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Bistum Speyer duldet Videokamera am Grab von Altbundeskanzler Kohl

26. Juli 2017 in Deutschland, 1 Lesermeinung
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Eine Genehmigung zur Videoüberwachung hat das Bistum Speyer allerdings nicht erteilt.


Speyer (kath.net/pl) Kabel und Halterung für eine Kamera zur Überwachung des Grabs von Altbundeskanzler Helmut Kohl in Speyer sind bereits installiert. Das berichtete der SWR. Das Domkapitel Speyer hat allerdings noch keine Erlaubnis zur Videoüberwachung des Grabes gegeben.

Auf Anfrage von kath.net erläuterte Pressesprecher Markus Herr: „Die Installation zur Videoüberwachung am Grab von Bundeskanzler a.D. Dr. Helmut Kohl wurde im Auftrag von Frau Dr. Maike Kohl-Richter montiert. Die Installation entspringt dem persönlichen Bedürfnis von Frau Dr. Kohl-Richter, die noch unfertige Grabstelle ihres Mannes zu sichern und sie vor möglichen Beeinträchtigungen zu schützen.“ Zwar liege keine Genehmigung des Domkapitels dafür vor, doch habe sich das Domkapitel „im Blick auf die besondere Situation und aus Respekt vor der Trauer der Witwe“ „entschlossen, die Videoüberwachung vorübergehend zu dulden, jedoch nur solange bis das Grabmal errichtet und die Grabstätte damit fertiggestellt ist. Das Domkapitel handelt dabei in enger Abstimmung mit der Stadt Speyer.“


Der Pressesprecher des Bistums Speyer erläuterte gegenüber kath.net weiter: „Die Videoüberwachung des Grabes wird von Frau Dr. Kohl-Richter selbständig und ohne Mitwirkung des Domkapitels durchgeführt“, die anfallenden Kosten würden „in voller Höhe von Frau Dr. Kohl-Richter getragen. Die Stadt und das Domkapitel haben Frau Dr. Kohl-Richter zur Auflage gemacht, dass das Sichtfeld der Videokamera vor dem Begrenzungszaun zum Adenauerpark endet. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass keine Bilder von Besucherinnen und Besuchern der Grabstelle aufgezeichnet werden.“

Die letzte Ruhestätte von Altbundeskanzler Helmut Kohl wenige Tage nach seiner Beisetzung


Foto © Paul Baldauf/kath.net


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