Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Afd-Sieg in Sachsen-Anhalt - Panik bei den Kirchen
  2. Liebe 'Deutsche Kirche', ihr seid Heuchler vor dem Herrn!
  3. Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität
  4. 'Ruft AfD-Wähler auf, sich die Kirchensteuer zu sparen'
  5. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  6. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  7. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  8. Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD auch bei Kirchenmitgliedern stärkste Kraft
  9. Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
  10. Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
  11. Die Vision der Hölle und warum wir dringend die Göttliche Barmherzigkeit anrufen sollten
  12. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  13. Leere der kirchlichen Lehre
  14. US-Präsident Donald Trump gratuliert Katholiken zum Fest Maria Geburt
  15. Maria, die Mutter des Friedens

Woelki: Frauenwürde wurde 'von marodierenden Männerhorden' missachtet

17. Jänner 2016 in Deutschland, 87 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kölner Kardinal warnt zugleich davor, jetzt in »Vorverurteilungen und Generalisierungen« gegen Flüchtlinge zu verfallen – Gegen Grenzschließung: Das christliche Abendland werde nicht dadurch gerettet, «dass wir die Schotten dicht machen»


Düsseldorf (kath.net/KNA/red) Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki sagte am Samstag als Gastredner auf dem Neujahrempfang der nordrhein-westfälischen CDU, dass die gewalttätigen Übergriffe in der Kölner Silvesternacht nicht nur den wehrlosen Frauen geschadet hätten, sondern auch einer Stadt, die als »weltoffen, einladend, herzlich, voller Leben, tolerant und multikulturell« gelte. Es mache ihm große Sorgen, »dass so etwas hier bei uns geschehen konnte und die Würde der Frauen von marodierenden Männerhorden in schändlicher Weise missachtet« worden sei.

Zugleich warnte der Kardinal davor, jetzt in »Vorverurteilungen und Generalisierungen« gegen Flüchtlinge zu verfallen. Manche nutzten das in der Silvesternacht geschehene Leid, »um ihr politisches Süppchen zu kochen«. Durch diese ideologische Hetze ließen sich derzeit viele in die Irre führen. Sie fürchteten, dass ihre eigene Not durch die Zuwanderer verschärft werde. Diese »Irrmeinungen« seien mittlerweile »in Gewalt ausgebrochen«, sagte der Kardinal.


Er mahnte, jetzt nicht die deutschen Grenzen vor Flüchtlingen zu schließen. Das christliche Abendland werde nicht dadurch gerettet, «dass wir die Schotten dicht machen», Wem es wirklich um Christentum gehe, der müsse eintreten für «unsere Grundsätze, unsere Werte» und dabei «die Würde jeder Frau, jedes Mannes und jedes Kindes schützen».

Bei der Zuwanderung handele es sich um eine politische Herausforderung, bei der die Menschenwürde im Mittelpunkt stehe, betonte der Kardinal. Der von Papst Franziskus beklagten «Globalisierung der Gleichgültigkeit», die auch in Deutschland um sich greife, müsse mit christlicher Nächstenliebe begegnet werden.

Viele Menschen flüchteten aus ihren Heimatländern vor Terror und Gewalt. Diese Zustände würden »zumindest zum Teil« auch durch deutsche Waffenexporte »ermöglicht, verschärft und wohl auch verlängert«, sagte Woelki weiter. Dieser Realität müsse sich die Gesellschaft stellen.

Nach 26 Jahren deutscher Einheit habe er heute «stärker denn je» den Eindruck, dass wir neu lernen müssen, Mauern zu überwinden«, sagte Woelki vor rund 850 Gästen aus Politik und Gesellschaft. Heute existierten die Mauern nicht mehr zwischen Ost und West sondern zwischen Nord und Süd. Das Mittelmeer sei zum »Burggraben der Festung Europa« und zum »Massengrab« geworden.

(C) 2016 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.
Archivfoto Kardinal Woelki (c) Erzbistum Köln


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Woelki

  1. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  2. Woelki: „Herr, offenbare du deinen Willen für deine Kirche, das ist der Kernsatz aller Synodalität“
  3. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  4. Der Optimismus des hl. Franz von Sales
  5. Kard. Woelki: „Bin überzeugt, dass ‚Evangelisierung‘ das zentrale Thema von Leos Pontifikats wird“
  6. Friedensappell für Ukraine von Kardinal Woelki und Weihbischof Hrutsa aus Lwiw
  7. Kirchenrechtler: Papst hat Woelki-Rücktritt offenbar nicht angenommen
  8. Razzia im Erzbistum Köln!
  9. Staatsanwaltschaft Köln weitet Ermittlungen gegen Woelki aus
  10. Staatsanwaltschaft eröffnet keine Ermittlungen gegen Woelki






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. „Wenn mich jemand fragen würde, ob ich der Kirche vertraue…“
  4. Papst Leo XIV. spricht mit Erzbischof Gänswein
  5. Wie die Dominikaner auf den Hund kamen
  6. Lopatka: EU muss Religionsfreiheit weltweit stärker schützen
  7. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  8. ‚Man kann nicht ‚Black Lives Matter‘ sagen, wenn das Leben schwarzer Babys nicht zählt‘
  9. COMECE veröffentlicht Positionspapier zur Frage der Löschung von Taufregistereinträgen
  10. Ein Schlag ins Gesicht: Wenn der Schutzengel zur Rüge greift
  11. Italiens Kirche nach weiterer Sterbehilfe-Legalisierung besorgt
  12. „Bruder, gib auf dich Acht!“ (Mt 18,15–20)
  13. Die Vision der Hölle und warum wir dringend die Göttliche Barmherzigkeit anrufen sollten
  14. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  15. US-Justizministerium verurteilt Ermittlungen des FBI gegen ‚radikal-traditionalistische Katholiken‘

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz