Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  3. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  4. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  5. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  6. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  7. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  8. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  9. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  10. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  11. Wir können NICHT schweigen!
  12. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  13. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  14. Papst Leo: 'Ehe offenbart etwas von Gottes Geheimnis'
  15. Christliche Eltern beten für den Mann, der ihre Töchter bei Autounfall tötete

Vatikan passt Ehegesetze der Westkirche an Ostkirchen an

16. September 2016 in Weltkirche, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bei "Mischehen" gilt fortan Kirchenrecht der katholischen Ostkirchen


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Als Reaktion auf die wachsende Migration von Katholiken aus dem Nahen Osten hat der Vatikan das Kirchenrecht der römischen-katholischen Kirche an das Gesetzbuch der katholischen Ostkirchen angepasst. Ein am Donnerstag veröffentlichter Erlass vereinheitlicht die Normen etwa für Eheschließungen von Paaren der unterschiedlichen katholischen Riten und die Taufe von Kindern solcher Paare.

Mit diesem Schritt trage man der zunehmenden Migration in Ländern Rechnung, in denen das römisch-katholische Kirchenrecht vorherrschend sei, erklärte der spanische Bischof Juan Ignacio Arrieta Ochoa, Sekretär des Päpstlichen Rates für Gesetzestexte. "Dieser Prozess menschlicher Mobilität hat in der täglichen Seelsorge fast überall das Problem der Ungleichheiten in den beiden Codices aufgeworfen", schreibt er in einem Artikel für die vatikanische Tageszeitung "Osservatore Romano".


Die 23 sogenannten katholischen Ostkirchen sind ursprünglich im Nahen Osten und Osteuropa beheimatet. Durch Migration sind jedoch große Diaspora-Gemeinden in anderen Regionen entstanden, vor allem in Westeuropa und Lateinamerika. Die katholischen Ostkirchen sind eigenständige Teilkirchen, die mehrheitlich dem byzantinischen Ritus folgen, und den Primat des Papstes voll anerkennen.

Das sogenannte "Motu proprio" mit dem lateinischen Titel "De concordia inter Codices" (Über den Einklang zwischen den Gesetzbüchern) ist demnach keine unmittelbare Reaktion auf die aktuellen Flüchtlingsbewegungen. Die Vorarbeiten begannen bereits im Pontifikat von Benedikt XVI. (2005-2013).

Bislang konnte nach römisch-katholischem Recht etwa auch ein Diakon eine Eheschließung zwischen Katholiken des lateinischen und eines ostkirchlichen Ritus vornehmen. Nach ostkirchlichem Recht durfte dies jedoch nur ein Priester. Das führte zu Unklarheiten. Fortan darf in solchen Fällen auch nach römisch-katholischem Recht nur ein Priester die Trauungszeremonie leiten.

Das Gesetzbuch der römisch-katholischen Kirche ist der "Codex Iuris Canonici" (CIC), der 1983 veröffentlicht wurde. Das Gesetzesbuch der katholischen Ostkirchen, der "Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium" stammt aus dem Jahr 1990. Ein Teil der Vorschriften ist identisch. Viele Normen weichen allerdings auch voneinander ab und spiegeln die unterschiedlichen Rechtstraditionen wieder.

Copyright 2016 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Vatikan

  1. Der Petersdom feiert das 400-jährige Weihejubiläum: „Die Pfarrkirche der Welt“
  2. Kardinal Fernández: Es laufen keine dezidierten päpstlichen Großaufträge am Glaubensdikasterium
  3. Australischer Bischof wird als oberster Kirchenrechtsexperte in den Vatikan berufen
  4. Vatikan fordert umfassenden Zugang zu Recht für Frauen
  5. Immobilienprozess im Vatikan muss teils neu aufgerollt werden
  6. Nach Randalen und Pinkelattacken: Petersdom installiert Schutz für Hauptaltar
  7. US-Botschafter am Heiligen Stuhl, Burch: „Die moralische Autorität der Kirche ist unübertroffen“
  8. Norwegischer Bischof Varden: Der hl. Bernhard von Clairvaux „war und ist faszinierend“
  9. Vatikan dementiert Bericht über Abweisung Macrons durch den Papst
  10. Neuerlich ein Vandalenakt im Petersdom







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Jakobsweg steuert auf neues Pilger-Rekordjahr zu
  3. Finnische Langzeitstudie: Anstieg an psychiatrischen Erkrankungen nach ‚Geschlechtsumwandlung‘
  4. Neuer Eichstätter Bischof Würtz will jetzt beim deutsch-synodalen Irrweg mitmachen
  5. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  6. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  7. US-Studie: Regelmäßiger Kirchgang sorgt für glücklichere Ehen und mehr Intimität
  8. USA: Monat des Respekts für das Leben im Zeichen des Kampfs gegen Abtreibungspillen
  9. Florentiner Klosterapotheke entwickelte eines der frühesten Cola-Rezepte
  10. Gericht in Tschechien rehabilitiert "Märtyrer-Kardinal" Trochta
  11. Thilo Sarrazin warnt vor Folgen der demografischen Entwicklung in Berlin
  12. Vatikan beendet Reflexionsprozess bei den Servi Jesu et Mariae
  13. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  14. Der verworfene Stein wurde zum Fundament: Gott wirft unser Leben niemals weg
  15. Papst ernennt Petersdom Nachfolger von Kardinal Gambetti

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz