Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  2. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  3. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  4. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  5. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  6. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  7. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  8. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  9. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  10. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  11. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  12. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  13. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  14. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  15. Wir machen da was mit Medien

Die Schönheit der christlichen Ehe – das ‚große Geheimnis’

6. Mai 2015 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: der Mut, das unauflösliche Band der Geschichte Christi und der Kirche mit der Geschichte der Ehe zu akzeptieren. Die ‚ungeheure Wirkung’ der christlichen Ehe. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie Christus die Kirche geliebt und sich für sie hingegeben hat, um sie im Wasser und durch das Wort rein und heilig zu machen. So will er die Kirche herrlich vor sich erscheinen lassen, ohne Flecken, Falten oder andere Fehler; heilig soll sie sein und makellos. Darum sind die Männer verpflichtet, ihre Frauen so zu lieben wie ihren eigenen Leib. Wer seine Frau liebt, liebt sich selbst“ (Eph 5,25-28).

In seiner Katechese zur Generalaudienz stellte Papst Franziskus die Schönheit der christlichen Ehe in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Franziskus betonte sogleich, das es sich dabei nicht einfach um eine Zeremonie in der Kirche handle, sondern um ein Sakrament, das sich innerhalb der Gemeinschaft der Kirche vollziehe und diese auch aufbaue.

Nach dem heiligen Paulus sei die Liebe zwischen den Eheleuten ein Bild der Liebe Christi zur Kirche. „Dies ist ein tiefes Geheimnis“, sage er: „Ich beziehe es auf Christus und die Kirche“. Die Analogie der Verbindung Mann-Frau und Christus-Kirche besitze einen geistlichen und zugleich bahnbrechenden Sinn. Eindringlich fragte der Papst: „Akzeptieren wir das unauflösliche Band der Geschichte Christi und der Kirche mit der Geschichte der Ehe?“.


Paulus betone: „Wer seine Frau liebt, liebt sich selbst!“ Franziskus fragte: „Ihr Ehemänner, die ihr hier anwesend seid: habt ihr das verstanden? Seine Frau lieben wie Christus die Kirche liebt. Das ist nichts zum Scherzen, das ist etwas Ernstes!“. Die Radikalität der Hingabe nach dem Beispiel Christi – der Mann soll die Frau so lieben wie den eigenen Leib – „hatte eine ungeheuere Wirkung. Sie stellte die von der Schöpfungsordnung gewollte ursprüngliche gegenseitige Achtung von Mann und Frau wieder her“. Darin bestehe die dem Evangelium entspringende Neuheit der christlichen Ehe.

Das Ehesakrament „ist ein Akt des Glaubens und der Liebe“. Die christliche Berufung, ohne Vorbehalt und ohne Maß zu lieben, sei die Grundlage auch für den Ehekonsens. Die Kirche sei in die Geschichte jeder christlichen Ehe miteinbezogen. Jedes Gelingen baue die Kirche auf, und sie leide an jedem Scheitern.

Ferner beinhalte das Ehesakrament eine missionarische Dimension. Die christlichen Eheleute „nehmen als ebensolche an der Sendung der Kirche teil und tragen mit ihrem Leben in Ehe und Familie Mitverantwortung für das Leben der Kirche“.

Um allen Menschen das Geschenk des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe anzubieten, brauche die Kirche die „mutige Treue“ der Eheleute zum Ehesakrament.

Die Eheleute seien daher eine wesentliche Ressource für die Kirche und auch für die Welt: „Der Weg ist so für immer vorgezeichnet, es ist der Weg der Liebe: man liebt, wie Gott liebt: für immer. Christus hört nicht auf, sich im die Kirche zu kümmern: er liebt sie immer, er behütet sie immer wie sich selbst. Christus hört nicht auf, Flecken, Falten oder andere Fehler vom Antlitz des Menschen wegzunehmen. Die Ausstrahlung der Kraft und der Zärtlichkeit Gottes, die von Ehepaar zu Ehepaar, von Familie zu Familie weitergegeben wird, ist bewegend und sehr schön. Der heilige Paulus hat recht: das ist das ‚große Geheimnis’! Männer und Frauen, die so mutig sind, diesen Schatz in den ‚irdenen Gefäßen’ unserer Menschheit zu tragen – diese mutigen Männer und Frauen sind eine wesentliche Ressource für die Kirche und auch für die Welt! Gott segne sie tausend Mal dafür!“.


Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Sehr herzlich grüße ich die Pilger deutscher Sprache, insbesondere die Angehörigen und Freunde der Päpstlichen Schweizergarde, die anlässlich der Vereidigung der neuen Gardisten nach Rom gekommen sind. Ich danke auch den Musikern aus dem Wallis für die musikalischen Beiträge. Begleiten wir die Eheleute mit unserem Gebet, dass sie die Gnade des Sakraments in ihr Leben aufnehmen und so jeden Tag die Schönheit der Ehe bezeugen können. Der Heilige Geist stärke euch alle im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe.

Video der Generalaudienz - ohne Übersetzung



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Generalaudienz

  1. Liebst du mich? – Das Gespräch zwischen Jesus und Petrus
  2. Kohelet: die ungewisse Nacht des Sinns und der Dinge des Lebens
  3. Judit. Eine bewundernswerte Jugend, ein großzügiger Lebensabend.
  4. Noomi, das Bündnis zwischen den Generationen, das die Zukunft eröffnet
  5. Ehre deinen Vater und deine Mutter: Liebe zum gelebten Leben
  6. Der Osterfriede und Dostojewskis Legende vom Großinquisitor
  7. Treue gegenüber der Heimsuchung durch Gott für die kommende Generation
  8. Das Abschiednehmen und das Erbe: Erinnerung und Zeugnis
  9. Das Alter, eine Ressource für die unbeschwerte Jugend
  10. Die Langlebigkeit: Symbol und Chance







Top-15

meist-gelesen

  1. Norwegen: Daniel (18) hielt Gott für einen Mythos – heute geht er jeden Sonntag in die Kirche
  2. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  3. Papst Leo lädt zum Weltjugendtag ein: „Ich freue mich darauf, euch in Seoul zu sehen!“
  4. USA: Kontenschließungen von Banken bei Lebensschutz- und konservativen Gruppen
  5. Krakauer Regens: Johannes Paul II. war Hotspot für Verbindung mit Gott
  6. US-Erzbischof Cordileone: „Die Familie: Das Abbild Gottes“
  7. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  8. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  9. MISSIO Österreich - Nationaldirektor Johannes Laichner legt Amt aus gesundheitlichen Gründen zurück
  10. „Neun interessante Fakten über den heiligen Johannes Paul II., die Sie wohl noch nicht kannten“
  11. Wallner: „Richten sich kirchliche Stellen bei uns nicht klammheimlich als Palliativstationen ein?“
  12. Wortwahl dieses Berichts ist entmenschlichend und aggressiv!
  13. "Non abbiate paura - Habt keine Angst!"
  14. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  15. „Kirchliche Persilscheine für Rot-Grün-Rot“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz