Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht mehr ernst zu nehmen
  2. Der Vatikan ringt um die Definition der "Umweltsünde"
  3. Bischof Timmerevers legt sein Amt als Bischof von Dresden-Meißen nieder
  4. Die umstrittene Synodalkonferenz der Kirche in Deutschland wurde leise abgesagt
  5. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  6. 'Ruft AfD-Wähler auf, sich die Kirchensteuer zu sparen'
  7. Papst äußert sich skeptisch zu fundamentalen Risiken der KI
  8. US-Diözesen mit ungewöhnlich hoher Zahl an Priesterweihen
  9. ‚Tritt hinter mich!’ Der Weg des Messias führte über das Kreuz
  10. „Synodalität wird den Katholizismus zerstören“
  11. Regierung von Pennsylvania will Begriffe ‚Mutter‘ und ‚schwangere Frau‘ streichen
  12. Die konzilswidrige deutsche Synodalkonferenz
  13. Wenn die Erinnerung bleibt, aber der Glaube schwindet
  14. US-Diözese errichtet Pfarre, die dem Märtyrer Matthew Ayariga geweiht ist
  15. Die Vision der Hölle und warum wir dringend die Göttliche Barmherzigkeit anrufen sollten

'Fasziniert von der Schönheit Gottes'

10. Jänner 2017 in Spirituelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Johannes Hartl vom Gebetshaus Augsburg spricht nach der beeindruckenden #MEHR-Konferenz über seine eigenen Eindrücke, über moderne Lobpreismusik, Ökumene und sein persönliches Highlight in diesen Tagen. KATH.NET-Interview von Petra Lorleberg


Augsburg (kath.net/pl) 10.000 Menschen nahmen an der diesjährigen MEHR-Konferenz des Gebetshauses Augsburg teil. Johannes Hartl (Foto) erläutert im KATH.NET-Interview, wie er diese christliche Großveranstaltung erlebte. Der Gründer und Leiter des Gebetshauses Augsburg ist promovierter katholischer Theologe, verheiratet und Vater von vier Kindern.

kath.net: Herr Dr. Hartl, wer oder was genau steht eigentlich im Mittelpunkt der MEHR? Sie? Die Teilnehmer? Die Musik? Eine Idee? Ein moralisches Ideal? Oder was sonst?

Johannes Hartl: Faszination steht im Mittelpunkt. Die Faszination an der Schönheit Gottes, die sich dann darin spiegelt, dass es eine Konferenz ist, die durch die Musik, die biblischen Wahrheiten und die vielen strahlenden Menschen fasziniert.

kath.net: Sie haben Rückenwind von der katholischen Kirche bekommen. Der Prediger des Päpstlichen Hauses Cantalamessa und der Augsburger Weihbischof Wörner haben je eine Messe zelebriert, das Bistum Augsburg hat das Gebetshaus geprüft und gab Ihnen ein positives Ergebnis, es waren erkennbar viele Priester und Ordensfrauen auf der MEHR – was macht das mit Ihnen?

Hartl: Diese große Rückendeckung macht mich ebenso sprachlos wie die unglaublich positive Berichterstattung in den Medien. Wir sind sehr, sehr dankbar.

Der Prozess mit dem Bistum Augsburg freilich war schon ein jahrelanger. Das war für beide Seiten nicht immer ganz einfach, doch da ist über die Jahre hinweg wirklich Vertrauen gewachsen.

Mittlerweile lässt es sich nicht mehr bestreiten, dass das Gebetshaus Menschen nicht aus der Kirche lockt, sondern zur Erneuerung der Kirche beiträgt.


kath.net: Auf der MEHR gab es moderne Lobpreismusik. Möchten Sie uns diese Art des „musikalischen Betens“ näher vorstellen?

Hartl: Jede Zeit hat ihre Musik. Orchestermessen waren eine große Innovation gegenüber Chorgesang der Renaissance. Der große Vorteil der Popmusik ist, dass sie heutige Menschen ganzheitlich anspricht und eine freudige, leidenschaftliche Seite wecken kann.

Mit den richtigen Inhalten gefüllt und frei von manipulativen Absichten eingesetzt ist Lobpreismusik eine große Hilfe, Menschen von heute ins Gebet zu führen.

kath.net: Sie haben auf der MEHR Ihr neuestes Buch vorgestellt. Um was geht es?

Hartl: Mir wurde bewusst, dass die meisten Menschen beten. Selbst Agnostiker ertappen sich manchmal dabei. Das Meiste, das ich selbst über das Gebet jedoch kenne, ist oft zu kompliziert oder zu wenig praxisnah.

Ich wollte ein einfaches Buch schreiben, das jemandem in ganz normaler Sprache erklärt, was Gebet ist. Es wurde ein Praxisbuch mit ganz konkreten Schritten. Außerdem habe ich die Bilder in dem Buch selbst gezeichnet. Ein Buch, das zeigt, dass Gebet tief, schön und - einfach ist.

kath.net: Mich persönlich beeindruckt auch der ökumenische Umgang miteinander: Respektvoll ohne Aufgabe der eigenen Identität. Gibt es dafür ein Geheimrezept?

Hartl: Ja. Liebe. Liebe nimmt den anderen herzlich an, muss sich selbst dafür aber nicht aufgeben. Die Kultur der Wertschätzung für die Braut Christi – und zu der gehört jeder Getaufte! – ist einer unserer Grundwerte im Gebetshaus.

Doch Kultur lebt immer von Nuancen des Umgangs miteinander. Da ist im Gebetshaus über Jahre hinweg authentische Wertschätzung der Konfessionen füreinander gewachsen. Und das spürt man dann auch nach außen.

kath.net: Wie halten Sie es bei der MEHR eigentlich bei Eucharistiefeiern und bei evangelischen Abendmahlsgottesdiensten – empfehlen Sie Interkommunion?

Hartl: Wir laden jeden Christen ein, am Mahl entsprechend der eigenen konfessionellen Zugehörigkeit teilzunehmen und von Interkommunion abzusehen.

Das ist für viele Teilnehmer immer ein großer Schmerz, der mir selbst auch sehr nahe geht. Doch Gehorsam gegen die Kirche und Treue zu dem, was sie in diesem Fall unmissverständlich lehrt, waren auf unseren Konferenzen schon immer selbstverständlich.

kath.net: Ich nehme an, dass Sie auf dem Messegelände noch aufräumen, doch was steht jetzt für das Gebetshaus an?

Hartl: Der wunderbare Alltag von 24 Stunden Gebet pro Tag. Daneben natürlich auch unsere Mission-Campus-Baustelle und viele Schulungen.

Doch all das ist Nebensache.

Das Gebet ist das Zentrum. Ein wunderschönes Zentrum. 8750 Stunden pro Jahr.

kath.net: Nach der MEHR ist vor der MEHR – was weiß man schon über die nächste Konferenz?

Hartl: Ja. Sie wird einmal mehr eine Konferenz sein, in der sich alles um Jesus dreht. Und wahrscheinlich auch nochmal größer.

kath.net: Herr Dr. Hartl, darf ich fragen: Was war Ihr ganz persönliches, privates Highlight auf der MEHR?

Hartl: Als ich einem jungen Security-Mitarbeiter im Backstage-Bereich von Jesus erzählen durfte. Er bezeichnete sich nicht als gläubig doch meinte, das, was ich ihm gesagt habe, sei das Puzzleteil gewesen, das ihm noch gefehlt habe. Ich war davon mehr bewegt als von der großen Menschenmasse.


Johannes Hartl: Vortrag ´Heilige Faszination´ - #MEHR2017 / Gebetshaus Augsburg


kath.net-Buchtipp – NEUERSCHEINUNG
Einfach Gebet
Zwölfmal Training für einen veränderten Alltag
Von Johannes Hartl
Hardcover, 144 Seiten
2017 SCM R. Brockhaus
ISBN 978-3-417-26807-2
Preis 15.40 EUR

Bestellmöglichkeiten bei unseren Partnern:

- Link zum kathShop

- Buchhandlung Christlicher Medienversand Christoph Hurnaus:

Für Bestellungen aus Österreich und Deutschland: [email protected]

Für Bestellungen aus der Schweiz: [email protected]

Alle Bücher und Medien können direkt bei KATH.NET in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Christlicher Medienversand Christoph Hurnaus (Auslieferung Österreich und Deutschland) und der Provini-Buchhandlung (Auslieferung Schweiz) bestellt werden. Es werden die anteiligen Portokosten dazugerechnet. Die Bestellungen werden in den jeweiligen Ländern (A, D, CH) aufgegeben, dadurch entstehen nur Inlandsportokosten.

Foto oben: Theologe Hartl auf der MEHR (c) Gebetshaus Augsburg/Screenshot


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Gebetshaus Augsburg

  1. Johannes Hartl: „Junge Menschen fragen wieder nach Gott! Atheismus ist eher für ältere Generation“
  2. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  3. Ich bin Staatsanwältin – und ich bete
  4. "Der Wind dreht sich. Es gibt immer mehr Menschen, die sich die Frage nach Gott stellen"
  5. "Der Herr ist wirklich in diesen Gestalten von Brot und Wein gegenwärtig"
  6. „Ich fragte mich: Welche Drogen hat er jetzt genommen?“
  7. "Finde heraus wie Gott ist und sag ihm das. Bleib nicht nur stehen beim Denken"
  8. „Freude – Das gigantische Geheimnis des Christen“
  9. Wenn das 'Drehbuch' schon vorher feststeht
  10. Gebetshaus Augsburg reagiert mit Stellungnahme auf ARD-Doku „Die hippen Missionare“






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. Jüngerschaft in Wien und darüber hinaus
  4. ‚Wir steuern auf eine Katastrophe zu‘: Warnung vor gescheiterter Integration in Deutschland
  5. Polizei in Papst-Städtchen auf E-Bikes im Einsatz
  6. ‚Tritt hinter mich!’ Der Weg des Messias führte über das Kreuz
  7. Goethes Lieblingsheiliger: Ein Meister der Freude und der Seelenschau
  8. Papst erlässt neues Verfahren zu Absetzung ostkirchlicher Patriarchen
  9. Papst äußert sich skeptisch zu fundamentalen Risiken der KI
  10. Papst Leo XIV. beruft obersten Kolumbusritter in den Vatikan
  11. Nur der Weg der Liebe ist der Weg des Lebens
  12. US-Diözesen mit ungewöhnlich hoher Zahl an Priesterweihen
  13. USA: Rosenkranz-Teams besuchen Altersheime
  14. Die Vision der Hölle und warum wir dringend die Göttliche Barmherzigkeit anrufen sollten
  15. Papst würdigt Norwegens König Harald für "hingebungsvollen Dienst"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz