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Katechese ist Pflicht und Recht aller Gläubigen – Katechese reloaded

4. November 2016 in Jugend, 1 Lesermeinung
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Der YOUCAT-Treffpunkt als einfache Möglichkeit der Katechese für junge Menschen. Gastkommentar von Ingmar Matthias Bauer


Augsburg (kath.net) Was ist eigentlich aus dem Herzensanliegen von Papst Benedikt XVI. geworden, das er im Vorwort des 2011 erschienenen Jugendkatechismus der Katholischen Kirche YOUCAT zum Ausdruck gebracht hat:

Studiert den Katechismus! Das ist mein Herzenswunsch. Studiert den Katechismus mit Leidenschaft und Ausdauer! Studiert ihn in der Stille Eurer Zimmer, lest ihn zu zweit, wenn Ihr befreundet seid, bildet Lerngruppen und Netzwerke, tauscht Euch im Internet aus. Ihr müsst im Glauben noch viel tiefer verwurzelt sein als die Generation Eurer Eltern.

Der YOUCAT wurde mittlerweile millionenfach verteilt und verkauft und hoffentlich auch gelesen. Wenn ich im deutschsprachigen Raum, dort wo der YOUCAT entstanden ist, in eine typische Kirchengemeinde schaue oder mich über den Religionsunterricht in den Schulen erkundige, dann ist vom YOUCAT wenig bis gar nichts zu sehen. Das kann kaum etwas Gutes sein.

Erfreulicherweise gibt es auch Ausnahmen. Eine davon, die überaus gut gelungen ist, möchte ich hier näher vorstellen. Als kurze Einleitung seien ein paar gewichtige Worte über die Katechese wiedergegeben, die sich in kirchlichen Dokumenten finden. Diese Worte sprechen eine so deutliche Sprache, dass jeder Kommentar überflüssig ist:

Aus dem Apostolischen Schreiben Catechesi tradendae von Papst Johannes Paul II.:

Die Katechese wurde von der Kirche immer als eine ihrer wichtigsten Aufgaben betrachtet; denn bevor der auferstandene Christus zu seinem Vater zurückkehrte, gab er den Aposteln einen letzten Auftrag: alle Völker zu Jüngern zu machen und sie alles befolgen zu lehren, was er ihnen geboten hatte. Catechesi tradendae 1

Aus dem Codex des Kanonischen Rechts:

Can. 217 — Da ja die Gläubigen durch die Taufe zu einem Leben nach der Lehre des Evangeliums berufen sind, haben sie das Recht auf eine christliche Erziehung, durch die sie in angemessener Weise zur Erlangung der Reife der menschlichen Person und zugleich zur Erkenntnis des Heilsgeheimnisses und zu einem Leben danach angeleitet werden.

Can. 229 — § 1. Damit die Laien gemäß der christlichen Lehre zu leben vermögen, diese auch selbst verkündigen und, wenn es notwendig ist, verteidigen können und damit sie in der Ausübung des Apostolats ihren Teil beizutragen imstande sind, sind sie verpflichtet und berechtigt, Kenntnis dieser Lehre zu erwerben, wie sie der je eigenen Fähigkeit und der Stellung eines jeden einzelnen entspricht.



Wie sollte nun Katechese im Ganzen grundsätzlich aufgebaut sein, damit sie auch Frucht bringt? Was ist wichtig? In seinem Apostolischen Schreiben Catechesi tradendae schreibt Johannes Paul II., dass Jesus Christus und die Lehre Jesu Christi im Zentrum der Katechese stehen müssen. Das steht sicher außer Frage. Neben anderen Aspekten spricht Johannes Paul II. noch diesen wichtigen Punkt an:
1
In seiner Ansprache zum Abschluss der 4. Generalversammlung der Synode schätzte Papst Paul VI. sich glücklich zu hören, „dass alle die absolute Notwendigkeit einer gut strukturierten und folgerichtigen Katechese betont hatten; denn eine solche Vertiefung des Geheimnisses des Christentums unterscheidet grundsätzlich die Katechese von allen anderen Formen der Verkündigung des Wortes“.

Angesichts der praktischen Schwierigkeiten sollen hier unter anderem folgende Merkmale dieses Unterrichts hervorgehoben werden:
• es muß ein systematischer Unterricht sein, der nicht improvisiert, sondern nach einem Programm dargeboten wird, so dass ein klares Ziel erreicht werden kann; • es geht um einen Unterricht, der das Wesentliche behandelt, ohne den Anspruch zu erheben, alle anstehenden Fragen zu behandeln oder zu theologischer Forschung und wissenschaftlicher Exegese zu werden; • es muss dennoch ein vollständiger Unterricht sein, der nicht bei der Erstverkündigung des christlichen Geheimnisses stehenbleibt, wie es beim Kerygma gegeben ist; • es soll eine vollständige Einführung ins Christentum sein, die sich für alle Bereiche des christlichen Lebens offenhält. Catechesi tradendae 21

Für obige Punkte ist der YOUCAT wie geschaffen.

Nach dieser kurzen Einführung nun zu dem angesprochenen erfreulichen Projekt. Es nennt sich YOUCAT-Treffpunkt und findet in der Regel jeden Montag in St. Christophorus, Fürth statt. Worum handelt es sich?

In vierzig aufeinanderfolgenden Treffen liest eine Gruppe junger Menschen den YOUCAT von der ersten bis zur letzten Frage gemeinsam durch und tauscht sich darüber aus. Zusätzlich sehen sie sich, abgestimmt auf die Fragen des YOUCAT, den filmischen Glaubenskurs „Mein Gott und Walter“ und den filmischen Katechismus „3MC – 3 Minute Catechism“ an.

Die Treffen sind so einfach aufgebaut, dass sie auch in jeder anderen Kirchengemeinde fast ohne Aufwand stattfinden können:
Kurzes Gebet zu Beginn Episode „Mein Gott und Walter“ ansehen YOUCAT-Fragen durchgehen und die Folgen von „3MC – 3 Minute Catechism“ dazu ansehen Kurzes Gebet zum Abschluss

Als Gruppenleiter ist kein Theologiestudium erforderlich. Es steht ja alles im YOUCAT. Und da alle Teilnehmer ebenfalls den YOUCAT in Händen halten, können sie selbst überprüfen, ob ihnen auch wirklich die katholische Lehre verkündet wird.

Der vielleicht vorgebrachte Einwand, ein Frage-Antwort-Katechismus wie der YOUCAT eigne sich nicht zum normalen Lesen, ist zwar berechtigt, aber wie mir die Teilnehmer erklärten, ist das bei kurzen Abschnitten kein Problem.

Für gewöhnlich sind Glaubenskurse in Kirchengemeinden mit viel Vorbereitungsaufwand verbunden und man braucht ein ganzes Vorbereitungsteam, woran es dann oft scheitert. Die Gruppenleiter des YOUCAT-Treffpunkts sagten mir, dass ihr Vorbereitungsaufwand darin besteht, den YOUCAT und ein Notebook zum Abspielen der DVDs mitzubringen.

Was ich damit sagen möchte: Katechese ist Pflicht und Recht aller Gläubigen. Es gibt heute ausgesprochen gute Materialien dazu. Und doch wird davon konkret wenig umgesetzt. Der YOUCAT-Treffpunkt ist eine einfache Möglichkeit, in der eigenen Kirchengemeinde gute Katechese insbesondere für junge Menschen anzubieten. Wer sich also von diesem Projekt angesprochen fühlt und findet, dass eine solche Initiative genau das Richtige für die eigene Kirchengemeinde ist, der sollte sich nicht aufhalten lassen und aktiv werden.

Eine genaue Beschreibung des YOUCAT-Treffpunkts mit der Zuordnung der Episoden von „Mein Gott und Walter“ und der Folgen von „3MC – 3 Minute Catechism“ zu den Fragen des YOUCAT kann unter katechese-reloaded.de heruntergeladen werden.

Alle katechetisch Interessierten sind über diese Website katechese-reloaded.de eingeladen, innovative katechetische Projekte vorzustellen oder bereits dort vorgestellte Projekte in der eigenen Kirchengemeinde zu verwirklichen.

Ein gutes Vorbild für das Projekt YOUCAT-Treffpunkt findet sich auch in der Apostelgeschichte.

Er (Paulus) ging in die Synagoge und lehrte drei Monate lang freimütig und suchte sie vom Reich Gottes zu überzeugen. Da aber einige verstockt waren, sich widersetzten und vor allen Leuten den (neuen) Weg verspotteten, trennte er sich mit den Jüngern von ihnen und unterwies sie täglich im Lehrsaal des Tyrannus. Das geschah zwei Jahre lang; auf diese Weise hörten alle Bewohner der Provinz Asien, Juden wie Griechen, das Wort des Herrn. Apg 19, 8-10

kath.net-Buchtipp
YOUCAT
Jugendkatechismus der Katholischen Kirche

von Bernhard Meuser
Vorwort von Benedikt XVI
Hardcover, 304 Seiten
2012 Youcat
ISBN 978-3-945148-08-2
Preis 13.40 EUR

Bestellmöglichkeiten bei unseren Partnern:

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Youcat - Jugendkatechismus der katholischen Kirche, Bernhard Meuser - Bibel TV das Gespräch SPEZIAL


Youcat: 10 Gründe, warum ich mich nicht wasche (...warum ich nicht in die Kirche gehe) - VOLL GUT!



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Lesermeinungen

 bernhard_k 4. November 2016 
 

Vergelt's Gott!

Ich selber habe den Youcat schon mehrmals "verschlungen", beim Lesen öfters feuchte Augen bekommen, so berührend klar und wahr wird alles erklärt.

Ich habe ihn auch schon öfters verschenkt, gerade für Jugendliche ist er eine WOHLTAT! Sie wollen doch wissen, was ihre Hl. Kath. Kirche glaubt, was der Kath. Glaube in Wahrheit ist.

DANKE!


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