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Verbraucherschützer fordern vom Papst Schließung von McDonald's

7. Jänner 2017 in Weltkirche, 8 Lesermeinungen
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Entscheidung der vatikanischen Immobilienverwaltung Apsa, ein rund 100 Meter vom Vatikan entferntes Ladenlokal an die Fast-Food-Kette zu vermieten, sorgt weiter für heftige Kritik


Rom (kath.net/KAP) Italienische Verbraucherschützer fordern von Papst Franziskus eine Schließung der jüngst eröffneten McDonald's-Filiale am Vatikan. "Wir bitten den Papst persönlich einzugreifen, um den Mietvertrag für die vatikaneigene Immobilie zu kündigen und McDonald's aus dem Borgo-Pio-Viertel rauszuwerfen", heißt es in einem Schreiben des Verbraucherschutzverbandes Codacons an Franziskus, aus dem die römische Tageszeitung "Il Messaggero" am Samstag zitierte. Anstelle des Fast-Food-Restaurants soll nach dem Willen der Verbraucherschützer eine Armenküche der Caritas in das Ladenlokal einziehen. Das Verwaltungsgericht der Region Latium prüft derzeit ein Klage von Codacons gegen die Eröffnung der McDonald's Filiale am Vatikan.


Die Entscheidung der vatikanischen Immobilienverwaltung Apsa, das rund 100 Meter vom Vatikan entfernte Ladenlokal an McDonald's zu vermieten, hatte heftige Kritik hervorgerufen.

In dem Gebäude, in dessen Erdgeschoß das Fast-Food-Restaurant Ende Dezember eröffnete, wohnen auch mehrere Kardinäle. Einer von ihnen soll nach italienischen Medienberichten einen Beschwerdebrief an den Papst geschrieben haben. Zudem hatte ein Kurienkardinal öffentlich die Vermietung an die Fast-Food-Kette kritisiert.

Man biete Pilgern und Touristen damit Speisen an, die nach Ansicht von "nicht wenigen Medizinern und Ernährungswissenschaftern keine Garantien für die Gesundheit der Konsumenten" böten und "qualitativ meilenweit von der traditionellen römischen Küche entfernt" seien, so der pensionierte italienische Kurienkardinal Elio Sgreccia in einem Interview der Tageszeitung "La Repubblica".

Der zuständige Leiter der vatikanischen Immobilienverwaltung, Kardinal Domenico Calcagno, verteidigte unterdessen die Vermietung an McDonald's. Er könne darin nichts Negatives sehen. Alles sei nach Recht und Gesetz verlaufen. Über Beschwerden an den Papst wisse er nichts.

Laut "La Repubblica" soll der Vatikan für das 538 Quadratmeter große Ladenlokal monatlich 30.000 Euro Miete erhalten. McDonald's selbst äußerte sich bislang nicht dazu.

Eingangsbereich der vatikannahen MacDonald´s-Filiale


Foto oben (c) kath.net

Copyright 2016 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten



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