Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Afd-Sieg in Sachsen-Anhalt - Panik bei den Kirchen
  2. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  3. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  4. Liebe 'Deutsche Kirche', ihr seid Heuchler vor dem Herrn!
  5. Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität
  6. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  7. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  8. Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD auch bei Kirchenmitgliedern stärkste Kraft
  9. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  10. Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
  11. Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
  12. 'Denn es wird nicht zu dem kommen, was diese Lügner versprechen.'
  13. US-Präsident Donald Trump gratuliert Katholiken zum Fest Maria Geburt
  14. Leere der kirchlichen Lehre
  15. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren

Priester beichtete im Petersdom, Beichtvater spielte dabei Sudoku

2. Mai 2016 in Kommentar, 30 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Junger chilenischer Priester schreibt offenen Brief an Papst Franzikus, nachdem er bei drei Beichten im Petersdom Beichtväter abgelenkt fand - Ein beichtehörender Priester las während seines Sündengeständnisses die Tageszeitung. Von Petra Lorleberg


Vatikan (kath.net/pl) Während er im Petersdom beichtete und seine Sünden bekannte, „sah ich den Priester ‚Sudoku‘ spielen, ein japanisches Zahlenpuzzle. Durch das Beichtgitter sah ich zwei Spielmagazine. Auf höfliche Art drückte ich meinen Wunsch nach einer würdigen Feier des Sakraments aus. Doch der Priester sagte mir, ich solle einen anderen Beichtvater suchen, wenn ich Probleme mit dem ‚Sudoku‘ hätte, im Petersdom gäbe es ja viele. Ich verließ traurig den Beichtstuhl und ging zu einem anderen, wo mich ein Priester brüderlicher begrüßte.“ Dies schilderte Felipe Herrera Espaliat (Foto), chilenischer Priester, Journalist, Musiker und derzeit Student in Rom, in seinem offenen Brief, den er zu diesem Problem am 1.5.2016 an Papst Franziskus schrieb. Nach eigenen Worten reagierte er damit auf die Beichtkatechese, die Papst Franziskus einen Tag zuvor bei einer Generalaudienz gegeben hatte.


Es sei bereits seine vierte Erfahrung dieser Art, drei davon hätten sich direkt im Petersdom abgespielt, erläuterte der Priester auf seinem Blog weiter. So sei er im „letzten Oktober im Petersdom beichten gegangen“ und habe entdeckt, dass der Priester während der Beichte auf seinem Smartphone in der britischen Zeitung „Daily Mail“ gelesen habe. Herrera Espaliat berichtete, dass er den beichtehörenden Priester daraufhin gefragt habe, ob ein Büßer nicht eine bessere Behandlung verdiene. Der Priester habe verschnupft reagiert, aber immerhin das Smartphone weggelegt und die Beichte ordnungsgemäß zu Ende geführt.

Ein anderes Mal habe ein Priester im Petersdom während seiner Beichte einen Text offenbar korrekturgelesen und sogar darin geschrieben. Auch in New York sei es ihm vergangenes Jahr passiert, dass er während der Beichte in der St. Patrick´s Kathedrale entdeckt habe, dass der Priester auf seinem Smartphone ein elektronisches Spiel spielte. Nach einem entsprechenden Hinweis des beichtenden Mitbruders habe sich der beichtehörende Priester aber verlegen entschuldigt und die Beichte konnte ohne Probleme weitergehen.

Der Diözesanpriester des Erzbistums Santiago de Chile erläuterte, dass er sich von einem Brief Papst Benedikts XVI. ermutigt fühle, seine Kritik zu äußern. Benedikt hatte 2010 im Zusammenhang mit dem Bekanntwerden heftiger Missbrauchsskandale in der irischen Kirche davor gewarnt, wegen einer „fehlgeleitete Sorge für den Ruf der Kirche und die Vermeidung von Skandalen“ auf Kritik zu verzichten.

Herrera Espaliat schrieb abschließend: „Lieber Heiliger Vater, ich bin ein einfacher Priester nach nur drei Jahren Dienst“, doch bitte er darum, dass seine Erfahrungen zur Kenntnis genommen würden. Er wolle damit zur Erneuerung des Bußsakramentes beitragen. Der Priester bat Papst Franziskus darum, „uns ein Wort an alle Beichtväter der Welt“ zu geben.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Beichte

  1. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  2. Bischof Elbs ermutigt zur Beichte: "Herz ordnen und sich auf Ostern vorbereiten"
  3. Umkehr – Beichte – Bußsakrament
  4. USA: Nach zehn Jahren Pause kehrt Social-Media-Influencer Willie Prince-Mata zur Beichte zurück
  5. Frankreich: Comeback der Beichte?
  6. Jesus Christus hat das Sakrament der Versöhnung eingesetzt, über das uns alle Sünden vergeben werden
  7. Bischof Schwarz: Sakrament der Versöhnung neu entdecken
  8. Beichtväter sollen die Liebe Gottes vermitteln
  9. Sechs Gründe, den Advent mit einer guten Beichte zu beginnen
  10. So ist Beichte!






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. Aus Finanzgründen vermietet Church of England ihre Kathedralen für moderne Musik- und Discoevents
  4. Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität
  5. Maria, die Mutter des Friedens
  6. Leere der kirchlichen Lehre
  7. Afd-Sieg in Sachsen-Anhalt - Panik bei den Kirchen
  8. Debatte um (politischen) Islam: Österreichische Ministerin für Verbot von Muslimbruderschaft
  9. Universität Texas A&M: 650 Personen bereiten sich auf Eintritt in die katholische Kirche vor
  10. Zwei muslimische Feiertage könnten bald in Kalifornien staatlich anerkannt werden
  11. Tausende beim „March for Life“ durch London – 15 katholische Bischöfe mit dabei
  12. Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
  13. Die Freiheit der Liebe und die Einheit im Gebet
  14. Der Name 'Maria' - Ein „bitteres Meer“ und Schrecken der Dämonen
  15. Papst Leo XIV. spricht mit Erzbischof Gänswein

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz