Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wird Bätzing zur Petze?
  2. Kardinal Koch an Bätzing: Ich kann aber meine grundsätzliche Aussage nicht zurücknehmen!
  3. Möchte Herr Bätzing die Schweizer Gardisten gegen Giorgia Meloni ausrücken lassen?
  4. Frieren für die "deutsch-grüne Energiewende" im Bistum Mainz
  5. Katholikenprotest zu Beginn der Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz
  6. Deutschland: Nuntius äußert erneut Bedenken zum "Synodalen Weg"
  7. 300 Teilnehmer bei Pilgermarsch für die Alte Messe in Washington D.C.
  8. Papst: wir erleben den dritten Weltkrieg
  9. „Gerade die Bischöfe als Nachfolger der Apostel sind gebunden an die ‚Lehre der Apostel‘“
  10. Franziskus in Assisi aus Anlass des Wirtschaftsforums „Economy of Francesco“
  11. "Es erschreckt mich, dass dies – wieder – in Deutschland geschieht"
  12. Hat Putin "Fridays for Future" usw. mit Millionen unterstützt?
  13. Wenn ein Belasteter am Amt kleben bleibt, hat sich eine glaubwürdige Aufarbeitung erledigt!
  14. Die deutsch-queere Kirche schreitet voran, auch im Bistum Mainz
  15. Wahl in Tirol: Sogar ÖVP und FPÖ für das kostenlose Töten ungeborener Kinder!

Christliche Familien stehen 'gegen diese neue Diktatur des Egoismus'

16. August 2017 in Weltkirche, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kurienkardinal Robert Sarah: „Die neuen Slogans dieser Revolution sind die Gender-Ideologie, die Verachtung der Fruchtbarkeit und der Treue.“


Puy du Fou/Vatikan (kath.net/pl) „Wer steht heute für Gott auf? Wer wagt es, den modernen Verfolgern der Kirche die Stirn zu bieten? Wer hat den Mut aufzustehen, ohne andere Waffen zu haben als den Rosenkranz und das Herz Jesu, um den Todeskolonnen unserer Zeit zu widerstehen: dem Relativismus, der Gleichgültigkeit und der Verachtung für Gott?“ Das fragte Robert Kardinal Sarah in seiner Predigt zur Eröffnung der 700-Jahr-Feiern der Diözese Luçon. Der Präfekt der Gottesdienstkongregation predigte am Sonntag (13.8.) in der Kathedrale Saint Laurent sur Sèvres/Vendée (Westfrankreich). In seiner auf seinem Facebookauftritt veröffentlichten Predigt bezog er sich auf die teilweise als Genozid eingeordneten Gewalttaten an der Bevölkerung der Vendée infolge eines großen Aufstandes gegen die Französischen Revolution. Sogenannten „Höllenkolonnen“ hatten ab 1789 unter den katholischen und royalistischen Gegnern der Revolution Menschen oft ausgesprochen barbarisch abgeschlachtet. Das Ziel der Ausrottung der Menschen der Vendée war zwar nicht erreicht worden, aber die Bevölkerung wurde durch den Aufstand und die Racheaktionen ungefähr um ein Drittel reduziert.

„Wer wird der Welt sagen, dass die einzige Freiheit, für die es sich zu sterben lohnt, die Freiheit zu glauben ist?“, fragte Sarah weiter in seiner Predigt. „Meine Brüder und Schwestern, wie unsere Brüder aus der Vendée aus der alten Zeit sind wir auch heute zum Zeugnis gerufen, das heißt zum Martyrium! Heute sterben unsere christlichen Geschwister im Orient, in Pakistan, in Afrika für ihren Glauben, zertreten durch die Kolonnen eines verfolgerischen Islamismus.“

„Die Seelen der Märtyrer an diesem Ort“ erinnern an ihren Mut: „Wenn es um Gott geht, sind keine Kompromisse möglich!“, erläuterte der aus Afrika stammende Kardinal weiter. „Und dies muss in unserem persönlichen Leben beginnen, durch Gebet und Anbetung. Es ist an der Zeit, liebe Geschwister, dass wir uns gegen den praktischen Atheismus erheben, der unser Leben erstickt! Beten wir in der Familie, setzen wir Gott an die erste Stelle! Eine Familie, die betet, ist eine Familie, die lebt! Ein Christ, der nicht betet, der Gott keinen Platz durch Stille und Anbetung zu geben weiß, der wird sterben!“

Die Märtyrer erinnern auch an die Liebe zu den Priestern und den Sinn von Vergebung und Barmherzigkeit, so der Kurienkardinal. „Angesichts von Verfolgung und Hass haben sie in ihrem Herzen den Wunsch nach Frieden und Vergebung bewahrt.

Außerdem lehren die Märtyrer „den Sinn von Großzügigkeit und vom kostenlosen Geschenk“. „Ihre Vorfahren“, so wandte sich Sarah an die Gottesdienstgemeinde, „haben nicht für ihre eigenen Interessen gekämpft. Sie hatten nichts zu gewinnen. Sie geben heute uns eine Lektion der Menschlichkeit. Wir leben in einer Welt, die von der Diktatur des Geldes, der Zinsen, des Reichtums gekennzeichnet. Die Freude des Geschenks wird überall verachtet und verspottet. Doch nur die großzügige Liebe, das aufrichtige Geschenk des Lebens kann den Hass gegen Gott und die Menschen überwinden, die die Matrix jede Revolution ist. Die [Märtyrer der] Vendée haben uns gelehrt, all diesen Revolutionen zu wiederstehen. Sie haben uns gezeigt, dass es angesichts höllischer Todeskolonnen, angesichts der Konzentrationslager der Nazis, angesichts kommunistischer Gulags, angesichts islamistischer Barbarei, nur eine einzige Antwort gibt: Die Gabe von sich selbst, von seinem ganzen Leben. Nur die Liebe kann die Mächte des Todes besiegen!“

„Vielleicht mehr als je zuvor wollen die Revolutionsideologen den natürlichen Ort der Selbsthingabe, der freudigen Großzügigkeit und der Liebe zerstören – ich meine die Familie! Die neuen Slogans dieser Revolution sind die Gender-Ideologie, die Verachtung der Fruchtbarkeit und der Treue.“ Das Verschwinden der Familie werde systematisch geplant. Die christliche Familie werde verspottet, weil sie alles verkörpere, was man hasst. „Die neuen Revolutionäre stehen in den Startlöchern, um neue Höllenkolonnen loszulassen, die Familien unter Druck setzen, um Sterilisation, Abtreibung und Empfängnisverhütung zu bringen“, doch sollen „überall die christlichen Familien“ eine „freudige“ Revolte „gegen diese neue Diktatur des Egoismus“ sein.

Archivfoto: Papst em. Benedikt XVI. empfing Kurienkardinal Robert Sarah


Kardinal Sarah



Archivfoto Kardinal Sarah (c) Paul Badde


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Bernhard Joseph 18. August 2017 
 

Verehrter Stefan Fleischer,

für viele ist der sprachliche Stil von Kardinal Sarah gewöhnungsbedürftig, weil Kard. Sarah sehr offen und ohne die heutigen Standradfloskeln spricht, die unsere Sprache immer mehr verstümmeln, weil sie sie so sehr formalisiert, dass die Inhalte verloren gehen.

In der Tat sind dann nicht wenige erschreckt, wenn sie auf einmal einen Menschen reden hören, dessen Worte Sinn ergeben und damit natürlich auch aus dem "Schlaf der Gerechten" aufrütteln und unsere eingetrübte Wahrnehmung erschüttert.

Wir halten uns heute für klar denkend, immer rational erfassend und sind doch eigentlich Blinde, die gar nicht merken, dass uns die Binde des Säkularismus den Blick auf das Wesentliche versperrt.

Wie unendlich traurig ist es doch mitanzusehen, wie die meisten Menschen ihr ganzes Leben mit Banalitäten füllen, z.B. mit sinnloser "Unhaltung", die doch nur von der inneren Leere des eigenen Lebens ablenken soll. Der moderne Mensch erträgt sich nicht mehr, darum sucht er ständig Ausflüchte.


3
 
 mirjamvonabelin 16. August 2017 
 

Danke, lieber Kardinal Sarah

für ihre klaren, unmissverständlichen Worte.

"Die Kraft der Stille" und "Gott oder nichts" sind schon fast "Pflichtlektüre"


7
 
 Helena_WW 16. August 2017 
 

Christliche Familie, die heilige Familie als Vorbild - gegen Zerstörische Globalmonopolyplayer

Ja, wir müssen wieder mehr unseren christlichen Glauben in die Gesellschaft tragen. Jesus Christus, die heilige Familie, dem Stern von Bethlehem folgen.

Demgegenüber die Gesellschaft zerstörenden Gobalmonopolyplayer.
link: (bitte ganz lesen)
http://www.freiewelt.net/blog/milliardaere-finanzieren-feministische-ngos-weltweit-10071652/
"Oligarchen entdecken ein neues Geschäftsmodell: “Change no Charity”, (Regime-) Wechsel keine Wohltätigkeit. Weltweit vernetzte Finanzströme initiieren links-orientierte Protestbewegungen, mit dem erklärtem Ziel, für die Rechte von Minderheiten zu kämpfen. Diese Finanzströme kontrollieren vorwiegend US Milliardäre mit dem Label „Kampf für Menschenrechte“, beispielsweise für Rechte von Frauen oder von Homosexuellen. Das Label „Philanthropie“ .. bekanntesten „Wohltäter“ unter den Oligarchen: George Soros. ..
Letztendlich geht es ihnen um das Aufbrechen gesellschaftlicher Bindungen, wie z.B. der Familie und damit um die globale Umgestaltung der Gesellschaft.


4
 
 Adamo 16. August 2017 
 

Kardinal Robert Sarah

hat die Befähigung dazu unsere Kirche als nächster Papst zu führen! Seine große Glaubenstärke und seine hervorragenden Analysen des heutigen Zeitgeistes mit der Aufzeigung des richtigen Ausweges aus dem heutigen Weltschlamassel, hat er sehr oft unter Beweis gestellt, so u.a. das tägliche Beten des Rosenkranzes als die einzige richtige Lösung.


14
 
 Herbstlicht 16. August 2017 
 

Männer wie Robert Kardinal Sarah sind uns ein Vorbild!

- Das Verschwinden der Familie werde systematisch geplant. Die christliche Familie werde verspottet, weil sie alles verkörpere, was man hasst. -

Robert Kardinal Sarah sagt damit, um was es in Wirklichkeit geht:
Den Menschen die Wurzeln herausreißen und ihnen damit die Identität nehmen.
So zur Masse geworden, lassen sich Menschen leichter manipulieren.
Machen wir uns nichts vor:
Diese Ideologen von heute meinen es nicht gut mit uns, sondern nur mit sich selbst.
Sie verfolgen ihre eigenen Interessen.


15
 
 padre14.9. 16. August 2017 

Robert Kardinal Sarah :– ich meine die Familie!

genau, da zielt der Angriff hin. Schützen wir die Familie, überall.
Kardinal Sarah, ist eine Herausforderung, vor allem für uns in Europa. Und das ist richtig.


18
 
 Stefan Fleischer 16. August 2017 

Ein grosser Prophet

Ich empfehle allen "Die Kraft der Stille". Lassen Sie sich nicht abschrecken von dem gewöhnungsbedürftigen Stil, insbesondere des ersten Kapitels. Lassen Sie sich auch nicht abschrecken von den manchmal sehr ungewohnten, vielleicht sogar schockierenden Gedanken. So klar wie Kardinal Sarah sehen nur (noch) wenige Menschen den Zustand unserer Welt uns unserer Kirche.


19
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Sarah

  1. Kardinal Sarah: Papst Franziskus will Alte Messe ‚im Geist des II. Vaticanums’
  2. Kardinal Sarah: Verbot der außerordentlichen Form ‚von Dämon inspiriert’?
  3. ‚Ich gegen Franziskus? Das ist Unsinn. Dem Papst gehorcht man’
  4. Vatikan: Soweit wie möglich wieder Gottesdienste feiern
  5. Sarah: „Ich freue mich, meine Aufgabe fortführen zu können“
  6. Kardinal Sarah: ‚Ein trauriger Mensch ist kein Jünger Christi’
  7. Aus der Tiefe des Herzens
  8. Kardinal Sarah: 'Verwerfliche' Polemiken rund um Buch
  9. Kurienkardinal Sarah wehrt sich gegen Verleumder
  10. Zusammenhang zwischen Verhütungsmentalität und Gender-Ideologie







Top-15

meist-gelesen

  1. Wird Bätzing zur Petze?
  2. Kardinal Koch an Bätzing: Ich kann aber meine grundsätzliche Aussage nicht zurücknehmen!
  3. Katholikenprotest zu Beginn der Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz
  4. Möchte Herr Bätzing die Schweizer Gardisten gegen Giorgia Meloni ausrücken lassen?
  5. "Es erschreckt mich, dass dies – wieder – in Deutschland geschieht"
  6. „Gerade die Bischöfe als Nachfolger der Apostel sind gebunden an die ‚Lehre der Apostel‘“
  7. Deutschland: Nuntius äußert erneut Bedenken zum "Synodalen Weg"
  8. Schon wieder Rücktrittsforderungen
  9. Italienischer Bischof weist Priester nach unwürdiger Messfeier zurecht
  10. Der Tag, Herr, den Du gabst, der endet.
  11. Wahl in Tirol: Sogar ÖVP und FPÖ für das kostenlose Töten ungeborener Kinder!
  12. Hat Putin "Fridays for Future" usw. mit Millionen unterstützt?
  13. Papst: wir erleben den dritten Weltkrieg
  14. Kardinal Zuppi: Wahltag in Italien kein "schwarzer Tag"
  15. Deutsches Gericht möchte Informationen vom emeritierten Papst Benedikt XVI.

© 2022 kath.net | Impressum | Datenschutz