Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Wie Papst Franziskus mit den deutschen Bischöfen umgegangen ist, war eine Meisterleistung“
  2. Homosexualität: Gott-gewollt oder Darwinischer Irrtum?
  3. Zitat: „Explizit wie nie zuvor wird Vielfalt in kirchlichen Einrichtungen als Bereicherung anerkannt
  4. Callboys, Nutten und Drogenjunkies - Wie wärs mit einem (Neben-)Job in der ‚deutschen Kirche‘?
  5. "Maßgebliche Kritiker sprechen offen von einem latenten Schisma"!
  6. Deutsche Bischöfe kehren angeschlagen aus Rom zurück
  7. Daniel Deckers wittert einen Eklat: Der Papst habe die deutschen Bischöfe „düpiert“
  8. Der verunglückte Rombesuch der deutschen Bischöfe
  9. Papst an Theologen: Kreative Treue zu Tradition bei Gender-Thema
  10. Roma locuta causa finita
  11. Bitte unterstützen Sie kath.net (nicht nur vor Weihnachten) via AmazonSmile-Programm
  12. Italien: "Singende Nonne" Suor Cristina ist aus ihrem Orden ausgetreten
  13. Nach dem Ad-limina-Besuch – Deutsche Bischöfe sitzen in der selbstgestellten Falle
  14. Hat Kardinal Marx dem Papst erneut den Rücktritt angeboten?
  15. "Bei den einen ist das todesmutig, bei den anderen ganz und gar nicht"

Kinderschutzbund räumt früheren Missbrauch in Ortsverbänden ein

15. Mai 2015 in Deutschland, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Präsident bat die Opfer «im Namen unserer Ortsverbände um Verzeihung» - Ein Lehrer der Odenwaldschule, die nach den Querelen mittlerweile ihre Schließung angekündigt hat, war Chefredakteur der Verbandszeitschrift des Kinderschutzbundes gewesen.


Berlin (kath.net/KNA) Der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB) hat sexuellen Missbrauch von Kindern in Ortsverbänden während der 1980er Jahre eingeräumt. Es handle sich jedoch um Einzelfälle, hieß es bei der Vorstellung eines Untersuchungsberichts am Donnerstag in Berlin. «Von einer angenommenen systematischen Unterwanderung des Verbands durch Pädosexuelle kann auf keinen Fall die Rede sein», sagte Katharina Trittel vom Göttinger Institut für Demokratieforschung. DKSB-Präsident Heinz Hilgers bat die Opfer um Verzeihung.

Im Herbst 2013 war durch Medienberichte bekanntgeworden, dass der langjährige und 1996 gestorbene Präsident des Kinderschutzbundes, Walter Bärsch, Gründungsmitglied des pädophilenfreundlichen «Arbeitskreises Humane Sexualität» (AHS), war. Das Göttinger Institut war daraufhin mit einer Untersuchung der Vorwürfe beauftragt worden.

Trittel betonte, der Kinderschutzbund und seine Gremien hätten nie Beschlüsse gefasst, wonach «Sex zwischen Erwachsenen und Kindern bejaht» werde. Es habe aber «Anknüpfungspunkte» zu den Positionen der AHS gegeben. So sei ein Lehrer der Odenwaldschule, die nach den Querelen mittlerweile ihre Schließung angekündigt hat, Chefredakteur der Verbandszeitschrift des DKSB gewesen.

Zudem habe es Kontakte zu einer Nürnberger Kommune gegeben, die sich für eine Streichung des Strafrechtsparagrafen 176 ausgesprochen habe; dieser stellt den sexuellen Missbrauch von Kindern unter Strafe. Weiter hieß es, beim Umgang mit sexuellem Missbrauch habe in den 1980er Jahren das Kind zuweilen nicht im Vordergrund gestanden. Der Missbrauch sei als Ausbruch eines Beziehungskonflikts gesehen worden, so Trittel. «Man arbeitete therapeutisch mit den Familien, eine Kooperation mit den Strafverfolgungsbehörden wurde dagegen abgelehnt.»

DKSB-Präsident Hilgers bat die Opfer «im Namen unserer Ortsverbände um Verzeihung». Der Kinderschutzbund biete allen Betroffenen Hilfe und Unterstützung an. Bundesgeschäftsführerin Paula Honkanen-Schoberth sagte, in den 80er Jahren habe es «einige strukturelle und konzeptionelle Schwachstellen» im Umgang des Kinderschutzbundes mit sexueller Gewalt gegeben. Dazu zählten eine mangelnde Professionalität sowie die Dominanz eines kleinen Kreises von Fachleuten. 1997 habe der DKSB aber als einer der ersten Verbände in Deutschland Umgangsregeln beim Vorwurf sexueller Übergriffe auf Kinder verabschiedet.

Der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, würdigte, dass sich der Kinderschutzbund auf den Weg der Aufarbeitung gemacht habe. Er sei froh, dass die Politik derzeit über die Einrichtung einer Aufarbeitungskommission berate. Diese soll Strukturen identifizieren, die Missbrauch begünstigt haben, und voraussichtlich 2016 die Arbeit aufnehmen.

(C) 2015 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 StephanusM 15. Mai 2015 
 

KNA absurd verharmlosend

KNA verbreitet im Wesentlichen die offizielle Lesart des "Kinderschutzbundes". Man sollte unbedingt den Original-Bericht lesen (was der KNS-Redakteur anscheinend unterlassen hat). Dann erfährt man von gezieltem Pädo-Lobbying über Jahre, Treffen mit ranghohen Regierungsmitgliedern, Aktenvernichtung etc.
Link: http://www.dksb.de/images/web/DKSB_Endbericht-1.pdf
Der Skandal ist erst am Anfang...


6
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Missbrauch

  1. Wenn ein Belasteter am Amt kleben bleibt, hat sich eine glaubwürdige Aufarbeitung erledigt!
  2. Wehrt und vernetzt Euch!
  3. Die Erhebung von Bischof McElroy in den Kardinalsstand ‚erfüllt mich mit Angst’
  4. ‚Für Jakobiner mag es genügen’
  5. Bischof Oster verteidigt Benedikt XVI.
  6. Papst: Bei Missbrauch Kirchenrecht mit "Strenge" anwenden
  7. Münchner Gutachen - Überwiegend männliche (!) Kinder und Jugendliche im Zeitraum 1945 bis 2019
  8. Bischof Bonnemain: ‚Aufarbeitung und Prävention sind schmerzhaft’
  9. Kirche in Polen kritisiert staatliche Missbrauchskommission
  10. Ehemaliger Bundesrichter Thomas Fischer kritisiert ‚Dämonisierung’ von Kardinal Woelki







Top-15

meist-gelesen

  1. Warum Sie am 2. April 2023 am Abend in Krakau sein sollten!
  2. „Wie Papst Franziskus mit den deutschen Bischöfen umgegangen ist, war eine Meisterleistung“
  3. Bitte unterstützen Sie kath.net (nicht nur vor Weihnachten) via AmazonSmile-Programm
  4. Daniel Deckers wittert einen Eklat: Der Papst habe die deutschen Bischöfe „düpiert“
  5. Eine einmalige kath.net-Reise ans Ende der Welt - NORDKAP + LOFOTEN
  6. Deutsche Bischöfe kehren angeschlagen aus Rom zurück
  7. Der verunglückte Rombesuch der deutschen Bischöfe
  8. "Maßgebliche Kritiker sprechen offen von einem latenten Schisma"!
  9. Homosexualität: Gott-gewollt oder Darwinischer Irrtum?
  10. Italien: "Singende Nonne" Suor Cristina ist aus ihrem Orden ausgetreten
  11. Callboys, Nutten und Drogenjunkies - Wie wärs mit einem (Neben-)Job in der ‚deutschen Kirche‘?
  12. Nach dem Ad-limina-Besuch – Deutsche Bischöfe sitzen in der selbstgestellten Falle
  13. Roma locuta causa finita
  14. "Gott bewahre mich vor jemand, der nur EIN Büchlein gelesen hat" (Thomas von Aquin)
  15. Zitat: „Explizit wie nie zuvor wird Vielfalt in kirchlichen Einrichtungen als Bereicherung anerkannt

© 2022 kath.net | Impressum | Datenschutz