Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  2. Bischof Oster kritisiert Leihmutterschaft scharf und spricht von „Skandal“
  3. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  4. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  5. ALfA begrüßt den Rücktritt Jens Spahns
  6. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  7. "Menschenhandel bleibt Menschenhandel"
  8. Zwei Formen - ein Ritus
  9. Die US-Bischöfe fördern die natürliche Familienplanung
  10. Vatikan: Neues Café auf Kuppel des Petersdoms öffnet im Herbst
  11. Sozialethiker Rhonheimer: Nicht der Kapitalismus verursacht Armut
  12. "Angriffe auf Christen werden in Deutschland ignoriert"
  13. Euthanasie trotz dreimaligem Senatsveto
  14. Gottes Wirken vollzieht sich im Verborgenen
  15. Militärdienst auch für Geistliche: Schweizer Kirchen protestieren

«Die Papstsau Franz umbringen. Reformation ist geil!»

25. Februar 2016 in Deutschland, 21 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Gericht verhängt Geldstrafe wegen Religionsbeschimpfung - Mann hatte mit Sprüchen auf seinem Auto provoziert, darunter: «Wir pilgern mit Martin Luther: Auf nach Rom! Die Papstsau Franz umbringen. Reformation ist geil!»


Lüdinghausen (kath.net/KNA/red) Das Amtsgericht Lüdinghausen hat am Donnerstag einen Mann wegen Religionsbeschimpfung zu einer Geldstrafe auf Bewährung verurteilt. Als Bewährungsauflage muss der 67-jährige pensionierte Lehrer 500 Euro zahlen. Er hatte über ein Jahr lang mit Sprüchen auf seinem Auto provoziert, darunter: «Wir pilgern mit Martin Luther: Auf nach Rom! Die Papstsau Franz umbringen. Reformation ist geil!»

Der Mann wollte die Menschen mit seinem «Spruchtaxi» zum Nachdenken über die Kirche bringen, wie der WDR berichtet hatte. Ein Passant und die Polizei hätten ihn angezeigt, nachdem sie auf der Heckscheibe den Spruch gelesen hatten: «Kirche sucht moderne Werbeideen. Ich helfe. Unser Lieblingskünstler: Jesus - 2000 Jahre rumhängen und immer noch kein Krampf!»


Paragraf 166 des Strafgesetzbuchs regelt den Schutz religiöser Überzeugungen vor Beschimpfung. Die Beschimpfung eines religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnisses ist aber nur strafbar, wenn sie geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören. Dies sah die Richterin in dem Fall als gegeben an; sie sprach von einer «Beschimpfung der christlichen Kirche». Nach Angaben der «Bild»-Zeitung erläuterte die Richterin: «Was Sie taten, ist strafbar, das hätten sie wissen können. Gerade der Papst und das Kreuz sind zentrale Elemente des katholischen Glaubens. Ich sehe darin keine Kunst. Die Meinungsfreiheit wird durch §166 Grenzen eingeschränkt. Der Aufklärung sind Grenzen gesetzt.»

Der Forderung der Staatsanwaltschaft nach einer Geldstrafe von 3.000 Euro kam das Gericht nicht nach. Der verurteilte Mann sieht seine freie Meinungsäußerung eingeschränkt und kündigte an, in die nächste Instanz gehen zu wollen.

(C) 2016 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Glaubensverspottung

  1. Museum in Haifa entfernt "McJesus" nach Ausschreitungen
  2. Schorlemmer: 'Eine Lutherstadt sollte keine Gotteslästerung ehren'
  3. Deutlich mehr Proteste gegen Werbung
  4. Christen protestieren gegen Höllenspiel
  5. Getränkehersteller Red Bull erregt Unmut
  6. Proteste gegen 'respektlose und antichristliche Kunst' in Südtirol
  7. Ferkelbuch erzeugt bei Kindern 'angst- und abscheubesetzte Bilder'
  8. 'Was anderen heilig ist, darf nicht Gegenstand einer Satire werden'
  9. Der Film ist geistiges Gift für die Kinder
  10. Protest gegen Abendmahlbild mit Osterhasen






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  3. Bischof Oster kritisiert Leihmutterschaft scharf und spricht von „Skandal“
  4. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  5. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  6. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  7. ALfA begrüßt den Rücktritt Jens Spahns
  8. "Menschenhandel bleibt Menschenhandel"
  9. Zwei Formen - ein Ritus
  10. DANKE JUSTIN! - Kanadischer Sänger bringt Stadion während WM-Finale mit „Halleluja“ zum Schweigen!
  11. "Angriffe auf Christen werden in Deutschland ignoriert"
  12. Sozialethiker Rhonheimer: Nicht der Kapitalismus verursacht Armut
  13. Vatikan: Neues Café auf Kuppel des Petersdoms öffnet im Herbst
  14. Nach dem WM-Krimi um 3. Platz - England- und Frankreich-Stars vereint im Gebet
  15. Kardinal Burke: ‚Die Synodalität muss gestoppt werden‘

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz