Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht mehr ernst zu nehmen
  2. Der Vatikan ringt um die Definition der "Umweltsünde"
  3. Bischof Timmerevers legt sein Amt als Bischof von Dresden-Meißen nieder
  4. 'Ruft AfD-Wähler auf, sich die Kirchensteuer zu sparen'
  5. Die umstrittene Synodalkonferenz der Kirche in Deutschland wurde leise abgesagt
  6. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  7. Papst äußert sich skeptisch zu fundamentalen Risiken der KI
  8. „Synodalität wird den Katholizismus zerstören“
  9. ‚Tritt hinter mich!’ Der Weg des Messias führte über das Kreuz
  10. Regierung von Pennsylvania will Begriffe ‚Mutter‘ und ‚schwangere Frau‘ streichen
  11. Die Vision der Hölle und warum wir dringend die Göttliche Barmherzigkeit anrufen sollten
  12. Die konzilswidrige deutsche Synodalkonferenz
  13. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  14. US-Diözese errichtet Pfarre, die dem Märtyrer Matthew Ayariga geweiht ist
  15. Wenn die Erinnerung bleibt, aber der Glaube schwindet

Vulgata Deutsch zu 70 Prozent fertiggestellt

23. April 2016 in Schweiz, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Grosses deutschsprachiges Projekt wird vermutlich 2018 erhältlich sein.


Chur (kath.net/ sb)
Die deutschsprachige Übersetzung der Vulgata des heiligen Hieronymus ist zu einem grossen Teil abgeschlossen. Der Vulgata-Verein hat an seiner diesjährigen Hauptversammlung sein einzigartiges und anspruchsvolles Werk einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der in der Schweiz in der Stadt Chur beheimatete Verein organisiert und finanziert dieses weltweit einmalige Projekt.

Dokumentarische Übersetzung

Der Vulgata-Verein übersetzt die Vulgata des Hieronymus dokumentarisch. Das heisst: Der Wortlaut des Hieronymus wird so genau wie nur möglich in der deutschen Sprache wiedergegeben. Dazu ein Beispiel: Im hebräischen Text ist die Rede von einer jungen Frau. In seiner lateinischen Übersetzung machte Hieronymus daraus aber die Jungfrau. Deshalb wird auch in der deutschen Ausgabe mit Jungfrau übersetzt.

Es gibt bis heute keine deutsche Übersetzung der Vulgata des Hieronymus. Die Übersetzungsarbeit des Vereins ist somit einmalig und einzigartig. Es entsteht zum ersten Mal überhaupt eine komplette und einheitliche Ausgabe der Vulgata des Hieronymus. Wer sich mit seinem lateinischen Text beschäftigen will, hat dann endlich eine wissenschaftlich-dokumentarische Übersetzung zur Hand.


Es gibt Richtlinien, die einzuhalten sind. Damit ist bereits bei der Übersetzungsarbeit eine erste Einheitlichkeit gewährt. Die an den Übersetzungen beteiligten Personen müssen vor allem darauf achten, dass sie eine dokumentarische Übersetzung erstellen. Es entsteht kein deutscher Text, der flüssig und leicht zu lesen ist, sondern eine wissenschaftliche Übersetzung, die frei von theologischen Gedanken ist.

Die Zentralstelle des Vulgata-Vereins ist die Bündner Hauptstadt Chur

In Chur findet der Vulgata-Verein sehr gute Rahmenbedingungen. Unter anderem unterstützt der Kanton Graubünden den Verein finanziell und mit der Theologischen Hochschule Chur (THC) ist ein Bildungsstandort gegeben, der eine perfekte Grundlage für weitere Forschungen stellt. Im gleichen Zuge mit der THC fördert der Vulgata-Verein den Wissenschafts- und Forschungsstandort Chur und macht ihn bekannter.

Der Vulgata-Verein finanziert sich durchwegs mit Spendengeldern. Aus diesem Grund ist der Verein ein eingetragener Rechtskörper, der dadurch selbst die Spendengelder zweckgebunden verwenden kann. In der Schweiz sind Spenden für den Vulgata-Verein steuerlich voll abzugsfähig.

Budgetiert für das Projekt sind rund 400.000 Schweizer Franken. Etwa die Hälfte davon ist gesichert. Für die restlichen noch benötigten finanziellen Mittel ist der Verein weiterhin auf Spendengelder angewiesen. Es ist an dieser Stelle zu erwähnen, dass die an der Übersetzung beteiligten Personen freiwillige Arbeit leisten. Vorgesehen ist, ihnen dafür eine entsprechende finanzielle Anerkennung auszurichten, was aufgrund der jetzigen finanziellen Situation aber noch nicht gesichert ist.

Wann wird die deutsche Übersetzung der Vulgata des Hieronymus veröffentlicht?

Die Veröffentlichung ist für 2018 geplant. Rund 70 Prozent der Übersetzungen sind fertig und darum sollte dieses Datum eingehalten werden können. Die Vorbereitungen für die Veröffentlichung und Bekanntmachung sind bereits in Gang.

Was ist die Vulgata?
Die Vulgata ist die Übersetzung der Gesamtbibel ins Latein. Das römische Reich hatte Bedarf an einer Übersetzung in die Muttersprache, weil die grosse Mehrheit der römischen Bevölkerung kein Griechisch mehr konnte. Um 380 bis 400 n. Chr. machte sich darum der päpstliche Sekretär Hieronymus ans Werk und übersetzte die Bibel ins Latein.

Wer war Hieronymus?

Hieronymus hatte von Damasus I. den Auftrag erhalten, die Evangelien neu zu redigieren und die bereits bestehenden lateinischen Übersetzungen zu überarbeiten. Diese bereits bestehenden lateinischen Übersetzungen waren zum Teil aber unvollständig, wenig genau und nicht zusammenhängend. Es fehlte somit eine komplette einheitliche Übersetzung der Bibel ins Latein, die nun aber von Hieronymus erstellt wurde. Er beherrschte klassisches und zeitgenössisches Latein sowie Griechisch und lernte von jüdischen Gelehrten auch Hebräisch.

Hieronymus hat sich dann von Rom nach Bethlehem zurückgezogen, wo er an seiner Übersetzung weiterarbeitete. Mit einer reichen Frau namens Paula fand er eine „Sponsorin“, die ihn finanziell unterstütze. In Bethlehem vollendete Hieronymus seine Übersetzung und die sogenannte lateinische Vulgata des Hieronymus entstand.

Foto: Vorabdruck vom Buch Josua der Vulgata latein-deutsch des de Gruyter Verlages © Stefan Maria Bolli


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Bibel

  1. „Die Bibel steht eindeutig im Visier der Regierung“
  2. USA: Mehr als die Hälfte der Männer der Gen-Z und Millenials lesen wöchentlich in der Bibel
  3. Demokratischer Politiker aus Texas behauptet, die Bibel unterstützt Abtreibung
  4. „Hören Sie dieses Evangelium persönlich: Er kennt Ihre Geschichte. Er verurteilt Sie nicht“
  5. Bibel-Podcast wieder unter den Top 10 der Apple Podcasts
  6. In Frankreich ist die Bibel seit Jahren Bestseller
  7. Großbritannien: Bibelzensur an der Universität Sheffield
  8. Warum ging das evangelikale US-Bibelportal „Bible Gateway“ in EU und Großbritannien offline?
  9. „Klug verwalten – frei leben“
  10. Angst, Suche nach Hoffnung – Verkauf von Bibeln in den USA in diesem Jahr um 22 Prozent gestiegen






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. Russland: Autobiografie von Papst Franziskus zensiert
  4. Vatikan-Außenminister zieht positive Bilanz seiner Moskau-Reise
  5. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  6. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  7. Die umstrittene Synodalkonferenz der Kirche in Deutschland wurde leise abgesagt
  8. Polen - Erzbischof Galbas: „Es gehört auch zum Auftrag der Kirche zu sagen: ‚Du darfst nicht‘“
  9. „Synodalität wird den Katholizismus zerstören“
  10. Jüngerschaft in Wien und darüber hinaus
  11. ‚Wir steuern auf eine Katastrophe zu‘: Warnung vor gescheiterter Integration in Deutschland
  12. Polizei in Papst-Städtchen auf E-Bikes im Einsatz
  13. ‚Tritt hinter mich!’ Der Weg des Messias führte über das Kreuz
  14. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  15. Papst erlässt neues Verfahren zu Absetzung ostkirchlicher Patriarchen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz