Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. So nicht, Mr. Präsident!
  2. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  3. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  4. "Welcher Teufel reitet Sie, Frau Paganini?"
  5. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  6. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  7. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  8. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  9. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  10. Wissenschaftler zum Grabtuch von Turin: ‚Diese Energie haben wir auf der Erde nicht‘
  11. Jeder zweite Deutsche wünscht sich ein Leben nach dem Tod
  12. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  13. Burke: Ein anhaltender Clash zwischen Papst Leo und Trump? „Das ist übertrieben“
  14. Vatikan stoppt Seligsprechungsverfahren für argentinischen Bischof Jorge Novak
  15. Glaubensbekenntnis vor Millionenpublikum: Spanische Fashion-Influencerin Susana Arcocha getauft

Priester beichtete im Petersdom, Beichtvater spielte dabei Sudoku

2. Mai 2016 in Kommentar, 30 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Junger chilenischer Priester schreibt offenen Brief an Papst Franzikus, nachdem er bei drei Beichten im Petersdom Beichtväter abgelenkt fand - Ein beichtehörender Priester las während seines Sündengeständnisses die Tageszeitung. Von Petra Lorleberg


Vatikan (kath.net/pl) Während er im Petersdom beichtete und seine Sünden bekannte, „sah ich den Priester ‚Sudoku‘ spielen, ein japanisches Zahlenpuzzle. Durch das Beichtgitter sah ich zwei Spielmagazine. Auf höfliche Art drückte ich meinen Wunsch nach einer würdigen Feier des Sakraments aus. Doch der Priester sagte mir, ich solle einen anderen Beichtvater suchen, wenn ich Probleme mit dem ‚Sudoku‘ hätte, im Petersdom gäbe es ja viele. Ich verließ traurig den Beichtstuhl und ging zu einem anderen, wo mich ein Priester brüderlicher begrüßte.“ Dies schilderte Felipe Herrera Espaliat (Foto), chilenischer Priester, Journalist, Musiker und derzeit Student in Rom, in seinem offenen Brief, den er zu diesem Problem am 1.5.2016 an Papst Franziskus schrieb. Nach eigenen Worten reagierte er damit auf die Beichtkatechese, die Papst Franziskus einen Tag zuvor bei einer Generalaudienz gegeben hatte.


Es sei bereits seine vierte Erfahrung dieser Art, drei davon hätten sich direkt im Petersdom abgespielt, erläuterte der Priester auf seinem Blog weiter. So sei er im „letzten Oktober im Petersdom beichten gegangen“ und habe entdeckt, dass der Priester während der Beichte auf seinem Smartphone in der britischen Zeitung „Daily Mail“ gelesen habe. Herrera Espaliat berichtete, dass er den beichtehörenden Priester daraufhin gefragt habe, ob ein Büßer nicht eine bessere Behandlung verdiene. Der Priester habe verschnupft reagiert, aber immerhin das Smartphone weggelegt und die Beichte ordnungsgemäß zu Ende geführt.

Ein anderes Mal habe ein Priester im Petersdom während seiner Beichte einen Text offenbar korrekturgelesen und sogar darin geschrieben. Auch in New York sei es ihm vergangenes Jahr passiert, dass er während der Beichte in der St. Patrick´s Kathedrale entdeckt habe, dass der Priester auf seinem Smartphone ein elektronisches Spiel spielte. Nach einem entsprechenden Hinweis des beichtenden Mitbruders habe sich der beichtehörende Priester aber verlegen entschuldigt und die Beichte konnte ohne Probleme weitergehen.

Der Diözesanpriester des Erzbistums Santiago de Chile erläuterte, dass er sich von einem Brief Papst Benedikts XVI. ermutigt fühle, seine Kritik zu äußern. Benedikt hatte 2010 im Zusammenhang mit dem Bekanntwerden heftiger Missbrauchsskandale in der irischen Kirche davor gewarnt, wegen einer „fehlgeleitete Sorge für den Ruf der Kirche und die Vermeidung von Skandalen“ auf Kritik zu verzichten.

Herrera Espaliat schrieb abschließend: „Lieber Heiliger Vater, ich bin ein einfacher Priester nach nur drei Jahren Dienst“, doch bitte er darum, dass seine Erfahrungen zur Kenntnis genommen würden. Er wolle damit zur Erneuerung des Bußsakramentes beitragen. Der Priester bat Papst Franziskus darum, „uns ein Wort an alle Beichtväter der Welt“ zu geben.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Beichte

  1. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  2. Bischof Elbs ermutigt zur Beichte: "Herz ordnen und sich auf Ostern vorbereiten"
  3. Umkehr – Beichte – Bußsakrament
  4. USA: Nach zehn Jahren Pause kehrt Social-Media-Influencer Willie Prince-Mata zur Beichte zurück
  5. Frankreich: Comeback der Beichte?
  6. Jesus Christus hat das Sakrament der Versöhnung eingesetzt, über das uns alle Sünden vergeben werden
  7. Bischof Schwarz: Sakrament der Versöhnung neu entdecken
  8. Beichtväter sollen die Liebe Gottes vermitteln
  9. Sechs Gründe, den Advent mit einer guten Beichte zu beginnen
  10. So ist Beichte!







Top-15

meist-gelesen

  1. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  2. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  3. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  4. So nicht, Mr. Präsident!
  5. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  6. "Welcher Teufel reitet Sie, Frau Paganini?"
  7. Wissenschaftler zum Grabtuch von Turin: ‚Diese Energie haben wir auf der Erde nicht‘
  8. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  9. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  10. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  11. Bischof: „Bin durch diese Äußerungen von Staatsanwälten und Richtern verletzt. Das ist Hassrede“
  12. Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen
  13. Vatikan stoppt Seligsprechungsverfahren für argentinischen Bischof Jorge Novak
  14. Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen christlichen YouTuber
  15. Glaubensbekenntnis vor Millionenpublikum: Spanische Fashion-Influencerin Susana Arcocha getauft

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz