Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  2. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  3. Streit kocht hoch: Braucht die barocke Basilika Weingarten wirklich einen neuen „modernen“ Altar?
  4. Bischof Paprocki: FSSPX ist "im Grunde eine weitere protestantische Sekte"
  5. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  6. Die katholischsten Länder der Welt sind...
  7. "Die Hölle ist der Ort der größtmöglichen Gottesferne"
  8. Junge brasilianische Katholiken hoffen auf mehr Glaubenslehre und ehrfürchtige Liturgie
  9. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  10. Pax tecum – Wenn der Papst über Frieden spricht
  11. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  12. Vatikan stuft schottische Mönche nach unerlaubter Bischofsweihe als exkommuniziert ein
  13. Kardinal Müller: Das Konsistorium ließ eine tiefgehende Debatte über kirchliche Fragen vermissen
  14. Papst Leo: „So können wir als Christen das Alter leben: gebrechlich, aber zugleich berufen“
  15. Norwegischer Bischof Hansen: „Die Evangelisierung ist der grundlegende Auftrag der Kirche“

Benedikt XVI. kritisiert Kirchensteuer in Deutschland

9. September 2016 in Deutschland, 9 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Emeritus in Seewald-Buch: Er habe große Zweifel, ob das Kirchensteuersystem, so wie es jetzt sei, richtig ist - "Die automatische Exkommunikation derer, die sie nicht zahlen, ist meiner Meinung nach nicht haltbar."


Rom (kath.net) Der emeritierte Papst Benedikt XVI. hat sich in Peter Seewalds Interviewband „Letzte Gespräche“ zum Thema „Kirchensteuer in Deutschland“ geäußert. Er habe große Zweifel, ob das Kirchensteuersystem in seiner aktuellen Form richtig sei. Wörtlich meint Benedikt XVI.: „Aber die automatische Exkommunikation derer, die sie nicht zahlen, ist meiner Meinung nach nicht haltbar.“ Das Buch ist am Freitag erschienen.

Die katholische Kirche in Deutschland sieht Benedikt XVI. generell kritisch. „In Deutschland haben wir diesen etablierten und hochbezahlten Katholizismus, vielfach mit angestellten Katholiken, die dann der Kirche in einer Gewerkschaftsmentalität gegenübertreten.“

Die Kirche sei für diese Funktionäre nur ein Arbeitgeber, dem man kritisch gegenüberstehe. Für die Kirche in Deutschland bestehe die große Gefahr, dass durch die vielen bezahlten Mitarbeiter „ein Überhang an ungeistlicher Bürokratie“ entstehe. „Mich betrübt diese Situation, dieser Überhang an Geld, das dann doch wieder zu wenig ist, und die Bitterkeit, die daraus erwächst, die Häme, die in deutschen Intellektuellen-Kreisen da ist.“


Das lesenswerte Vorwort von Peter Seewald zu seinem Interviewband mit Papst em. Benedikt XVI. auf kath.net in voller Länge!

kath.net-Buchtipp!
Letzte Gespräche
Von Benedikt XVI.; Peter Seewald
Hardcover, 288 Seiten
2016 Droemer/Knaur
ISBN 978-3-426-27695-2
Preis 20.60 EUR

Bestellmöglichkeiten bei unseren Partnern:

- Link zum kathShop

- Buchhandlung Christlicher Medienversand Christoph Hurnaus:

Für Bestellungen aus Österreich und Deutschland: [email protected]

Für Bestellungen aus der Schweiz: [email protected]
Alle Bücher und Medien können direkt bei KATH.NET in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Christlicher Medienversand Christoph Hurnaus (Auslieferung Österreich und Deutschland) und dem RAPHAEL Buchversand (Auslieferung Schweiz) bestellt werden. Es werden die anteiligen Portokosten dazugerechnet. Die Bestellungen werden in den jeweiligen Ländern (A, D, CH) aufgegeben, dadurch entstehen nur Inlandsportokosten.

Titelblatt - Letzte Gespräche - Von Benedikt XVI.; Peter Seewald



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Elster 10. September 2016 

wenn Kirchenaustritt nicht zur Exkommunikation führt ...

... was steht dann dem im Wege mit vielen, möglichst allen Gläubigen an Christus einfach in einer großen Kampagne auszutreten. Von sich aus schaffen Kirchenfunktionäre dieses System nimmer ab. Was spricht also dagegen, wenn das Kirchenvolk in weiten Teilen darum einfach daraus austritt und ab dann auch frei ist, selbst zu verantworten wen es in der Kirche auch finanziell unterstützen will: Menschen die den Glauben in der Kirche zerstören u behindern oder Menschen, die ihn weitergeben, aufbauen und pflegen. Gibt es ernstzunehmende Argumente dagegen, außer dass es schon längst höchste Zeit ist für die Abschaffung dieser Zwangssteuer oft auch nicht mit dem Gewissen von Christen vereinbar, soll die Kirche nicht noch weiter darunter ersticken...


2
 
 carolus romanus 9. September 2016 

Kirchensteuer und Exkommunikation

Kirchensteuer und Exkommunikation: diese Verbindung ist völlig veraltet, inadäquat, unglaubwürdig und entlarvt die Kasper'sche Barmherzigkeitstheologie vollends. Schließlich darf man auch seinen Ehepartner betrügen und verlassen, wieder heiraten und zur Hl. Kommunion gehen, nicht wahr? Aber wenn es um das Geld für den Sternberg-Apparat geht, hört der Spaß natürlich auf. Die einzige verbliebene schwere Sünde.
Effektivität der KiSt: viele Menschen erhalten dadurch eine sichere Anstellung, was zu begrüßen ist. Betrachtet man die Effizienz (Vermehrung des Glaubens, der Zahl der Gläubigen und damit des geistlichen Nachwuchses), so ist das Ergebnis nur als KATASTROPHAL zu bezeichnen: leere Kirchen in bestem baulichen Zustand, breite Glaubensahnungslosigkeit, leere Priesterseminare der Diözesen.
Von der Wirksamkeit des "ZDK" ganz zu schweigen (uralte, stereotype, unwirksame Wisiki-Forderungen verteilt in Newslettern und Pressemitteilungen, millionenteurer aufgeblähter Apparat).


4
 
 huegel76 9. September 2016 

Bezeichnend für den Zustand der Kirche in D

ist m.E. auch, dass der erste Kommentar unter diesem Artikel über Papst Benedikt Kritik an ihm ist.


9
 
 Maxim 9. September 2016 
 

chiarajohanna

Sehr geehrte Frau ...,
da das Thema derart umfassend ist, denn die Verdunstung des Glaubens ist ja schon eine jahrzehntelang feststellbare Tatsache, kann ich Ihnen nur 2 Hinweise geben:
1.kurzer Hinweis bezügl. Kard. Scheffczyk(gest.2005!):
Suchen Sie im Internet unter seinem Namen, und Sie werden nicht wenige Hinweise zu seinen Veröffentlichungen finden.
Noch ein Beispiel für den Umgang mit ihm: Er wurde in der kath. Akademie in München wegen seiner romtreuen Einstellung 12 Jahre lang zu keinem Vortrag mehr zugelassen. Als er Kardinal wurde, musste ihm Kard. Wetter in eben dieser Akademie die Ernennungsurkunde überreichen.
2.Priesterberufung und -ausbildung:
- nur ein Hinweis von vielen möglichen:
Gabriele Kuby - Internet (z.B. "Die Sehnsucht einer Konvertitin nach heiligen Priestern")
Viel Freude, Erfolg und Zeit!
Im Gebet verbunden
Pamir


9
 
 Prophylaxe 9. September 2016 
 

Gibt es überhaupt noch

einen angestellten Universitätskatholiken ( Stichwort: feministische Theologie ), der den katholischen Glauben verinnerlicht und verkündet statt zerredet ?


5
 
 Christ777 9. September 2016 
 

Sehr einfach ausgedrückt

Mir scheint, dass die Kirche ihre Kritiker selbst unterhält und finanziert. Dazu genügt ein Blick in durchschnittliche katholische Bildungswerke und theologische Fakultäten.
Dazu kommen die unzähligen Gremien etc.
Wo weht denn in Deutschand noch ein tief katholischer Wind?
Was mich aber auch stark wundert, ist das Dulden dieser Zustände von Seiten Roms - so kommt es mir jedenfalls vor. Warum werden denn keine personellen Konsequenzen gezogen? Jedes Unternehmen trennt sich doch auch von Mitarbeitern, die nicht hinter dem Betrieb stehen oder offensichtlich gegen die Unternehmensphilosophie handeln?
Dagegen muss angebetet werden. Ich finde dass nicht nur im nahen Osten der Teufel am Werke ist ...


10
 
 chiarajohanna 9. September 2016 
 

Pamir- Könnten Sie darüber noch mehr schreiben ?

Zu den Ausspruch von Kard. Scheffczyk
und das viele ihren Glauben
nach dem Theologie-Studium aufgaben!

Mir fehlt dieses Hintergrundwissen!

DANKE !


4
 
 Maxim 9. September 2016 
 

Liberaler

Dass die Kirche in D gespalten ist, ist unbestritten. Unbestritten ist auch, dass J.Ratzinger die echtgläubigen Katholiken in D sehr geprägt hat.
Rom kann nicht ohne Zustimmung der Domkapitulare Bischöfe bestimmen. Bekannt: Berufung Kard. Meißners in Köln.
..."Papst mehr als ein halbes Jahrhundert die Kirche in Deutschland massgeblich geprägt."
Es gibt keinen Zweifel, dass D durch K.Lehmann über den Jesuitenorden maßgebend war f.d. Benennung der Bischöfe(Lehmannkirche).
Entscheidend ist ferner: Berufung der Professoren auf den kath. Fakultäten. Ausspruch von Kard. Scheffczyk: Wer in D nicht für Abtreibung, für das Priestertum und den Diakonat der Frau und intensiv für Marienverehrung ist, hat keine Chance, Prof. zu werden.
Ergebnis: Viele gaben nach d. kath. Theologiestudium ihren "Glauben" auf. Wer konnte vor 50 Jahren die Entwicklung der Kirche in D wirklich voraussehen? Hat nicht J.Ratzinger bereits in den 60er Jahren vor einer gefährlichen Entwicklung der Theologie in D gewarnt?


16
 
 Liberaler 9. September 2016 
 

Selbstkritik

Joseph Ratzinger hat als Hochschullehrer, Erzbischof, Kurienkardinal und Papst mehr als ein halbes Jahrhundert die Kirche in Deutschland massgeblich geprägt. Über Jahrzehnte wurde niemand ohne seine Zustimmung Bischof. Da bleibt im Rückblick die Option der Selbstkritik.


6
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kirchensteuer

  1. Bischof Kohlgraf: Kirchensteuer könnte für Zahlungen an Missbrauchsopfer verwendet werden
  2. Wie die Diözese Bozen-Brixen ‚Kirchenaustritte’ handhabt
  3. Kirche muss reich an Glauben sein, nicht reich an Geld
  4. Es reicht
  5. BKU-Vorsitzender stellt deutsches Kirchensteuersystem in Frage
  6. Evangelische Bischöfin: Heutiges Kirchensteuermodell eine 'Mit-Ursache von Kirchenaustritten'
  7. 2019: Neues Rekordhoch bei Kirchensteuereinnahmen in Deutschland
  8. Hahne: Kirchen sollten für 2 Monate auf die Kirchensteuer verzichten!
  9. #Corona Auswirkungen für die deutschen Bistümer werden dramatisch
  10. Der deutsche Kirchensteuerirrsinn






Top-15

meist-gelesen

  1. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  2. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  3. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  4. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  5. Streit kocht hoch: Braucht die barocke Basilika Weingarten wirklich einen neuen „modernen“ Altar?
  6. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  7. Leo beruft den lehramtstreuen US-Erzbischof Cordileone in die Apostolische Signatur
  8. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  9. Kardinal Müller: Das Konsistorium ließ eine tiefgehende Debatte über kirchliche Fragen vermissen
  10. Erzdiözese Wien bestätigt Pensionierung von Dompfarrer Faber
  11. Bischof Paprocki: FSSPX ist "im Grunde eine weitere protestantische Sekte"
  12. Historiker Raymond Ibrahim: Kreuzzüge waren Antwort auf islamische Aggression
  13. Medjugorje: Gebetsstätten nach Schändung wieder gesäubert und benutzbar
  14. Irrtümer über den Jakobsweg
  15. "Die Hölle ist der Ort der größtmöglichen Gottesferne"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz