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Polnische Bischofskonferenz lehnt Kommunion für Wiederverheiratete ab

22. September 2015 in Familie, 6 Lesermeinungen
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Polnische Bischöfe warnen auch, dass die Annulierungspraxis zu einer Scheidungsmentalität führen könnte.


Warschau (kath.net) Die heilige Kommunion kann wiederverheirateten geschiedenen Katholiken nicht gereicht werden, „dies ist die unveränderliche Lehre der Katholischen Kirche“. Denn „was Gott verbunden hat, soll der Mensch nicht trennen, lehrt Christus (Mk 10,9)“. Dies äußerte die polnische katholische Bischofskonferenz in einem Pressestatement. „Ehe ist eine sowohl göttliche wie auch menschliche Wirklichkeit, die von Jesus Christus zur Würde eines Sakramentes erhoben wurde.“ Dies sei eine Frage äußerster Wichtigkeit, da es die katholische Lehre betreffe. Katholiken sollen sich angesichts der katholischen Annulierungspraxis vor der „Scheidungsmentalität“ hüten.


Die Bischöfe zitierten Papst Franziskus, der im Angelus am 16.8.2015 erläutert hatte, die Eucharistie „ist kein privates Gebet oder eine schöne spirituelle Erfahrung, sie ist kein einfaches Andenken an das, was Jesus beim Letzten Abendmahl getan hat“. Sich vom lebendigen Brot zu ernähren bedeute vielmehr, in Harmonie mit dem Herzen Christi einzutreten, seine Entscheidungen anzunehmen, seine Gedanken, sein Verhalten, kath.net hat berichtet.

In der Umfrage vor der Bischofssynode hätten sich viele polnische Katholiken den Wert der Familie betont. Ausdrücklich dankten die polnischen Bischöfe „Gott für die Tatsache, dass es in unserem Land viele gesunde Familien gibt, die sich ‚in guten und schlechten Tagen‘ um die Treue zu ihrer Berufung kümmern.

Gleichzeitig erinnerten die polnischen Bischöfe daran, dass jene, deren Familien zerbrochen sind, der pastoralen Zuwendung bedürfen. Außerdem mahnten die Bischöfe, dass bei Unfruchtbarkeit die künstliche Befruchtung Katholiken nicht erlaubt ist und dass auch fehlgeborene Kinder das „Recht auf eine volle katholische Beerdigung“ haben.

In ihrem Text gingen die polnischen Bischöfe nicht auf Homosexualität und die Gender-Problematik ein, da sie in diesem Punkt bereits mehrfach Stellung gemäß der katholischen Lehre bezogen hatten.



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