähnlich klingenden Gründen würden die kontroversen Interpretationen von „Amoris laetitia“ vorgebracht, schreibt Pentin.

„Die Zeichen für einen Bruch sind da“, schreibt er wörtlich. Die neue Führung des Institutes und Erzbischof Paglia habe bereits den Lehrkörper erweitert und es damit prestigeträchtiger gemacht. Dieser Schritt würde das Institut für Professoren und Studenten attraktiver machen, werde aber von Kritikern als subtiler Versuch gesehen, die Lehre von Johannes Paul II. auszuhöhlen, indem am Institut nun Ansichten vertreten seien, die nicht mit dem Magisterium der Kirche übereinstimmen würden.

Aus verlässlicher Quelle sei zu erfahren, dass Mitglieder des deutschen Episkopats mit der Geschwindigkeit der Reformen unter Papst Franziskus unzufrieden seien und Druck auf diesen ausgeübt hätten. Vor diesem Hintergrund seien die Veröffentlichung der beiden Motu Proprio „Magnum principium“ zur Übersetzung liturgischer Texte und „Summa Familiae Cura“ innerhalb kurzer Zeit zu verstehen. Die deutschen Bischöfe seien sehr darauf bedacht, dass die gegenwärtigen Veränderungen von einem späteren Papst nicht wieder rückgängig gemacht werden könnten, zitiert Pentin seine Quelle. Laut Aussage des argentinischen Erzbischofs Victor Fernandez, eines engen Vertrauten von Franziskus, wolle der Papst selbst sicherstellen, dass seine Reformen irreversibel seien, schreibt der Vatikanist abschließend.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Vatikan

  1. Der Petersdom feiert das 400-jährige Weihejubiläum: „Die Pfarrkirche der Welt“
  2. Kardinal Fernández: Es laufen keine dezidierten päpstlichen Großaufträge am Glaubensdikasterium
  3. Australischer Bischof wird als oberster Kirchenrechtsexperte in den Vatikan berufen
  4. Vatikan fordert umfassenden Zugang zu Recht für Frauen
  5. Immobilienprozess im Vatikan muss teils neu aufgerollt werden
  6. Nach Randalen und Pinkelattacken: Petersdom installiert Schutz für Hauptaltar
  7. US-Botschafter am Heiligen Stuhl, Burch: „Die moralische Autorität der Kirche ist unübertroffen“
  8. Norwegischer Bischof Varden: Der hl. Bernhard von Clairvaux „war und ist faszinierend“
  9. Vatikan dementiert Bericht über Abweisung Macrons durch den Papst
  10. Neuerlich ein Vandalenakt im Petersdom






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE CHANCE - SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Selektive Wahrheiten und die römische Geduld
  3. Papst warnt erneut die Piusbrüder! Geste wäre "ein schismatischer Akt"
  4. Vom Streuner zum Messdiener: Welpe „Johnny“ findet ein neues Zuhause
  5. Eine nötige Klarstellung aus Rom
  6. Pompei: Keine irdische Macht wird die Welt retten!
  7. 'Der Bischof des Niedergangs ist Herr Feige'
  8. Vom Segen Gottes und dem Fake-Segen dieser Welt
  9. Überraschendes Blutwunder in Neapel bei Papstbesuch
  10. 'Der Papst sollte diese wöchentlichen Presse-Mehrkämpfe unterlassen'
  11. Wenn die Wahrheit unglaubwürdig ist: Bankmitarbeiterin beendete Telefonat mit Papst Leo
  12. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts bei Unfall schwer verletzt
  13. Solschenizyns düstere Prognose: Wenn die Seele der Zivilisation stirbt
  14. Ein Moment zum Schämen
  15. Vom Benehmen mit Majestäten

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz