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Angst, Suche nach Hoffnung – Verkauf von Bibeln in den USA in diesem Jahr um 22 Prozent gestiegen

10. Dezember 2024 in Spirituelles, keine Lesermeinung
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Trotz zunehmender Säkularisierung der Gesellschaft ist der Verkauf von Bibeln in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen.


Washington D.C. (kath.net/jg)
Der Verkauf von Bibeln hat in den USA seit dem vergangenen Jahr um 22 Prozent zugenommen, berichtet das Wall Street Journal.

Zunehmende Angst, die Suche nach Hoffnung und neue Versionen der Bibel gelten als Ursache für diese Entwicklung. Viele Käufer kaufen das erste Mal in ihrem Leben eine Bibel. Sorgen über die wirtschaftliche Entwicklung, kriegerische Konflikte und Unsicherheit über den Wahlausgang haben viele Meschen dazu gebracht, Antworten in der Bibel zu suchen.

Von Januar bis Oktober liegt die Zahl verkaufter Bibeln um 22 Prozent über der des Vergleichszeitraumes 2023. Dies haben Recherchen von Circana BookScan ergeben. Im Vergleich dazu hat die Zahl verkaufter gedruckter Bücher insgesamt um weniger als ein Prozent zugenommen.


„Die Menschen spüren entweder selbst Angst oder sorgen sich um ihre Kinder und Enkelkinder“, sagt Jeff Crosby von der Evangelical Christian Publishers Association, einem Verband evangelikaler Verlage. „Es hat mit künstlicher Intelligenz zu tun, den Wahlen … all das stärkt den Wunsch nach der Zusicherung, dass alles gut werden wird“, sagt er wörtlich.

Bethany Martin, Managerin des Faith & Life Bookstore in Newton (Kansas) sagt, sie verkaufe viele Bibeln an Menschen, die noch keine eigene Bibel haben. „Sie suchen nach Hoffnung in der Welt wie sie ist, und die Bibel ist das, wonach sie suchen“, berichtet sie.

Faith & Life bietet auf seiner Internetpräsenz 270 Versionen der Bibel an. Das Angebot reicht von einer ledergebundenen Ausgabe in Großdruck um 95 US-Dollar bis zu einem Neuen Testament in Taschengröße um 7,99 US-Dollar. Andere Händler verkaufen Bibeln für Männer und für Teenager, Hörbücher, es gibt sogar eine Ausgabe, die in Ziegenleder gebunden ist und 832,50 US-Dollar kostet.

Im März dieses Jahres hat Donald Trump die „God Bless the USA Bible“ empfohlen, die im Internet um 59,99 US-Dollar angeboten wird und von Circana BookScan gar nicht erfasst wird. Die Bildungsbehörde des Bundesstaates Oklahoma hat unlängst mehr als 500 Exemplare dieser Bibeln für Schulen gekauft.

Die Zunahme des Verkaufs von Bibeln findet in einem Umfeld statt, das immer säkularer wird. Das Pew Research Center hat erhoben, dass sich mittlerweile 28 Prozent der erwachsenen US-Amerikaner als keiner Religionsgemeinschaft zugehörig bezeichnen. Trotzdem hat die Zahl verkaufter Bibeln von 9,7 Millionen im Jahr 2019 auf 14,2 Millionen im Jahr 2023 zugenommen. In den ersten zehn Monaten des Jahres 2024 wurden 13,7 Millionen Exemplare verkauft.

 


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