Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Kann man "Fiducia Supplicans" jetzt einstampfen?
  2. Deutschland: Jüngere Priester lehnen „Synodalen Irrweg“ ab! – DBK beunruhigt
  3. "NEIN" - Papst Franziskus klar gegen Priesterinnen und Diakoninnen!
  4. Kirche ist die ,allerletzte Instanz, die Menschen wegstoßen sollte‘
  5. „Je veux voir Dieu – Ich möchte Gott sehen“
  6. Gericht urteilt: Glockenschlag ist zumutbar
  7. Vertuschung im Mammut-Stil
  8. Präfekt Fernández versichert Koptenpapst Tawadros: Ehe nur zwischen Mann und Frau
  9. Britisches Bistum Nottingham verbietet katholischen Schulen Teilnahme am Pride-Monat
  10. 'Synodale Kirche ODER wie man Katholiken (nicht nur in Österreich) für dumm verkauft
  11. Israelischer UNO-Botschafter: "Was kommt als nächstes? Eine Schweigeminute an Hitlers Todestag?"
  12. Anschlag auf ‚Ungläubige’ geplant: Vierzehnjährige in Österreich verhaftet
  13. Raymond Arroyo: Gästehaus Santa Marta viel komfortabler als der ‚zugige’ päpstliche Palast
  14. Kardinal Koch: die arianische Irrlehre gehöre „nicht einfach der Vergangenheit“ an
  15. "Die Welt tut genau das, was die Hamas-Terroristen wollen"

Genderknallfrösche

10. Oktober 2016 in Kommentar, 11 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Indiskretion von Weihbischof Schepers - Papst Franziskus sieht in Genderideologie eine dämonische Ideologie und „Weltkrieg gegen die Familie“ - Es braucht ein klares öffentliches Wort der DBK gegen Gender. kath.net-Kommentar von Peter Winnemöller


Bonn (kath.net/pw) Es war wohl nur eine Frage der Zeit, bis die Vollversammlung der Bischofskonferenz sich auch einmal mit dem umstrittenen Genderflyer aus ihrem Hause beschäftigen würde. Das Papierchen war unter Verantwortung der „Arbeitsstelle für Frauenseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz“ und der „Kirchliche Arbeitsstelle für Männerseelsorge und Männerarbeit in den deutschen Diözesen e.V.“ erschienen. Weil die Arbeitsstelle für Frauenseelsorge eine Arbeitsstelle der Deutschen Bischofskonferenz ist, trägt der Flyer das Logo der DBK im Logo der Arbeitsstelle. Aus diesem Grund wurde der Flyer in der Öffentlichkeit als eine Veröffentlichung der deutschen Bischöfe wahrgenommen. Ferner wurde er mit einer Pressemeldung der DBK der Öffentlichkeit bekannt gemacht. Einige Bischöfe hatten sich bereits kurz nach Erscheinen zu dem Flyer äußerst kritisch geäußert.

Laut einer KNA-Meldung, die unter anderem auch katholisch.de verbreitet hatte, soll es auf der vergangenen Vollversammlung der DBK wegen dieses Flyers „geknallt“ haben. Der Essener Weihbischof Ludger Schepers wird als Quelle genannt. Eine Auseinandersetzung um den Flyer ist nicht weiter verwunderlich. Eigenartig ist der Vorgang, wie diese Diskussion öffentlich wurde. Nicht das Sekretariat der DBK ist hier die Quelle und hat den Sachverhalt, dass in der Konferenz darüber diskutiert wurde, veröffentlicht. Vielmehr war es die Indiskretion eines einzelnen Weihbischofs, die den Sachverhalt öffentlich gemacht hat. Das ist insofern verwunderlich, als in der Regel aus der Vollversammlung nur das Sekretariat berichtet und sich Bischöfe und Weihbischöfe sehr zurück halten.


Weihbischof Schepers äußerte sich im Rahmen einer Veranstaltung der katholischen Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart offensichtlich recht umfassend und öffentlich genug, dass es der KNA einer Meldung wert war. So wurde gemeldet, der Weihbischof habe ein Wort der deutschen Bischöfe zu Gendermainstreaming angekündigt. In dem Zusammenhang unterstellte Schepers seinen Mitbrüdern im bischöflichen Amt eine Angst, die sich bei der aufgeladenen Debatte zeige. Wie üblich im gesellschaftlichen Diskurs dieser Tage unterstellt man Angst immer demjenigen, der eine andere Position vertritt. In Wirklichkeit ist es allerdings Schepers selber der sich ängstlich an den Mainstream der Genderideologie anbiedert, indem er seine Kirche aufrief, zur Kenntnis zu nehmen, dass es mehr gebe als Mann und Frau. Was das sein soll, ließ der Weihbischof allerdings offen.

Die weihbischöfliche Indiskretion darf wohl vor allem so interpretiert, dass rechtzeitig auf diejenigen Bischöfe öffentlicher Druck ausgeübt wird, die die Genderideologie angemessen kritisch beurteilen.

Nicht erst seit gestern ist bekannt, dass die dekonstruktivistische Genderideologie mit einer seriösen schöpfungstheologischen Sicht auf Mann und Frau sowie auf deren Verhältnis zueinander nicht zu vereinen ist. Bereits 2012 hatte Papst Benedikt XVI. in seiner Weihnachtsansprache an die Kurie die Genderideologie mit den Worten „Die tiefe Unwahrheit dieser Theorie und der in ihr liegenden anthropologischen Revolution ist offenkundig. Der Mensch bestreitet, dass er eine von seiner Leibhaftigkeit vorgegebene Natur hat, die für das Wesen Mensch kennzeichnend ist“ verurteilt. Papst Franziskus sieht in der Genderideologie eine dämonische Ideologie und einen „Weltkrieg gegen die Familie“. Das sind sehr plastische und drastische Worte, die keine Fragen offenlassen.

Für ein Wort der deutschen Bischöfe reichte es nun im Grunde, diese Worte auf deutsche Verhältnisse anzuwenden und entsprechende Beispiele auszukommentieren. Da wären die (vor-)schulischen Experimente an unseren Kindern, die bereits in Kindergarten- und Grundschulalter „sexuelle Vielfalt“ lernen sollen. Da wären die zahlreichen Studenten, die Probleme bekommen, wenn sie ihre Arbeiten nicht gendern. Da sind aber auch nicht zuletzt die vielen Millionen Euro, die für sogenannte Genderforschungsprojekte zum Fenster hinausgeworfen werden. Kein Zweig der Wissenschaften widersetzt sich allerdings eine Evaluation so heftig, wie die Genderforscherinnen. Sie werden wissen warum.

Es ist vor der Gefahr zu warnen, dass Gender der neue dialektische Materialismus wird. Wie in der DDR niemand ohne „DiaMat“ erfolgreich eine wissenschaftliche Arbeit schreiben konnte, so droht dies in unseren Tagen mit Gender. Davor ist zu warnen. Die Gefahr ist virulent, denn Gender dringt in allen Wissenschaftsbereiche vor und verlangt auch von Naturwissenschaften. Perspektiven der Genderideologie zu berücksichtigen.

Es ist Aufgabe der Bischöfe hier gesellschaftlich zu intervenieren. Es braucht ein klares öffentliches Wort der Bischöfe gegen Gendermainstreaming. Die politisch aktiven Laien brauchen dringend den Rückhalt ihrer Bischöfe, wenn sie gegen die Genderideologie und deren praktische Folgen kämpfen. Wir dürfen unsere Kinder und unsere Familien nicht dem Einfluss der Genderideologen und ihrer politischen Helfershelfer überlassen. Der Rückhalt aus Rom ist wertvoll. Der Papst ist in seinen Worten hier klar und eindeutig. Der Rückhalt von den Hirten im eigenen Land ist geradezu unverzichtbar. Es muss deutlich werden, dass genderkritische Politiker und politisch aktive Bürger sich des Rückhalts ihrer Kirche sicher sein können.

Zur Dokumentation: Der Gender-Flyer der Deutschen Bischofskonferenz



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Chris2 10. Oktober 2016 
 

Reinigendes Gewitter?

Seit dem allzu frühen Tod Ebf. Dybas gab es - zumindest offiziell - keine "Opposition" mehr in der DBK. Friede, Freude... Insofern ist die Meldung, dass es geknallt habe, ein gutes Zeichen. Mögen gerade auch die jüngeren Bischöfe für frischen Wind in die erstarrten Strukturen der nachkonziliaren Kirche in D sorgen und wieder den Hl. Geist wehen lassen...


9
 
 chiarajohanna 10. Oktober 2016 
 

GENDER: Die WERTE "liegen am Boden" - doch Priester + Levit gehen vorbei - Papst bleibt stehen!

Es ist doch selbstverständlich,
das man dort, wo vor
unser aller Augen + Ohren
das "SAATGUT DES BÖSEN"
ausgestreut wird,
nicht "schweigend" zuguckt!

Es geht auch MICH etwas an, was da - mit Gottes Schöpfungs-Plan passiert.

Nicht nur Gottes geliebte Kinder
Vorort, im Kindergarten
sollen "getroffen" werden: Nein,
jeder Angriff auf SEINE Menschen,
ist hintergründig auch

ein Angriff
auf Gott selbst!
Hat Gott wirklich gesagt,
das nur Mann + Frau ?

Es ist + bleibt immer wieder
die "alte Stimme" mit ihrer
verräterischen Sprachmelodie!

Deswegen müssen wir Gott zur Ehre aufstehen, für das, was fühlbar
als Wahrheit in unserem Herzen wohnt!

Niemand darf schweigend zugucken,
denn die FOLGEN sind katastrophal.
Die Familie wird GESPALTEN,
die Tochter wird gegen den Vater
der Sohn gegen die Mutter sein?

Bischöfe, tut was!
Wehret den Anfängen des GENDER-WAHNS!

Oder sollen engagierte Christen
auf den HL. SAMARITER WARTEN?


2
 
 ilomego 10. Oktober 2016 

@IMEK

Können Sie bitten Quellen für Ihre Behauptung bzgl. des Papstes nennen? Danke.


0
 
  10. Oktober 2016 
 

Anerkennung von Zwei Lesben als "Mann" und Frau

durch den Papst relativiert seine kritische Aussage zu Genderismus weitgehend, ohne dass sein deutsches Sprachrohr P. Hagenkord sich verkopfen müsste.
Ob der amtierende Papst wohl über derartig offenkundige Widersprüche reflektiert?

Woher sollen denn die Bischöfe den Bekennermut bekommen, wenn so wenig Stärkung vom Heiligen Stuhl für sie ausgeht.

Oremus


11
 
 agnese 10. Oktober 2016 
 

Mir kommt langsam vor, man will die Enderungen in der Lehre, Theologie als Giftbonbons in Schokoladeguss,ganz langsam, unauffällig reichen, auf Einmal sind wir dann vergiftet.
Man sollte lieber nicht Einmal kosten diese Giftbonbons.
Täuscht mich mein Gefühl?


10
 
 1Pace 10. Oktober 2016 

1 Johannes 2,17: „Und die Welt vergeht …“ (II)

Die Werktätigen in der DDR „durften“ regelmäßig auf den Maidemonstrationen rot-weiße Spruchbänder mit dem Satz von der „allmächtigen“ Lehre tragen. Thomas von Kempen schrieb: „O quam cito transit gloria mundi!“ („O wie schnell vergeht der Ruhm der Welt!“). Der 9. November 1989 hat zwar mit der Überwindung einer Grenze die „allmächtige“ marxistisch-leninistische Lehre in ihre Grenzen verwiesen, ganz tot ist sie aber noch nicht, und auch Surrogate werden als neues „Opium für das Volk“ gerne angenommen.


5
 
 1Pace 10. Oktober 2016 

1 Johannes 2,17: „Und die Welt vergeht …“ (I)

W. I. Lenin schrieb 1913: „DIE LEHRE VON MARX IST ALLMÄCHTIG, WEIL SIE WAHR IST. Sie ist in sich geschlossen und harmonisch, sie gibt den Menschen eine einheitliche Weltanschauung, die sich mit keinerlei Aberglauben, keinerlei Reaktion, keinerlei Verteidigung bürgerlicher Knechtung vereinbaren lässt. Sie ist die rechtmäßige Erbin des Besten, was die Menschheit im 19. Jahrhundert in Gestalt der deutschen Philosophie, der englischen Ökonomie und des französischen Sozialismus hervorgebracht hat.“ (Drei Quellen und drei Bestandteile des Marxismus) Ursprünglich veröffentlicht in der Zeitschrift Prosweschtschenije Nr.3, März 1913. - Lenin, Werke, Bd.19, S.3-9.


2
 
 Michmas 10. Oktober 2016 
 

Radio Vatikan/Patr Hagenkord

Der deutsche Pater Hagenkord v.Radio Vatikan relativiert schon die Aussagen v.Papst Franziskus zu Gender.


14
 
 friederschaefer 10. Oktober 2016 
 

Weihbischof Schepers

sollte sich fragen, ob er im aktuellen Weltkrieg (Franziskus)gegen Papst und Kirche stehen will. Wenn ja, sollte er sofort desertieren / sich laisieren lassen. Ebenso alle Kollegen, die so ähnlich denken. Kyrie eleison.


13
 
 Adamo 10. Oktober 2016 
 

Gender der neue DiaMat

Weshalb hört in der katholischen Kirche kaum noch jemand auf das Urteil des Heiligen Vaters Papst Franziskus zu Gender? Hat der Satan schon alle guten Geister mit seinem Schwefeldampf vernebelt?


22
 
 wedlerg 10. Oktober 2016 
 

neuer dialektischer Materialsimus

Das ist genau die Gefahr an Gender.

Wir hatten in D neben dem dialektischen materialsmus bereits jede Menge Vorläuiferideologien: Herrenvolk, Arbeiterklasse, Klassenkampf, (Neo-)Darwinismus, Rassentheorie, etc.

Gender ist in der gleichen Kategorie: modern, scheinbar von hohem Ethos und brandgefährlich!


28
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

gender mainstreaming

  1. Britisches Parlament lehnt Verbot von Konversionstherapien ab
  2. Deutsche Tageszeitung beendet Gender-Unsinn nach Kündigungswelle!
  3. Für die US-Diözese Cleveland gilt nur das biologische Geschlecht
  4. Senta Berger zum ‚Gendern’: ‚Ob es inhaltlich richtig ist, wage ich zu bezweifeln’
  5. Alaska: Bildungsausschuss schließt ‚Trans-Jungen’ von Mädchenbewerben aus
  6. UNO-Bericht: Religionen sollen ‚LGBT-Rechte’ akzeptieren
  7. Heute 19-Jährige: ‚Meine Kindheit wurde zerstört, so wie bei Tausenden anderen’
  8. Land Niederösterreich verzichtet auf Gender-Schreibweise und Binnen-I
  9. Joanne Rowling lehnt ‚cis’ und ‚cisgender’ als ideologische Sprache ab
  10. ‚Kindswohlgefährdung’: Scharfe Kritik an Drag-Queen-Lesung für Vierjährige






Top-15

meist-gelesen

  1. Deutschland: Jüngere Priester lehnen „Synodalen Irrweg“ ab! – DBK beunruhigt
  2. Kann man "Fiducia Supplicans" jetzt einstampfen?
  3. "NEIN" - Papst Franziskus klar gegen Priesterinnen und Diakoninnen!
  4. „Je veux voir Dieu – Ich möchte Gott sehen“
  5. Das Wunder, das Carlo Acutis zum Heiligen macht
  6. Jana for Rosenkranz - Freikirchliche Influencerin wirbt für Rosenkranz-Challenge
  7. Ordinatio sacerdotalis ist nach 30 Jahren immer noch de fide
  8. 'Synodale Kirche ODER wie man Katholiken (nicht nur in Österreich) für dumm verkauft
  9. Raymond Arroyo: Gästehaus Santa Marta viel komfortabler als der ‚zugige’ päpstliche Palast
  10. Santo subito - Heiligsprechung von "Cyber-Apostel" Carlo Acutis
  11. Kardinal Koch: die arianische Irrlehre gehöre „nicht einfach der Vergangenheit“ an
  12. Gericht urteilt: Glockenschlag ist zumutbar
  13. Kirche ist die ,allerletzte Instanz, die Menschen wegstoßen sollte‘
  14. Niger: Christen fliehen nach Einführung der Scharia
  15. Präfekt Fernández versichert Koptenpapst Tawadros: Ehe nur zwischen Mann und Frau

© 2024 kath.net | Impressum | Datenschutz