Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  2. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  3. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  4. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  5. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  6. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  7. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“
  8. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  9. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  10. Die große Täuschung
  11. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  12. Medienkrise verschärft sich: Dramatische Auflagenverluste für Tageszeitungen in Deutschland
  13. Fatales Gerichtsurteil in Deutschland: Chefarzt siegt gegen katholisches Klinik-Verbot
  14. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  15. Hunderte Einsprüche gegen Pfarrauflösung in der Diözese Linz - Keine Antworten aus Rom

'Wo bleibt der allgemeine Aufschrei: Jetzt reicht’s!'

6. Juni 2017 in Deutschland, 9 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


CDU-Politiker Ismail Tipi: „Menschen werden barbarisch angegriffen. Unschuldige Opfer sind verletzt oder verlieren ihre Leben. Wo sind die Menschen, die früher auf Straßen gingen? Wo bleiben Lichterketten gegen Gewalt, Extremismus und Terrorismus?“


Wiesbaden (kath.net) „Wer in einer Demokratie einschläft, muss damit rechnen, von Dschihadisten und Salafisten immer mehr in die Enge getrieben, durch Terror und Gewalt in seinem Lebensraum eingeschränkt zu werden. Während wir in Europa diskutieren hat die IS sein Ziel schon längst erreicht. ‚Wir lassen uns unsere Gesellschaft nicht vom Terror kaputt machen‘, heißt es immer wieder. Von wegen! Die Reaktion auf die Anschläge in Europa zeigt deutlich: Der IS hat geschafft, er verbreitet Furcht.“ Dies schreibt der hessische Landtagsabgeordnete und CDU-Integrationsexperte Ismail Tipi auf Facebook nach dem jüngsten Terroranschlag in London, der mehrere Todesopfer forderte und nahezu 50 Verletzte, darunter Schwerstverletzte, die derzeit noch um ihr Leben ringen. Tipi verwies auch auf die Massenpanik in Turin, „Furcht vor Anschlag hat die Menschen in die Flucht getrieben“.

Tipi, der türkischer Herkunft und selbst Muslim ist, schreibt weiter: „Allein das Wissen, dass die allermeisten, Millionen Muslime friedliche Mitbürger sind, hilft in dieser Phase uns wirklich nicht weiter, wenn wir uns vor dem mörderischen Verbrecher, Menschen- und Demokratiefeinden nicht in Acht nehmen. Deswegen dürfen wie die salafistische Szene in unseren Fußgängerzonen und Plätzen nicht tolerieren, sondern müssen gegen sie mit aller Härte vorgehen. Wir müssen vielem den Deckmantel der Religionsfreiheit entziehen.


Der CDU-Landespolitiker kritisierte, dass es noch immer Menschen gebe – darunter auch Politiker -, „die den radikalislamistischen Terror in Deutschland in seiner ganzen brutalen und menschenfeindlichen Bedrohung nicht wahrhaben wollen. Es gibt immer noch Stimmen, die engagiert die salafistische, dschihadistische Gefahr klein reden, relativieren oder diese verharmlosen. Es gibt unzählige Gefährder, Hassprediger und gewaltbereite Fundamentalisten in Deutschland, die unsere Kinder und Jugend vergiften und für die kranken Ideen des IS werben. Die Zahlen sprechen für sich. Nach offiziellen Angaben gibt es 548 Gefährder, die auf Befehl oder durch Eigenentscheid jederzeit ein Attentat durchführen können, 1.100 gewaltbereite Islamisten, etwa 10.000 Hardcore-Salafisten und dutzende Hassprediger.

Dies sei aber nur die Spitze des Eisbergs, warnte der hessische Integrationsexperte der CDU. „Denn nur vier Hassprediger bringen es auf ihren Facebook-Seiten auf über 463.000 ‚Gefällt mir‘-Klicks. Das heißt mindestens ein Drittel davon, etwa 150.000, sind Sympathisanten, die das salafistische Gedankengut unterstützen. Offiziell sind etwa 800 Jugendliche aus Deutschland nach Syrien oder in den Irak ausgereist. Nach meinen Recherchen sind es mehr als 1.200 Jugendliche. Dort, in den sogenannten German-Camps in Syrien, werden sie für die islamistische Gesinnung und für die Ziele des menschenfeindlichen IS im Gebrauch von Waffen und Sprengstoff ausgebildet. Und das ist keine Kaffeesatzleserei. Dazu braucht man auch nicht in die Glaskugel schauen. Gerade diese extremistischen Salafisten bedrohen unsere Sicherheit, unsere Demokratie und unseren Rechtsstaat. Dem müssen wir uns endlich stellen.“

In einem weiteren Facebook-Eintrag hatte Tipi geäußert: „Warum sind wir nach diesen verheerenden Bildern über die letzten Anschläge in London, davor Manchester, Paris, Brüssel, Nizza, Istanbul, Berlin denn so still? Wo bleibt der allgemeine Aufschrei: Jetzt reicht’s! Menschen werden barbarisch angegriffen. Unschuldige Opfer sind verletzt oder verlieren ihre Leben. Wo sind die Menschen, die früher mal auf die Straßen gingen? Wo bleiben die Menschen- Lichterketten gegen Gewalt, Extremismus und Terrorismus? Es war vor Jahren ermutigend. Zehntausende Menschen Hand in Hand gegen Rassismus. Diese Solidarität mit den Opfern vermisse ich heute. Ich vermisse die Demokraten auf der Straße. Ich vermisse eine Gesellschaft, die gegen Radikalislamismus, Salafismus und IS-Terror demonstriert. Ich vermisse eine Gesellschaft, die aus der falsch verstandenen Toleranz endlich aufwacht.“

CDU-Generalsekretär Tauber dankte im November 2016 Ismail Tipi, „der sich schon lange gegen die Verbreitung islamistischer Propaganda engagiert“.

PHOENIX - Peter Hahne, Ismail Tipi (CDU) und Hans-Christian Ströbele (Die Grünen): ´Brauchen wir eine Leitkultur? Sprache, Lieder, Grundgesetz´


Foto Landtagsabgeordneter Tipi (c) Ismail Tipi


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Islamismus

  1. Islamismusforscherin Schröter: „Tja, liebe Freunde, was glaubt ihr eigentlich, was die Scharia ist?“
  2. Vereinigte Arabische Emirate schränken staatliche Förderung für Studieren in Großbritannien ein
  3. Mansour: Terrorschlag in Australien ist „logische Konsequenz einer global entfesselten Hassdynamik“
  4. Manuel Ostermann, Vize-Vorsitzender der Polizeigewerkschaft: „Die Kriminalität explodiert“
  5. Integrationsbeauftragte warnt: Politik, Verwaltung in Neukölln teilweise von Islamisten unterwandert
  6. Skandal: ZDF bestätigt, dass langjähriger palästinischer Mitarbeiter der Hamas angehörte
  7. Ahmad Mansour: ‚Islamismus ist eine ernstzunehmende Bedrohung, die Menschenleben kostet‘
  8. Nach Verherrlichung der Hamas: Italien schiebt Imam ab
  9. BILD: ‚Die Islamisten werden immer mehr – und die Regierung tut NICHTS dagegen’
  10. Die Ampel kehrt das Problem des Islamismus beharrlich unter den Teppich






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  3. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  4. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  5. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  6. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  7. Nach „Wort zum Sonntag“: Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen Pastorin Behnken
  8. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  9. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  10. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  11. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats
  12. Schwere Zensur-Vorwürfe aus den USA: EU unterdrückt die Meinungsfreiheit
  13. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  14. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“
  15. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz