Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Leo XIV. über Piusbruderschaft: „Wenn sie sich dafür entscheiden, bedauere ich das. Aber…“
  2. Netzwerk „TradRecovery“ hilft Aussteigern aus radikalem Traditionalismus
  3. "Wir haben kleines Gebet gesprochen, weil wir glauben, daß Jesus durch das Spiel verherrlich wird"
  4. „Alles, was auch nur entfernt katholisch aussieht, zu hinterfragen, davor zu warnen“
  5. Vom „Seelenamt“ zum „Auferstehungsamt“
  6. Theologische Widersprüche in "Magnifica humanitas"
  7. Linksfeministinnen haben einst katholischen Verband übernommen
  8. „NMECHA hat mehr für den christlichen glauben getan als die letzten kirchentage der @EKD“
  9. Moskauer Patriarch Kyrill könnte auf EU-Sanktionsliste kommen
  10. Besorgniserregende antidemokratische und gewaltaffine Haltungen bei jungen Muslimen
  11. Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu
  12. Verbrechen gegen Menschlichkeit und gegen das Christentum durch Russland!
  13. „Der Postillon“: „Keine Baugenehmigung auffindbar: Amt ordnet Abriss von Kölner Dom an“
  14. ‚Das Christentum ist in Deutschland inzwischen fast so bedroht wie das Auerhuhn‘
  15. Elon Musk kündigt rechtliche Schritte gegen das ZDF an

Vatikan weist Spekulationen um chinesischen Bischof zurück

26. Juni 2016 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Am Mittwoch hatte chinesischer Kardinal Zen "Schweigen des Vatikan" zu dem verstörenden Zwangs-Schuldbekenntnis des bisher couragiert agierenden Schanghaier Bischofs Ma Daqin kritisiert


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Der Vatikan war eigenen Angaben zufolge nicht über das "Reuebekenntnis" eines unter Hausarrest stehenden chinesischen Bischofs gegenüber der vom Regime in Peking kontrollierten Katholischen Patriotischen Vereinigung (CPCA) informiert. Der Heilige Stuhl sei erst durch Medienberichte auf den Blogeintrag des Schanghaier Bischofs Thaddeus Ma Daqin aufmerksam geworden, in dem der 47-Jährige seinen Austritt aus der CPCA bereute, teilte Vatikansprecher Federico Lombardi am Donnerstag mit. Indirekt wies er so auch Spekulationen über eine Abmachung mit China zur Freilassung des unter Hausarrest stehenden Weihbischofs zurück.

Ma hatte die Patriotische Vereinigung zum Tag seiner von Rom anerkannten Weihe am 7. Juli 2012 verlassen und war seitdem unter Hausarrest gestanden, so dass er sein Amt als Weihbischof-Koadjutor nicht ausüben konnte. Am 12. Juni dieses Jahres hatte der Bischof überraschend auf seinem Blog erklärt, er habe bei seinem Austritt unter äußerer Beeinflussung gehandelt und unzutreffenden Vorwürfen gegen die CPCA geglaubt. Heute wisse er um den konstruktiven Beitrag der Vereinigung für das kirchliche Leben.


Mit seinem damaligen Schritt habe er auch gegen die frühere kooperative Linie von Bischof Aloysius Jin Luxian verstoßen. Er bedaure dies und wolle seine Entscheidung revidieren. Die Diözese Schanghai, eine der bedeutenden Ortskirchen in der Volksrepublik, wird seit dem Tod von Bischof Jin Ende April 2013 nur von einem provisorischen Administrator geleitet.

Am Mittwoch hatte der emeritierte Hongkonger Erzbischof Kardinal Joseph Zen "ein Schweigen des Vatikan" zu dem verstörenden Zwangs-Schuldbekenntnis des bisher couragiert agierenden Schanghaier Bischofs kritisiert. Kardinal Zen sieht die vatikanische Reaktion als schweren Fehler, wie er in seinem Blog schrieb: "Der Vatikan sollte Klarstellungen treffen und Orientierung geben, um was es geht: um Wahrheit, Gerechtigkeit und das moralische Gute, das aus der Liebe kommt. Er sollte den Ruf der Kirche und den Ruf Bischof Mas schützen und das entstandene Chaos und die eingetretene Entmutigung in der chinesischen Kirche ausräumen. Jetzt nichts zu sagen ist völlig unverantwortlich", so Zen.

Auch innerhalb der römischen Missions-Thinktanks hat die Causa Kritik am Vatikan ausgelöst, die unter anderem vom Chefredakteur des einflussreichen Missionsportals "asianews.it", P. Bernardo Cervellera - er ist Mitglied des Pontificio Istituto Missioni Estere (PIME) - formuliert wurde. Cerverella zeigte sich am Mittwoch überaus befremdet über einen Mitarbeiter des Vatikan-Staatssekretariats. Dieser habe verlautet, man solle "nicht zu viel Aufhebens" über das "Reuebekenntnis" von Bischof Ma machen, solange die näheren Umstände nicht bekannt seien.

Vgl. dazu auch: China: Papsttreuer Bischof nach Bischofweihe spurlos verschwunden (2012)

Archivvideo: Neugeweihter Bischof von Schanghei vermisst (2012, englisch)


Copyright 2016 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

China

  1. Bistum Hongkong im Aufbruch: Erneut rund 2.500 Taufen zu Ostern 2026, davon 1.600 Erwachsene
  2. "Ein tragisches Unrecht"
  3. Chinas Bevölkerung wird nächstes Jahr um 3,2 Millionen schrumpfen
  4. China schränkt Aktivitäten ausländischer Christen weiter ein
  5. Chinesischer Bischof wegen ‚illegaler‘ Messe verhaftet
  6. GfbV kritisiert Wiederwahl von China in den UN-Menschenrechtsrat scharf
  7. China reagiert auf Grußtelegramm von Papst Franziskus
  8. China steuert auf Bevölkerungskrise zu
  9. Peking düpiert Vatikan mit Bischofsernennung
  10. Vatikan kritisiert unerlaubte Bischofsernennung in China






Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG nur noch bis 22. JUNI!!!
  2. Leo XIV. über Piusbruderschaft: „Wenn sie sich dafür entscheiden, bedauere ich das. Aber…“
  3. "Wir haben kleines Gebet gesprochen, weil wir glauben, daß Jesus durch das Spiel verherrlich wird"
  4. Linksfeministinnen haben einst katholischen Verband übernommen
  5. ‚Das Christentum ist in Deutschland inzwischen fast so bedroht wie das Auerhuhn‘
  6. „Alles, was auch nur entfernt katholisch aussieht, zu hinterfragen, davor zu warnen“
  7. Netzwerk „TradRecovery“ hilft Aussteigern aus radikalem Traditionalismus
  8. Rückflug des Papstes von Teneriffa nach Rom um mehrere Stunden verzögert
  9. Vom „Seelenamt“ zum „Auferstehungsamt“
  10. „NMECHA hat mehr für den christlichen glauben getan als die letzten kirchentage der @EKD“
  11. Theologische Widersprüche in "Magnifica humanitas"
  12. Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu
  13. Fünf Mythen über den Heiligen Geist
  14. Nicht spektakuläre Gesten sondern kleine Taten der Treue
  15. Elon Musk kündigt rechtliche Schritte gegen das ZDF an

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz