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Benedikt XVI. kritisiert Kirchensteuer in Deutschland

9. September 2016 in Deutschland, 9 Lesermeinungen
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Emeritus in Seewald-Buch: Er habe große Zweifel, ob das Kirchensteuersystem, so wie es jetzt sei, richtig ist - "Die automatische Exkommunikation derer, die sie nicht zahlen, ist meiner Meinung nach nicht haltbar."


Rom (kath.net) Der emeritierte Papst Benedikt XVI. hat sich in Peter Seewalds Interviewband „Letzte Gespräche“ zum Thema „Kirchensteuer in Deutschland“ geäußert. Er habe große Zweifel, ob das Kirchensteuersystem in seiner aktuellen Form richtig sei. Wörtlich meint Benedikt XVI.: „Aber die automatische Exkommunikation derer, die sie nicht zahlen, ist meiner Meinung nach nicht haltbar.“ Das Buch ist am Freitag erschienen.

Die katholische Kirche in Deutschland sieht Benedikt XVI. generell kritisch. „In Deutschland haben wir diesen etablierten und hochbezahlten Katholizismus, vielfach mit angestellten Katholiken, die dann der Kirche in einer Gewerkschaftsmentalität gegenübertreten.“

Die Kirche sei für diese Funktionäre nur ein Arbeitgeber, dem man kritisch gegenüberstehe. Für die Kirche in Deutschland bestehe die große Gefahr, dass durch die vielen bezahlten Mitarbeiter „ein Überhang an ungeistlicher Bürokratie“ entstehe. „Mich betrübt diese Situation, dieser Überhang an Geld, das dann doch wieder zu wenig ist, und die Bitterkeit, die daraus erwächst, die Häme, die in deutschen Intellektuellen-Kreisen da ist.“


Das lesenswerte Vorwort von Peter Seewald zu seinem Interviewband mit Papst em. Benedikt XVI. auf kath.net in voller Länge!

kath.net-Buchtipp!
Letzte Gespräche
Von Benedikt XVI.; Peter Seewald
Hardcover, 288 Seiten
2016 Droemer/Knaur
ISBN 978-3-426-27695-2
Preis 20.60 EUR

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Titelblatt - Letzte Gespräche - Von Benedikt XVI.; Peter Seewald



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