Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Vorlage des Synodalen Wegs „kann man nur als Massenabfall von Schrift und Tradition bezeichnen“
  2. St. Michael/München: Frauenpredigt in Sonntagsmesse geplant
  3. Erzbistum Köln: Bundesland NRW droht Kirchen-Hochschule mit Vertragsverletzungsverfahren​
  4. 4. Versammlung des ‚Synodalen Weges’: Abstimmungsverhalten der Bischöfe
  5. Signale aus der Luft
  6. „Im Geist der Wahrheit bleiben“ (Joh 14, 17) – Eine brüderliche Korrektur der Bischöfe von Flandern
  7. Stellvertr. DBK-Vorsitzender Bode steht nach Missbrauchsbericht über sein Bistum vor Scherbenhaufen
  8. Umstrittener Jesuitenpater James Martin hat erneut Probleme mit der katholischen Morallehre
  9. Erzbischof Paglia soll Zustimmung zu italienischem Abtreibungsgesetz widerrufen
  10. "Bischof Bode sollte nach jahrzehntelangem Fehlverhalten von allen Ämtern zurücktreten"
  11. Wahl in Tirol: Sogar ÖVP und FPÖ für das kostenlose Töten ungeborener Kinder!
  12. Bischof oder Fischkopf?
  13. Franziskus in Assisi aus Anlass des Wirtschaftsforums „Economy of Francesco“
  14. „Gerade die Bischöfe als Nachfolger der Apostel sind gebunden an die ‚Lehre der Apostel‘“
  15. Putins Patriarch verbreitet nach Teil-Mobilmachung erneut plumpe Putin-Propaganda

Papst erhebt Armenier zum Kirchenlehrer

23. Februar 2015 in Chronik, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die katholische Christenheit erhält einen neuen Kirchenlehrer - Beobachtern zufolge könnte die Entscheidung des Papstes zu Gregor von Narek im Kontext des 100. Jahrestags des Armenier-Genozids stehen.


Vatikanstadt (kath.net/KNA) Im Gedenkjahr für die Armenier erhalten die katholischen Christen weltweit einen armenischen Kirchenlehrer. Papst Franziskus bestätigte am Wochenende die Erhebung des heiligen Gregor von Narek zum «Doktor der Universalkirche», wie der Vatikan am Montag mitteilte. Sie werde in Kürze erfolgen. Der armenische Mönch, Mystiker und Schriftsteller wurde 950 im armenischen Andzevatsik im damaligen Königreich Vaspurakan geboren. Er starb um 1005 in Narek. Beide Orte liegen in Ostanatolien in der heutigen Türkei.

Als Kirchenlehrer verehrt die katholische Kirche Heilige, die eine herausragende Bedeutung für die Glaubenslehre haben. Insgesamt gibt es bislang 35 Kirchenlehrer. Aus dem deutschen Sprachraum kommen außer Hildegard von Bingen (1098-1179), Albertus Magnus (um 1200-1280) sowie der Jesuit Petrus Canisius (1521-1597).

Christen gedenken in den kommenden Wochen weltweit des 100. Jahrestags des Armenier-Genozids. Beobachtern zufolge könnte die Entscheidung des Papstes zu Gregor von Narek in diesem Kontext stehen. Im Rahmen der Gedenkfeiern zum Genozid werden die Opfer der 1915 gestarteten Massenmorde im damaligen Osmanischen Reich von der Führung der armenisch-apostolischen Kirche am 24. April in Etschmiadzin heiliggesprochen. Papst Franziskus will am 12. April im Petersdom mit den armenisch-katholischen Bischöfen einen Gedenkgottesdienst im armenischen Ritus feiern.

Gregors Lebenszeit fiel in eine noch ruhige Epoche Armeniens kurz vor den türkischen und mongolischen Invasionen, in dem das Land eine Hochblüte in der Literatur, Malkunst, Architektur und Theologie erfuhr. Gregors Vater Khosrov war später Bischof und Verfasser des ersten Kommentars über die göttliche Liturgie der armenischen Kirche, seine früh verstorbene Mutter Anania Vartabed Äbtissin des Nonnenklosters von Narek.

Wie seine beiden Brüder wurde Gregor schon im frühen Jugendalter Mönch und mit 25 Jahren Priester. Er lehrte an der Klosterschule von Narekavank bei Narek und verfasste bedeutende Schriften über Musik, Astronomie, Geometrie, Mathematik, Literatur und Theologie. Auch Gregors Briefe, liturgische Gesänge, Lieder und Predigten fanden weithin Verbreitung. Viele der von ihm verfassten Gebete haben Eingang in den armenischen Messritus gefunden.

Als Meisterwerk des Mystikers gilt sein Buch der Klagelieder, eine auch als «Narek» bekannte Sammlung von 95 Gebeten, von denen jedes den Titel «Sprechen mit Gott aus der Tiefe des Herzens» trägt. Sie werden bis heute von gläubigen Armeniern gelesen.

(C) 2015 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kirchenlehrer

  1. Kardinal Ouellet: Newman soll Kirchenlehrer werden!
  2. Heiliger Irenäus soll zum Kirchenvater proklamiert werden
  3. Reliquie der heiligen Therese nach 18 Jahren wieder in Österreich
  4. 'Das Geheimnis Gottes, das sich im Ich verbirgt'
  5. Franz von Sales: radikale, befreiende Wirklichkeit der Liebe Gottes
  6. Bedeutung Hildegard von Bingens als Kirchenlehrerin für unsere Zeit
  7. Die erste Kirchenlehrerin deutscher Sprache
  8. Botin der göttlichen Botschaft
  9. Zeitung: Hildegard von Bingen soll Kirchenlehrerin werden







Top-15

meist-gelesen

  1. Warum Sie am 2. April 2023 am Abend in Krakau sein sollten!
  2. Die Vorlage des Synodalen Wegs „kann man nur als Massenabfall von Schrift und Tradition bezeichnen“
  3. 4. Versammlung des ‚Synodalen Weges’: Abstimmungsverhalten der Bischöfe
  4. Signale aus der Luft
  5. Stellvertr. DBK-Vorsitzender Bode steht nach Missbrauchsbericht über sein Bistum vor Scherbenhaufen
  6. "Die sind wahnsinnig. Wissen die überhaupt, was ich tue?"
  7. St. Michael/München: Frauenpredigt in Sonntagsmesse geplant
  8. Bischof oder Fischkopf?
  9. Die Tolkien-Provokation
  10. „Im Geist der Wahrheit bleiben“ (Joh 14, 17) – Eine brüderliche Korrektur der Bischöfe von Flandern
  11. Drei Priesterweihen in St. Florian - Päpstlicher Privatsekretär Gänswein extra aus Rom angereist
  12. Erzbistum Köln: Bundesland NRW droht Kirchen-Hochschule mit Vertragsverletzungsverfahren​
  13. "Bischof Bode sollte nach jahrzehntelangem Fehlverhalten von allen Ämtern zurücktreten"
  14. Facebook-Reaktion zu Bodes fehlendem Rücktritt: „Bei Woelki würden alle den Rücktritt fordern“
  15. Umstrittener Jesuitenpater James Martin hat erneut Probleme mit der katholischen Morallehre

© 2022 kath.net | Impressum | Datenschutz