Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  3. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  4. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  5. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  6. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  7. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  8. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  9. „Das Ende von Maria 2.0“
  10. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  11. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  12. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“
  13. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  14. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  15. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“

Vatikan passt Ehegesetze der Westkirche an Ostkirchen an

16. September 2016 in Weltkirche, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bei "Mischehen" gilt fortan Kirchenrecht der katholischen Ostkirchen


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Als Reaktion auf die wachsende Migration von Katholiken aus dem Nahen Osten hat der Vatikan das Kirchenrecht der römischen-katholischen Kirche an das Gesetzbuch der katholischen Ostkirchen angepasst. Ein am Donnerstag veröffentlichter Erlass vereinheitlicht die Normen etwa für Eheschließungen von Paaren der unterschiedlichen katholischen Riten und die Taufe von Kindern solcher Paare.

Mit diesem Schritt trage man der zunehmenden Migration in Ländern Rechnung, in denen das römisch-katholische Kirchenrecht vorherrschend sei, erklärte der spanische Bischof Juan Ignacio Arrieta Ochoa, Sekretär des Päpstlichen Rates für Gesetzestexte. "Dieser Prozess menschlicher Mobilität hat in der täglichen Seelsorge fast überall das Problem der Ungleichheiten in den beiden Codices aufgeworfen", schreibt er in einem Artikel für die vatikanische Tageszeitung "Osservatore Romano".


Die 23 sogenannten katholischen Ostkirchen sind ursprünglich im Nahen Osten und Osteuropa beheimatet. Durch Migration sind jedoch große Diaspora-Gemeinden in anderen Regionen entstanden, vor allem in Westeuropa und Lateinamerika. Die katholischen Ostkirchen sind eigenständige Teilkirchen, die mehrheitlich dem byzantinischen Ritus folgen, und den Primat des Papstes voll anerkennen.

Das sogenannte "Motu proprio" mit dem lateinischen Titel "De concordia inter Codices" (Über den Einklang zwischen den Gesetzbüchern) ist demnach keine unmittelbare Reaktion auf die aktuellen Flüchtlingsbewegungen. Die Vorarbeiten begannen bereits im Pontifikat von Benedikt XVI. (2005-2013).

Bislang konnte nach römisch-katholischem Recht etwa auch ein Diakon eine Eheschließung zwischen Katholiken des lateinischen und eines ostkirchlichen Ritus vornehmen. Nach ostkirchlichem Recht durfte dies jedoch nur ein Priester. Das führte zu Unklarheiten. Fortan darf in solchen Fällen auch nach römisch-katholischem Recht nur ein Priester die Trauungszeremonie leiten.

Das Gesetzbuch der römisch-katholischen Kirche ist der "Codex Iuris Canonici" (CIC), der 1983 veröffentlicht wurde. Das Gesetzesbuch der katholischen Ostkirchen, der "Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium" stammt aus dem Jahr 1990. Ein Teil der Vorschriften ist identisch. Viele Normen weichen allerdings auch voneinander ab und spiegeln die unterschiedlichen Rechtstraditionen wieder.

Copyright 2016 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 SCHLEGL 16. September 2016 
 

@ Magnus Maxentius

Gratias ago! :)


2
 
  16. September 2016 
 

@Schlegl

Monsignore, ich empfinde zwar weder Pope noch Pfaffe als despektierlich, aber darum geht es nicht. Darum willfahre ich Ihnen gern. Ich möchte ich überdies bedanken, dass Sie hier schon seit Jahren einen ruhigen und sachlichen Ton haben, obwohl Sie in letzter Zeit für ihren rechten, katholischen und apostolischen Glauben auch schon übel angefeindet worden sind.


2
 
 SCHLEGL 16. September 2016 
 

@ Veritasvincit

Eine römisch-katholische Trauung OHNE den Priester ist nur dann gültig, wenn ein Priester 6 Monate physisch, oder moralisch unerreichbar ist(Missionsgebiete) und die Brautleute vor 2 Zeugen bekennen, dass sie nach katholischem Verständnis eine UNAUFLÖSLICHE Ehe eingehen.Msgr. Franz Schlegl


5
 
 SCHLEGL 16. September 2016 
 

@Magnus Maxentius

Darf ich Sie ersuchen, im Zusammenhang mit einem Priester des byzantinischen Ritus (ganz gleich, ob griechisch katholisch, oder orthodox) den Ausdruck "POPE" zu vermeiden. In den meisten orthodoxen Ländern gilt das nämlich alles ARGES SCHIMPFWORT, etwa dem Wort "PFAFFE" zu vergleichen! In Wien gab es einmal einen handfesten Skandal, als bei einem ökumenische Wortgottesdienst ein evangelischer Pastor die "POPEN" der Orthodoxen Kirche begrüßte. Damit war der Gottesdienst geschmissen.Msgr.Erzpr. Franz Schlegl


5
 
  16. September 2016 
 

@Veritasvincit

Es im lateinischen Ritus nicht um den Priester als solchen, sondern um den ordentlichen Stellvertreter des Bischofs, der in dessen Auftrag in einem Seelsorgsgebiet die Eheassistenz (man beachte den Ausdruck: es wird nicht gespendet - das tun die Brautleute selber -, sondern "beigestanden") vorgenommen wird. In der Regel ist der ordentliche Stellvertreter des Bischofs der Ortspfarrer der Braut oder des Bräutigams. Dieser kann die Assistenz örtlich (in eine andere Pfarre) oder personell (an einen anderen vom Bischof Beauftragten, d.h. auch möglicherweise an eineN LaieIn oder Diakon) delegieren.
Das Ehesakrament spenden sich nach wie vor die Brautleute selber, im Notfall auch ohne Assistenz (z.B. wenn die Brautleute auf einem untergehenden Schiff sind und sich aus Liebe noch das Jawort geben wollen). Die Verpflichtung auf die kirchliche Eheassistenz (durch die Entgegennahme des Jahrwort durch einen kirchl. Beauftragten) gibt es ohnehin erst seit dem Trienter Konzil.


1
 
  16. September 2016 
 

Gültigkeit der Ehe?

Wie steht es jetzt bei uns mit der Gültigkeit der Ehe, wenn bei der Trauung kein Priester mitwirkt?


2
 
 SCHLEGL 16. September 2016 
 

Katholische Ostkirchen

Es war bereits der heilige Papst Johannes Paul II,der die "praestantia ritus latini = Vorrang des lateinischen Ritus" in der Missionsarbeit abgeschafft hat. In Indien etwa (Bundesstaat Kerala) sind die Syro-Malabaren wesentlich stärker als die Lateiner und viel erfolgreicher in der Missionsarbeit, weil die Würde und Ehrfurcht des westsyrischen Ritus der Haltung der Inder entgegenkommt.
Für Katholische Orientalen ist der Priester in gewisser Weise der Spender des Ehesakramentes, ohne dessen Segen, begleitet mit den Worten "Was Gott zusammengefügt, soll der Mensch nicht trennen", ist im byzantinischen Ritus die Trauung ungültig!Msgr. Franz Schlegl


5
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Vatikan

  1. Der Petersdom feiert das 400-jährige Weihejubiläum: „Die Pfarrkirche der Welt“
  2. Kardinal Fernández: Es laufen keine dezidierten päpstlichen Großaufträge am Glaubensdikasterium
  3. Australischer Bischof wird als oberster Kirchenrechtsexperte in den Vatikan berufen
  4. Vatikan fordert umfassenden Zugang zu Recht für Frauen
  5. Immobilienprozess im Vatikan muss teils neu aufgerollt werden
  6. Nach Randalen und Pinkelattacken: Petersdom installiert Schutz für Hauptaltar
  7. US-Botschafter am Heiligen Stuhl, Burch: „Die moralische Autorität der Kirche ist unübertroffen“
  8. Norwegischer Bischof Varden: Der hl. Bernhard von Clairvaux „war und ist faszinierend“
  9. Vatikan dementiert Bericht über Abweisung Macrons durch den Papst
  10. Neuerlich ein Vandalenakt im Petersdom







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Leo an Bischöfe: „Liebe Brüder, wir müssen immer wieder in die Schule des Kreuzes zurückkehren“
  3. Chefredakteur Philippe Marie: „Ich werfe dem Erzbistum Paris vor, die Pressefreiheit zu verletzen“
  4. Dem Leben verpflichtet: Johanna Gräfin von Westphalen
  5. Kurienkardinal Parolin nennt „Lebensschutz“ eines der Schwerpunktthemen von Leos Frankreichreise
  6. USA: Medienbischof Fulton Sheen ist nun seliggesprochen!
  7. Eine Stadt im völligen Ausnahmezustand: Hohe Sicherheitsstufe für Papstbesuch in Paris
  8. Priester bei Messer-Attacke in polnischem Kloster getötet
  9. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  10. Pater Stanisław Tasiemski OP vor Papstreise: „Wohin gehst du, Frankreich?“
  11. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  12. 'Putin ist auf dem besten Weg, in diesem Jahr mehr Christen zu töten als der ISIS'
  13. Der evangelischen Theologischen Hochschule Basel soll die Akkreditierung entzogen werden
  14. Über das Dämonische
  15. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz