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Wenn ein Muslim eine Behandlung von 'Frau Doktor' ablehnt

14. Dezember 2015 in Deutschland, 16 Lesermeinungen
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Fall in Halle: Somalier ließ sich von Ärztin nicht untersuchen


Leipzig/Osnabrück (kath.net/idea)Wenn Islam und Medizin in Deutschland aufeinandertreffen, kann dies zu Konflikten führen. Das berichtet der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) auf seiner Internetseite. Streng gläubigen Muslimen gelte es als ungeschriebenes Gesetz, dass sich Männer und Frauen, die nicht miteinander verheiratet oder verwandt sind, nicht berühren dürfen.

Der Chef der Notaufnahme im Halleschen Universitätsklinikum, Mroawan Amoury, hat bereits eine entsprechende Erfahrung gemacht. Gegenüber dem MDR sagte er: „Wir haben zum Beispiel einen jungen Mann aus Somalia, der hat sich geweigert, sich von einer Frau Doktor untersuchen zu lassen. Zufällig sprach er Arabisch – da habe ich ihn dann untersucht.“ Der MDR befragte auch den Präsidenten der Sächsischen Landesärztekammer, Erik Bodendieck (Wurzen). Im Blick auf vollverschleierte Frauen sagte er: „Behandeln kommt von Hand anlegen. Wenn die Muslima in der Burka kommt, dann muss ich sie, wenn sie zum Beispiel Husten hat, abhören. Schließlich kann sich hinter dem Husten auch etwas anderes verbergen, und das muss ich ausschließen.“ Bisher habe allerdings keine Patientin aus der nahe gelegenen Flüchtlingsunterkunft eine solche Untersuchung abgelehnt.


Bundesjustizminister: Muslime nicht benachteiligen

Unterdessen hat Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) vor einer Benachteiligung von Muslimen gewarnt. „In Sachen Religion darf es kein Zwei-Klassen-Regime geben. Freiheit ist stets gleiche Freiheit. Eine Bevorzugung einzelner Religionen durch den Staat ist damit unvereinbar“, sagte der Minister der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Bund und Länder hielten am Ziel fest, muslimische Gemeinschaften als Körperschaft des öffentlichen Rechts den Kirchen gleichzustellen und das Zusammenleben in Staatsverträgen zu regeln. Dafür müssten sich die Muslime aber noch besser mitgliedschaftlich organisieren.


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Lesermeinungen

 Steve Acker 22. Dezember 2015 
 

die Frage ist doch

ist man in der Position Ansprüche zu stellen,von welchem Arzt man behandelt wird? Wenn man die Konsequenzen trägt,
dann ok. z.B. die Katholikin in Ihrem Beispiel Päderastophob. die lieber weiter fährt.

Aber ist ein Flüchtling in der Position Ansprüche zu stellen?


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  15. Dezember 2015 
 

Ich finde es nicht schlimm

Wenn man sich nicht von einem Vertreter des anderen Geschlechts untersuchen lassen möchte. Na und. Es gibt doch genügend Ärzte.

Allerdings sollte man im Notfall den Arzt nehmen, der da ist :-)

Ich kenn auch eine Katholikin, die lieber weiter fährt zu einem anderen Arzt, als zu dem Arzt in der Nähe zu gehen, der abtreibt.

Heiko Maas ist mir inwischen so unangenehm mit seinen Äußerungen aufgefallen. Ich bin misstrauisch geworden. Ich frage mich was er an den bisher ausreichenden Totschlag und Mirdparagraphen basteln will. Will er ein Schlupfloch für Euthanasie schaffen?

Religionen kann man nicht gleich behandeln, weil sie nicht gleich sind! Wenn eine Religion oder Weltanschauung Gewalt Andersdenkender legitimiert hat sie für mich das Existenzrecht verwirkt.


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 marguerite 14. Dezember 2015 

so what!?

ich darf/muss ja auch erst zustimmen (sofern bei bewusstsein und orientiert), bevor mich ein arzt untersucht. ich darf auch ablehnen. als christin, als agnostikerin, einfach als mensch, der das verfügungsrecht über den eigenen leib hat.


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 Lämmchen 14. Dezember 2015 
 

So also

kommt man zur Chefarztbehandlung - na, wenn das keine Bevorzugung ist ;-)


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 Seramis 14. Dezember 2015 
 

Schön doof!

Wenn ein Muslim eine Behandlung von 'Frau Doktor' ablehnt, kann ich nur sagen, schön doof, Pech gehabt, selber schuld.

Das Interview mit Heiko Maas ist schon älter und hat keinen direkten Bezug zum obigen Fall (www.noz.de/deutschland-welt/politik/artikel/645277/islam-justizminister-maas-will-anerkennung-und-staatsvertrage). Ich kann darin auch positive Aspekte erkennen, etwa die Ablehnung eines strikten Laizismus wie in Frankreich. Auch Staatsverträge mit Muslimen zwecks Ausbildung islamischer Theologen an den deutschen Universitäten statt der jetzigen Situation (importierte fundamentalistische Imame etwas aus Saudi-Arabien) sollte man überdenken.

(Weniger gefallen dürfte einigen hier wohl diese Aussage: "Gerade in diesen Tagen ist auch der christliche Glaube für viele Menschen ein starker Antrieb, Flüchtlingen zu helfen. Was steht denn am Anfang des Christentums? Eine Familie unterwegs, in Not und ohne Unterkunft!".)


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 doda 14. Dezember 2015 

@Schimmelreiter

Sie würden es im Krankenhaus! doch sicher nicht verweigern, von einem Mann untersucht zu werden, oder?
Ja, wir Katholiken machen manches und manches nicht. Jedoch niemals, weil wir der Überzeugung sind, daß andere z.B. minderwertig oder unrein seien.
Ich finde das Verhalten des Somaliers nicht nachvollziehbar und Ihren Post leider zu oberflächlich.


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  14. Dezember 2015 
 

Bravo.....

@ Bergkristall !!!!!
Es kommen aber auch nicht die Besten.


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 bergkristall 14. Dezember 2015 
 

Muslim und Frau Doktor

@ Florian 75
@ la gioia
bravo, finde ich sehr gut, schließ mich voll und ganz an. wer in unser Land kommt, muß sich den Verhältnissen anpassen oder asta la vista


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 Adson_von_Melk 14. Dezember 2015 

Laut Artikel sagte der Bundesminister "Keine Religion BEVORZUGEN"

und Freiheit muss immer die gleiche Freiheit sein. Somit ist die Zwischenüberschrift, die zB @Florian75 so aufgeregt hat, m.E. fehlerhaft. Insbesondere folgt aus den Worten des Ministers, dass es keine Sonderbehandlung für Muslime gibt.

Übrigens sagt oben ein befasster Arzt "Bisher habe allerdings KEINE Patientin aus der nahe gelegenen Flüchtlingsunterkunft eine solche Untersuchung abgelehnt." Auch bei dem jungen Mann aus Sommalia hat sich eine vorläufige Lösung gefunden. Allerdings - bei allem Kulturschock - irgendwann wird er sich an deutsche Verhältnisse gewöhnen müssen. Hierfür wäre eine Sprach- und Berufsausbildung der beste Weg, in dem Punkt hat @Karlmaria ganz recht.

Wenn jemand allerdings auf Dauer völlig uneinsichtig bleibt, kann man auch das recht entspannt angehen. Wer Speise, Belehrung, Heilung nicht von Frauen annimmt, bleibt ungespeist, unbelehrt, ungeheilt und darf sich in der Schlange noch einmal hinten anstellen. Ich denke, das löst das Problem ganz schnell.


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 Schimmelreiter 14. Dezember 2015 

Nachvollziehbar,

ich finde das gar nicht so abwegig, wenn möglich, lasse ich mich auch lieber von Frauen untersuchen, z.B. Gynäkologin. In gewissem Rahmen hat man eine Wahlfreiheit, zu welchem Arzt man geht. Soweit ich weiß, gibt es eine solche Regelung (das Nicht-Berühren-dürfen) auch im Judentum. Würde die hier in gleicher Weise angeprangert?
Vielleicht sollte man sich öfter mal überlegen, ob es nur die Muslime sind, die etwas anders machen, und dann auch, warum manches in anderen Religionen anders gehandhabt wird. Mitunter ist es doch so, dass alle muslimischen Varianten von was auch immer angeprangert werden. Rücksicht bei der Arztwahl heißt nicht, dass man die Scharia duldet. Es gibt wohl auch Dinge, die Christen, speziell Katholiken anders machen, die anderen seltsam erscheinen, wenn nicht gar diskriminierend. Trotzdem halten wir daran fest und lassen uns von anderen nicht diktieren, wie wir uns zu verhalten haben.


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 la gioia 14. Dezember 2015 
 

Alltägliche Situationen werden immer mehr Schwierigkeiten an den Tag bringen. Ich weiß, das klingt hart, aber in einem solchen Fall würde ich sagen: Wenn sich hier in unserem Land jemand nicht von einer Ärztin untersuchen lassen will, dann gibt es eben keine Untersuchung, basta!
Zudem vermisse ich bei derartigen Vorkommnissen das sonst sofort einsetzende, reflexartige Aufheulen von Feministinnen, Grünen, etc.


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 Karlmaria 14. Dezember 2015 

Das wird ja meist nicht so eng gesehen

Bisher habe allerdings keine Patientin aus der nahe gelegenen Flüchtlingsunterkunft eine solche Untersuchung abgelehnt. Das steht sogar in den obigen Bericht. Mit einiger Integration wird es noch viel weniger eng gesehen werden. Deshalb bin ich ja so überzeugt davon dass unsere Zuwanderer unbedingt eine eher längliche Berufsausbildung brauchen. Denn da findet Integration statt. Untätig unter Gleichgesinnten zu bleiben und nur ein paar Kurse ist das pure Gift. Da ist auch die Kirche gefordert Berufsausbildungen vor allem für wenig Gebildete anzubieten. Denn die Gebildeten finden von alleine was. Es gibt auch lustige Beispiele: Da hat sich eine Muslima nackt ausgezogen obwohl es der Arzt gar nicht wollte. Begründung: Ihr Mann hat gesagt sie solle alles machen was der Arzt will. Erwachsene Muslime streicheln auch keine Hunde. Kinder dürfen das. Irgendwie ist das auch auf mich übergesprungen. Ich finde das auch nicht normal arg viel den Hund zu streicheln vor allem bei Zölibatären!


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 Florian75 14. Dezember 2015 
 

Langsam hat man das Gefühl Herr Maas hat einen Knall. Er solle mal richtig hin schauen wer benachteiligt wir. Wir sind kein muslimischer Staat und wer zu uns kommt, muss sich uns anpassen und nicht umgekehrt. Wenn nicht kann er wieder in sein Land zurück gehen.


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 Ad Verbum Tuum 14. Dezember 2015 

Ich kann es nicht mehr hören.

Auf einem sehr abstrakten Level mag der gute Hrr. Maas ja recht haben.
Fakt ist aber a) dass der Islam mehr als eine Religion ist (Scharia), b) dass die christliche Religion für Europa kulturstiftend war (und ist) und c) dass Religion deshalb nicht nur etwas Privates ist.
Ein Justizminister der nur so an der Oberfläche herumkratzt ist dieses Amtes nicht würdig.


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 doda 14. Dezember 2015 

Wenn er so eingestellt ist, dann muss er dort leben, wo es Krankenhäuser der Muslimbruderschaft gibt.


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 Helena_WW 14. Dezember 2015 
 

Ist Ablehnen des universellen Menschenbild resultierend aus Gottesebenbildlichkeit Religion? Nein.


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