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Kirchenrechtler: Papst hat Woelki-Rücktritt offenbar nicht angenommen

6. November 2023 in Deutschland, 12 Lesermeinungen
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Kirchenrechtler Georg Bier: Rücktrittsangebot von Kardinal Woelki ist nicht mehr rechtskräftig. Papst hat mit dem Verstreichen der 3-Monats-Frist eine Entscheidung getroffen und dürfte an Woelkis Amtsführung nichts Relevantes auszusetzen haben


Köln (kath.net)

Papst Franziskus hat nach Einschätzung des bekannten deutschen Kirchenrechtlers Georg Bier das Rücktrittsangebot des Kölner Kardinals Rainer Maria Woelki nicht angenommen, da die Frist von drei Monaten inzwischen längst verstrichen sei. Dies schreibt Bier in einem Beitrag für die "Herder Korrespondenz". Für den Kirchenrechtler sei daher klar, dass der Amtsverzicht, den Kardinal Woelki auf Veranlassung des Papstes Ende Februar oder Anfang März 2022 angeboten habe, nach geltendem Recht nicht mehr rechtskräftig sei. Für Bier sei klar, dass der Papst mit dem Verstreichen der Drei-Monats-Frist eine Entscheidung getroffen habe. Wörtlich schreibt Bier:  "Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, Papst Franziskus habe an der Amtsführung von Kardinal Woelki derzeit nichts Relevantes auszusetzen und teile auch nicht die Einschätzung, die Situation in der Erzdiözese Köln fordere sein Eingreifen. Offenbar hat Papst Franziskus eine hohe Toleranzschwelle. Das mag manchen, vielleicht sogar vielen sehr missfallen." Es sei für ihn nicht zu erwarten, dass sich Papst Franziskus in dieser Frage von seiner Linie abbringen lasse.



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